Ausstellungs-Tipp: Dries van Noten in Paris

Morgen ist der 1. Mai und viele nutzen den Brückentag zu einer Reise - z.B. nach Paris. Viele alle diejenigen habe ich auf Facebook bereits einen Ladentipp abgegeben. Nun kommt der zweite Tipp und bei dem geht es um Mode und Kultur. Dass Dries van Noten im Musée des Arts Decoratifs mit einer Ausstellung geehrt wird, hatte ich bereits während der Fashionweek erwähnt. Dass die Ausstellung ein echtes Highlight ist, das man nicht verpassen darf, will ich hier auch noch mal mit meinen Bildern und dieser Besprechung untermauern.
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Der Designer selbst war stark involviert in die Ausstellung, die von der Museums-Kuratorin Pamela Goldin initiiert worden war. {Kleines Suchbild: Wer ganz genau meine Bilder durchklickt, erkennt ihn auch auf einem Bild.} Der Belgier wollte keine Retrospektive zeigen (Das wollen die meisten Designer nicht, die noch aktiv sind), sondern die Ausstellung in Form einer Reflexion über seine Arbeit konzipieren. Das ist ihm eindrucksvoll gelungen. In den Vitrinen stehen nicht nur seine eigenen Entwürfe, sondern auch die anderer und Modelle aus weit zurückliegenden Jahrhunderten, die seine Kreation beeinflussten. So gibt es in dieser Ausstellung ein Wiedersehen mit alten Carven-, Vionnet-, Halston-, Mugler- oder Dior-Entwürfen, sowie Stoffen und Accessoires aus anderen Zeiten und anderen Länden. In Filmausschnitten, die als kleine animierte Fenster in die Vitrinen eingearbeitet sind, findet man weitere Einflüsse für Van Notens kreative Leistung, wie Ausschnitte aus dem Film "Das

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Piano", die in seine Sommerkollektion 1999 einflossen. Dazu kommen detaillierte Erklärungen und eine wunderbare Inszenierung, die durch die optische Dekoration mit Blumen-Tapeten, Video-Einspielungen und sogar echten Gemälden von Francis Bacon, Victor Vasarely, Elizabeth Peyton und vielen anderen, verblüfft. Die Ausstellung ist in Themen gegliedert wie z.B. Flower Power, The Garden - Sport Couture, Punk, Schmetterlinge, Ambiguität oder Leidenschaft.
 
In einem wirklich guten Interview zwischen der Kuratorin und dem Designer wird noch einmal viel deutlich und erklärt:
 
Dries van Noten antwortet auf die Frage, was die Besucher aus dieser Ausstellung mitnehmen sollen, folgendes: "Die erste Sache ist, dass man fühlen soll, dass die Mode schön sein kann und dass sie nicht nur eine Angelegenheit von teuren und gute gemachten Kleidern. Die Mode ist sehr reich an Einflüssen und eine außergewöhnliche Tätigkeit, weil sie sich auf dem kreativen Plan durch viele Quellen der Inspiration nähren lässt. Wie ein Kolibri, der sich von vielen verschiedenen Blüten ernährt. Ich liebe meine Arbeit und ich möchte gerne die Liebe weitergeben, dass die Leute sie fühlen können."
Die Ausstellung läuft noch bis zum 31. August im Musée des Arts Decoratifs, Teil des Louvre, 107 rue de Rivoli.
Fotos: Barbara Markert (26), PR Dries van Noten (3)
 
 
Photo Credit:
Modepilot ist Deutschlands erster Modeblog. Mit seiner Gründung in 2007 war und ist er Vorreiter der unabhängigen Mode-Berichterstattung. Noch heute wird die Seite leidenschaftlich von Mitgründerin Kathrin Bierling geführt. Sie ist eine ausgebildete und erfahrene Journalistin, die zunächst bei der Financial Times lernte und arbeitete und dann einige Jahre bei der WirtschaftsWoche beschäftigt war, bevor sie die Seiten Harpersbazaar.de, Elle.de und InStyle.de verantwortete. An Modepilot liebt sie, dass sie die Seite immer wieder neu erfinden muss, um am Puls der Zeit zu bleiben. Worin sie und ihre Autoren sich stets treu bleiben: Den Leser ernst nehmen, nicht sich selbst.

Kommentare

  • Jérôme sagt:

    Ich komm Dich im Juni besuchen!
  • modezarin sagt:

    Juhu, Paris und Dries ich komme 🙂 😉