Chantelle Winnie versus Vichy Dermablend

Derzeit begegnen wir Chantelle Brown-Young, besser bekannt unter ihrem Model-Künstlernamen Chantelle Winnie, an fast jeder Straßenecke. Die junge Amerikanerin, die an der seltenen Hautkrankheit Vitiligo leidet und 2014 der Star von  „America’s Next Topmodel“ war, ist gut gebucht.

 

Chantelle Winnie, ein Star trotz Makel

 

 

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Für Diesel und vor allem für die Frühjahrs-Kampagne von Desigual verbreitet die 20-Jährige gute Laune und ein neues Selbstbewusstsein, sehr relaxt mit Hautkrankheiten umzugehen. Ihre Pigmentstörungen haben sie nicht davon abgehalten, Model zu werden. Die Figur und das Aussehen für diesen Job hat sie allemal. Die weißen Flecken, die ihren Körper bedecken und die im zarten Alter von fünf Jahren bei ihr plötzlich sichtbar wurden, trägt sie mit Stolz und Würde.

 

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Chantelle Winnie hat eine eigene Website und auf ihrem Instagram-Account verfolgen über 700000 Fans, was die Schönheit gerade so tut. Längst ist Chantelle Winnie Botschafterin ihrer Krankheit geworden. Ihre Flecken werden nicht mittels Photoshop wegretuschiert, sondern unbearbeitet als Schönheitsmerkmal werbetechnisch vermarktet.

 

Desigual-Kampagne mit Chantelle Winnie für Frühjahr 2015

Desigual-Kampagne mit Chantelle Winnie für Frühjahr 2015

 

Nur leider sind nicht alle so cool wie Chantelle Winnie. Das weiß die Beauty-Industrie nur zu gut. Wenige können mit ihren Hautkrankkeiten, Akne-Narben selbstbewusst leben. Nicht zu vergessen Tattoos, die man sich in Erinnerung an die erste Liebe auf die Haut brennen ließ und die nun etliche Beziehungen später eine Ehekrise heraufbeschwören.

 

Ein Beauty-Produkt, das hilft, Makel zu kaschieren

 

Die Apothekermarke Vichy hat in Studien nachgewiesen, dass „Hautprobleme das Selbstbewusstsein beeinflussen und auch heute noch zu Stigmatisierung führen können. Noch viel zu oft wird man – und fühlt man sich – ausgegrenzt. Und das nur, weil die Umwelt nicht weiß, wie sie mit Menschen, die beispielsweise unter Vitiligo (Weißfleckenkrankheit) und den durch eine Pigmentstörung entstandenen weißen, scharf begrenzten Flecken umgehen soll.“

 

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Zwar zeigt die Kosmetik-Marke innerhalb ihrer neuen Kampagne für das Produkt Dermablend auch ein Rolemodel mit Vitiligo, aber daneben steht eine Frau mit Akne-Haut und ein Mann mit Tattoos. Denn Hauptprobleme gibt es viele: Weit verbreitet sind Pigmentflecken durch die Einnahme der Pille, Altersflecken, mit denen wenige cool umgehen können, oder eben auch Feuer- oder Muttermale. Frauen wie Romi, die Potagonistin mit der Akne-Haut, leiden oft unter ihren roten Pusteln und werden in der Gesellschaft schräg angesehen.

 

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Auf der Vichy-Werbung für ihr Produkt Dermablend ist nun recht eindrucksvoll das Vorher-Nachher-Bildschema eingesetzt. Die eine Gesichtshälfte ist ungeschminkt, die andere geschminkt mit dem Produkt Dermablend, das leichte bis schwere Makel des Hautbildes verbessern soll. Das Produkt kommt aus den USA und wurde von einem Dermatologen entwickelt, dessen Frau selbst unter Vilitigo litt. 2001 kaufte L’Oréal die Vertriebs-Rechte für Europa auf und vertreibt das Make-Up seit 2003 unter ihrer Marke Vichy. Nun wurde die Formel stark überarbeitet und ist wesentlich verbessert.

