Kurznachrichten Mode: Schiaparelli, Topshop, Style.com

Die News überschlagen sich gerade in der Modewelt.

 

1. Schiaparelli hat einen neuen Designer:

 

Öhm, wer war da zuletzt der Designer? Ich komme bei diesen ständigen Bäumchen-Wechsle-Dich-Spielen nicht mehr mit. Marco Zanini am zuletzt am Ruder, aber der durfte nicht lange bleiben. Dann übernahm für eine Saison das Designteam von Schiaparelli und schwelgte in alten Erfolgen. Nun also wieder frischer Wind. Der neue Mann heißt Bertrand Guyon. Das ist nun nicht ein Name, der groß durch die Branche kursierte. Der Franzose hat an der Chambre Syndicale seinen Abschluss gemacht und arbeitete dann bei Christian Lacroix und Givenchy. Zuletzt war er bei Valentino beschäftigt. Nun wird er die Haute Couture UND die Prêt-à-Porter-Kollektionen (Ich wusste gar nicht, dass Schiaparelli eine Readyto-wear-Linie hat?!) verantworten. Seine erste Kollektion zeigt er Anfang Juli auf der Haute Couture Woche.

 

Modepilot-Bertrand Guyon_Maison Schiaparelli HD

Hier noch das übliche Zitat:

„I feel honored to be part of Schiaparelli today and develop it further, respecting its heritage and tradition while adding a contemporary and modern take, something Elsa Schiaparelli has always demonstrated.“

Er hat auf alle Fälle ein sehr sympathisches Gesicht.

 

 

2. Zalandos Kampagne für den Topshop Start

 

Nicht kleckern, sondern klotzen muss man, wenn man eine coole News zu vermelden hat.  Dass Topshop endlich auch in Deutschland erhältlich ist (Zalando sei Dank), wird von niemand Geringeren verkündet als vom coolsten Brit-Model überhaupt. Super-it-Girl Cara Delevingne gibt den Startschuß für das, worauf alle schon warten. Dass man Topshop nun bei uns überall kaufen kann, egal wo man wohnt. Nur leider klappt es nicht so richtig mit der Aussprache der deutschen Städtenamen. Wie war das gleich? Kackenloten? Ach, so Kaiserslautern.

 

 

Egal, das ist spritzig und witzig. Den Spot gibt es für jedes Land mit anderen Versprechern.

Hier der Spot für Österreich:

 

 

Und so spricht Cara den netten Schweizer Ort Rapperswil aus:

 

I love, auch wenn ich gar kein Topshop Fan bin.

 

3. Conde Nast steigt ins E-Commerce ein

 

Die britische Glamour (Conde Nast Gruppe) hat erst letzte Woche angekündigt, dass sie zusammen mit Feelunique.com eine Beauty-Shopping-Seite eröffnen wird. Name: Glamour Beauty Boutique. Start: Sommer 2015. Wenige Tage später ziehen die Kollegen aus den USA mit einer weiteren E-Commerce News nach. Das Webmagazin Style.com (Gruppe Conde Nast) wird sich ab Herbst wandeln zu einer E-Commerce-Website. Die Nachrichten und Laufstegberichte werden dann zur US Vogue rübergeschoben unter der Website voguerunway.com, weiß BoF.

 

Bildschirmfoto 2015-04-28 um 14.04.40

Lanciert wird die neue Website erstmal in … na? In England. Kurz nach der neuen Glamour-Boutique. Erst danach geht es 2016 online in den USA weiter, irgendwann sind wir in Europa dran. Die angebotenen Produkte werden natürlich eng verknüpft mit den Heften und den Online-Angeboten von Conde Nast. Man liest und shoppt. Die Manager wollen die gesamte Leserschaft von 300 Mio. Lesern weltweit erreichen. Chef der neuen Division ist ein Franzose: Franck Zayan, ein Ex-Galeries Lafayette-Manager. Von ASOS hat Condé Nast Melissa Dick angeworben, die bei style.com die redaktionelle Leitung übernimmt. Das Büro wird aus verschiedenen strategischen Gründen in London aufgebaut. Zum Start gibt es rund 200 Marken. Der E-Commerce Shop wird erstmal als Market Place lanciert, sprich Condé Nast übernimmt kein Einkaufs-Risiko oder auch um Waren zu lagern, sondern bedient sich der Lager der anderen Webhändler. Schlaues Konzept. Seit vier Jahren arbeiten die Manager an dem Projekt. Jonathan Newhouse, Eigentümer von Condé Nast, sagt, dass das Schwierigste sei, die richtigen Leute zu bekommen. Ich denke, Headhunter klingeln gerade im Auftrag von Newhouse bei Yoox, Net-à-Porter und Konsorten durch. Da finden sich schon Leute.

Fotos: Screenshot Style.com, PR Schiaparelli

 

 

4 Kommentare zu
“Kurznachrichten Mode: Schiaparelli, Topshop, Style.com”

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