Kurznachrichten aus der Mode: Mytheresa, Rena Lange, WWD

Die Modewelt dreht sich mal wieder rasend. Hier neue Kurznachrichten aus der Mode.
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1. Neiman Marcus kauft Mytheresa:
Die Gerüchtküche brodelt seit einem halben Jahr, dass Mytheresa (München) verkauft werden soll. Bereits Anfang des Jahres meldete Reuters, dass die Eigentümer auf der Suche sind. Man sprach kurze Zeit mal von einem Fonds, aber nun meldet die WWD, dass Neiman Marcus den Zuschlag erhalten hat. Der Vertrag wurde laut Branchendienst am vergangenen Freitag unterzeichnet. Nicht nur der Onlineshop, auch der stationäre Handel auf der Münchner Maffeistraße geht in die Hände der US-amerikanischen Neiman Marcus Group, so die WWD weiter. Der Verkaufspreis ist noch nicht bekannt, wird aber für Mittwoch erwartet.
Neiman Marcus spielt nun in einer Liga mit anderen großen High Fashion Onlineshops, wie Net-a-porter oder Matchesfashion. Mit Mytheresa haben sie den Zugang zum europäischen Markt. Auch nach Asien verkauft Mytheresa bereits im großen Stil. Dass ein Verkauf anstünde, verheimlichte man Kathrin (Modepilot) bei so manchem Mytherea-Treffen nicht. Es ginge darum, mit neuem Kapital Mytheresa.com auf Expansionskurs halten zu können. Die Führungsriege und die Mitarbeiter sollen an Bord bleiben. Auch Christoph und Susanne Botschen werden als Berater erhalten bleiben.
Modepilot-Rena-Lange-Insolvenz
2. Rena Lange stellt Insovenzantrag:
Bei Rena Lange in München sind die Probleme mit dem Eigentümerwechsel nicht verschwunden. Das Unternehmen stellte letzte Woche einen Insolvenzantrag in Eigenverwaltung. Das bedeutet: Die Geschäftsleitung sucht sich einen Insolvenzberater. Mit dessen Hilfe soll die Firma wieder auf Spur gebracht werden. Als Rena Lange im Dezember 2012 den Eigentümer wechselte (wir berichteten), kam es in Folge zu einem massiven Austausch im Personal, so auch auf Designerebene. Die positive modische Weiterentwicklung der letzten Jahre schien sich zu verlangsamen. Zudem gab es Mangementfehler. In Paris bezahlt Rena Lange seit über einem Jahr einen Laden nicht in bester, aber in sehr teuerer Lage, der nie eröffnet wurde. Gegenüber dem Le Bristol, am toten Ende des Fbg. St. Honoré. Das ist rausgeschmissenes Geld. Aber so manche Firma hat nach der Insolvenz die Kurve wieder gekratzt. Angeheuert wurde ein echter Mode-Insolvenz-Experte und so wünschen wir Rena Lange das Allerbeste für Re-Organisation.
Modepilot-WWD-Verkauf
3. WWD hat ebenfalls den Eigentümer gewechselt
Die Women's Wear Daily, das Fachblatt, das solche Infos wie die von Mytheresa immer als Erstes weiß und in der Branche höchstes Ansehen genießt, ist leider keine Cash-Cow. Man spricht davon, dass die Bilanz in den Miesen ist. In Amerika wird mit solchen Kandidaten gerne mal kurzer Prozess gemacht. Der ehemalige Eigentümer Condè Nast hat das Heft, bzw. Fairchild Media Ende August veräußert. Die NY Times berichtet von einem Verkaufspreis von 100 Mio. US Dollar. Das ist lächerlich im Gegensatz zum ehemaligen Kaufpreis von 650 Mio. US Dollar. Neuer Eigentümer ist die Penske Media Group, die bereits andere Fachblätter (jedoch mehr im Filmbusiness) unterhält. Die Transaktion soll jetzt im September abgeschlossen werden.
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Kommentare

  • FrauFritz sagt:

    Alles schade.