Ich habe Dermablend selbst nicht getestet, aber ich möchte die Produkte dennoch vorstellen, denn Vichy ist als Apothekerbrand für mich eine vertrauenswürdige Marke, die auch bei mir im Bad steht. Ich selbst litt jahrelang unter dunklen Pigmentstörungen, die durch die Einnahme der Pille verursacht wurden. Unsummen investierte ich in teure Whitening Cremes. Die Flecken sind – Glück gehabt – weitgehend aus meiner Stirn herausgewachsen. An der Backe sind Reste noch zu sehen, aber diese kaschiere ich mit normalen Make-Ups.

 

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Was kann nun das neue Dermablend? Durch die cremige Textur des neuen Kompakt-Creme-Make-Up soll sich Dermablend einfach mit der Haut verbinden. Ein deutlich höherer Pigmentanteil als in herkömmlichen Make-ups erzielt die optimale Abdeckung der Hautprobleme. Lichtschutzfaktor 30 garantiert Schutz vor UV-bedingten Schäden, wie Hyperpigmentierung. Neu ist auch ein korrigierender Make-Up-Stick, für einzelene Problemzonen. Bereits länger im Markt ist das flüssige Make-Up und das Fixierpuder.

 

Vichy 150427102156850_Dermablend Korrigierender Stick

Preise: Kompakt-Creme-Make-Up: 21 Euro und Stick: 14,50 Euro

 

Tipps zur Anwendung

 

Stick: Mit dem Stick sanft ein paar Tupfer auf die zu korrigierende Partie geben. Die Textur durch leichte Klopfmassage mit dem Teint verschmelzen lassen. Je nach Bedarf die Deckkraft durch mehrfaches Auftupfen verstärken.

Kompakt-Creme-Make-Up:  Mit dem Schwämmchen das Make-up in kreisenden Bewegungen auftragen. Make-up auf die Gesichtsmitte auftupfen und sanft und gleichmäßig zu den Gesichtskonturen hin verstreichen. Je nach Bedarf die Deckkraft durch mehrfaches Auftupfen verstärken.

Fixier-Puder: Nach der Teint-Korrektur das Puder großzügig mit der Puderquaste auftragen. Zwei Minuten warten, dann überschüssiges Puder mit dem Pinsel abnehmen.

 

Fotos: Screenshots Website Desigual, Diesel, Chantelle Winnie und PR-Bilder Vichy.

4 Kommentare zu
“Chantelle Winnie versus Vichy Dermablend”
  • Hört sich wirklich interesant an, aber mal ehrlich dieser ganze neue hype von SPF bei Creme und Co ist wirklich ein witz….
    Schon alleine die tatsache, dass man sonnenmilch nach gewisser dauer immer neu auftragen muss, da sonst der Schutz verloren geht, sollte doch Klar aufzeigen, dass einmaliges eincremen mit bisschen SPF im make up kaum helfen kann…

    Häufig lagert sich dieser sonnenschutz noch mehr auf der haut ab anstatt die nötige hilfe für die haut zu leisten!

    • Liebe Sofia, SPF sind in jeder Haut-Tagescreme inzwischen drinnen. Meist so zwischen SPF 15 und 30. Allerdings sind sie nicht dazu gedacht, dass man sich damit in die Sonne legt. Dafür braucht man zusätzlich noch eine Sonnencreme. Jedoch würde ich bei Hautkrankheiten auch vorsichtig sein. Hier könnten schon wenige Minuten Gehweg in der prallen Sonne vielleicht neue Probleme erzeugen. Schaden kann es auf alle Fälle nicht.

  • So sehr ich mich für Chantelle Winnie über ihren Erfolg freue, hat mich diese Tatsache doch ziemlich zum Nachdenken gebracht. Denn die Werbeindustrie nutzt ganz offenbar die Einmaligkeit ihres Aussehens, um die eigenen Produkte zu vermarkten – was mit „nur“ schönen, aber dadurch auch austauschbaren und sich gleichenden Gesichtern in dieser Form wohl nicht mehr möglich ist. Da meine Haut mit ihren ganz gewöhnlichen Unregelmäßigkeiten von einer solchen Besonderheit weit entfernt sind, wofür ich dankbar bin, werde ich auf jeden Fall den Dermablend-Stick testen. Danke für den Tipp.
    Liebe Grüße, Rena
    http://www.dressedwithsoul.com

  • Chantelle – ihre Hautkrankheit und ihr Selbstbewusstsein – das ist schon was Feines, auch wenn sie mit der „Plazierung“ der Flecken im Gesicht auch ein bisschen Glück hat.

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