Pop-Up: 50.000 Bücher im Sonia Rykiel Flagship

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"Viele Leute kommen rein und wollen Bücher kaufen. Die müssen wir enttäuschen. Man kann die Bücher nicht kaufen, nur die Mode", erzählt mir die Verkäuferin im Flagship-Store von Sonia Rykiel am Boulevard Saint-Germain und grinst. Die Pop-Up-Installation mit sage und schreibe 50.000 Büchern wurde für die letzte Fashionweek Mitte März in der Stammadresse von Rykiel konzipiert und wird ein gesamtes Jahr stehen bleiben. Die neue Rykiel Designer Julie de Libran knüpft mit dieser phänomenalen Dekoration an die litterarische Tradition des Modehauses an. Gründerin Sonja Rykiel war immer fest verankert in der Literaturszene des berühmten Rive Gauche Viertels.
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Die literarische Historie der Boutique

Mitten im turbulenten Mai 1968 eröffnete Rykiel ihren ersten Laden, gleich um die Ecke in der Rue Grenelle. 1990 zog sie dann um in das Eckhaus am Boulevard Saint-Germain, direkt gegenüber dem Existenzialisten-Epizentrum Café de Flore und der berühmten Bücherei L'Ecume, wo die Designerin gerne ihre Lektüre kauft, die sie schon damals gerne bei sich ins Schaufenster legt. Die rote Sonia wird ein fester Bestandteil der Kulturszene des Viertels und ihr Laden zur Verbindung von Kultur und Mode, einem wie sagt: "Bouillon de culture".
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Die Historie des Ortes hat also immer Literatur geatmet. So lag es der aktuellen Designerin Julie de Libran nicht fern, ihre letzte Modenschau inmitten von Bücherwänden zu veranstalten. 50.000 Bücher wurden gesammelt. Sie stehen Reih und Glied auf den Regalen, die nun alle Wände des Ladens bedecken und die Mode in den Hintergrund rücken. Ja, man muss fast die Kleider und Schuhe suchen, so gehen sie in der Literatur unter.
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Bei der Konzeption der Installation halfen de Libran zwei bekannte Pariser Künstler, der Graffiti-Artist und stadtbekannter Night-Club-Betreiber André Saraïva (besser bekannt als Monsieur André) und Thomas Lenthal, Numéro-Gründer und Herausgeber des Magazins Paradis. Im ersten Stock geht die literarische Reise weiter. Dort werden Bildbände und auch schöne Kinderbücher präsentiert.
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Das Ganze ist so eindrucksvoll, dass man am liebsten eine halbe Stunde und länger sich im laden aufhält und in den Büchern schmöckern möchte. Für mich derzeit der coolste, wie auch intelligenteste Pop-Up Store von ganz Paris.
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