Guillaume Henry verlässt Carven

Guillaume Henry kam vor sechs Jahren zu Carven, als das Haus nur ein Fragment früherer Zeiten war. Mit Ausdauer und viel Fingerspitzengefühl baute der junge Franzose das Haus langsam wieder auf und brachte es zurück in den Radar der Mode. Wir haben hier diese Entwicklung über die ganze Zeit begleitet: Seit März 2010 berichten wir über das Label.

Nun angeblich soll der junge Designer gehen und statt seiner ein Designer für die Herrenkollektion und einer für die Damen kommen, so Le Figaro. Ich habe Henry gestern zufällig bei der Véronique Leroy Show getroffen und befragt, ob das wahr ist. Er antwortete ausweichend, aber auch in meinen Augen klar: „Gerüchte sind Gerüchte. Es waren sechs schöne Jahre!“ OK, das Gerücht stimmt also und die WWD munkelt, dass der 36-Jährige den Job von Peter Copping bei Nina Ricci übernimmt, denn der ginge angeblich zu Oscar de la Renta.

Nun, dieses Designer-Wechsel-Dich-Spiel würde ich nicht unbedingt unterschreiben wollen, denn der eckige Stil Henrys passt so gar nicht zur Mode des „Flou“, wie man in Frankreich sagt, also der leichten, schwingenden Stoffe mit viel Feminität von Nina Ricci.

 

-Guilaume Henry-Modepilot

Doch zurück zu Carven. Guillaume Henry hält selbst 15% am Unternehmen. Seinen Anteil wird er sicherlich – wie auch Ghesquière bei seinem Ausstieg von Balenciaga – versilbern. Er hätte also sogar das Budget für ein eigenes Label. Warten wir mal ab und bis dahin zeige ich die wohl letzte Kollektion von Guillaume Herny für Carven.

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Fotos: Catwalkpictures

 

 

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