No angels, but beautiful and sporty

Plus-Size-Mode und Plus-Size-Frauen gut zu vermarkten, ist nicht leicht. Zu stark sind die Vorurteile gegen weibliche Kurven. Duch die jahrelange Zur-Schaustellung von superdünnen Models wurden leider Frauen mit Kleidergröße 44 plus in eine Ecke gestellt. Von diesen  –  sorry, schwachsinnigen –  Ansinnen, alles jenseits Größe 38 als Plus-Size-Mode abzustempeln, ganz zu schweigen. Das ist so grotesk, dass man eigentlich dagegen gerichtlich vorgehen sollte. Nein, es gibt bessere Methoden, gegen solche irrsinnigen Ideen zu demonstrieren. Hier stelle ich drei Beispiele vor, die alle Lästermäuler mundtot machen.

 

 

1. Aktion: No Angels

 

Der US-amerikanische Plus-Size-Spezialist Lane Bryant hat jüngst dieses Werbe-Video veröffentlicht, das seine Wäschelinie anpreist. Es ist genial. Diese Mädels sind sooo sexy und die Wäsche schaut auch gut aus.

 

 

Die Message kam so gut an, dass die Beauties sogar auf Tour gehen und ihre No Angels Shirts verteilen an Jedermann, egal welche Figur und Alter er/sie auch hat. Wem es gefällt, sollte sich diesen Hashtag merken: #imnoangel

 

 

2. Aktion: Finde Dich schön!

 

Ein weiterer Vorreiter in Sachen „Aufräumen mit dummen Schlankheits-Klischees“ ist seit Jahren die Kosmetikmarke Dove. Auch die Pflege-Spezialisten haben jüngst einen neuen Coup unternommen und fragen die Fragen nach ihrem Selbstbild. Findet Ihr Euch hübsch oder nicht? Frauen aus San Francisco, Shanghai, Delhi, London und Sao Paulo konnten sich entscheiden, ob sie durch eine Tür gehen, über die „beautiful“ steht. Oder ob sie lieber durch die Tür gehen für „normale“ Frauen.

 

 

Bei Dove Deutschland wurde diese Aktion unter dem Hashtag #ichsagja aufgegriffen und dafür wurde sogar eine eigene Website installiert, bei der man ein Beauty-Packet gewinnen kann. Die Idee ist gut, aber frühere Werbeplakate von Dove fand ich noch beeindruckender.

 

 

3. Aktion: Kurvig und sportlich

 

This Girl Can ist eine nationale Kampagne des britischen Sportbunds unddiversen anderen Organisationen. Die Kampagne soll Lust machen, Sport zu treiben und aktiv zu sein. Egal wie auch immer die Frauen sich dabei anstellen, wie sie schwitzen, wie der Busen beebt und wie rot ihr Gesicht dabei wird. Kelly, Victoria, und Ruby zeigen uns, wie sie sich fit halten und das zu schmissiger Musik  von Missy Elliott’s Song „Get Ur Freak on“.  Hashtag: #thisgirlcan

 

Drei Aktionen, drei unterschiedliche Ziele und Backgrounds, aber eine gemeinsame Message: Frauen mit Kurven haben es drauf!

 

Foto Header: Lane Bryant Tumblr

1 Kommentar zu “No angels, but beautiful and sporty”
  • Im Prinzip heiße ich alles gut, das Normalität abbildet. Auch wenn es einigermaßen unrealistische Vorbilder schon immer gab. Schließlich sahen früher Frauen auch eher selten wie Twiggy oder Veruschka von Lehndorff aus und mussten mit diesem Schicksalsschlag klarkommen.

    This Girl Can ist super!

    Dove finde ich unglaubwürdig, weil da das „Unperfekte“ superteuer und aufwendig zusammengecastet wird … und ansonsten habe ich heutzutage aufgrund all der Selfies und so manchem Blogpost eher den Eindruck, dass jungen Frauen aller Formate vor lauter Selbstbewusstsein platzen …

    Das bestätigt auch so manche Mafo: Deutsche Frauen und Männer finden sich überwiegend schöner, als sie objektiv betrachtet sind (ich weiss, Schönheit liegt ….). Hat also anscheinend alles schon gewirkt 😉

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