Haute Couture: meine Aufsteiger der Saison

Ich bin noch nicht durch mit der Haute-Couture-Berichterstattung. Es fehlen noch so einige, √ľber die es sich zu berichten lohnt. Heute aber widme ich den Post den Aufsteigern. Sie alle sind entweder "eingeladenes Mitglied" der Haute Couture Woche oder machen als R√ľckkehrer wie Vionnet erstmal eine Semi-Couture.¬† Los gehts mit einer Aufsteigerin, die ich hier auf dem Blog schon mehrmals vorgestellt habe:
1. Yiqing Yin: Die Halbfranz√∂sin-Halbchinesin, geboren in China und aufgewachsen in Frankreich, ist auf dem besten Weg in die Riege der Kandidaten aufzusteigen, die f√ľr eine m√∂gliche Nominierung in den n√§chsten Jahren zum Vollmitglied in Frage kommen. F√ľr den kommenden Sommer hat sich sich eine sehr poetische Inspiration ausgedacht: Weichheit und Kraft, zwischen n√§chtlichen Feuern und dem Aufgehen der Sonne spielt sich ihre Haute Couture. Es folgen Bilder wie Nachtfalter, die durch die Nebel fliegen, im Staub tanzen. Umgesetzt in Kuschelm√§ntel aus Fuchs, R√ľstungen aus Federn, flie√üendes Organza in pdurigen Farben, manche metallisch gl√§nzend, und in Seide in Farben von Flechten und Felsen.¬† Vor allem aber ist das neben der hohen Schneiderleistung eine sehr moderne und coole Haute Couture, die Yiqing Yin da zeigt.
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2. Rad Hourani: Der Jordanier, der mit 16 Jahren nach Kanada mit seinen Eltern umsiedelte, zeigt seit Juli 2012 eine Haute Couture in Paris. Hourani hat keine Modeschule besucht, ist ein Autodidakt und kam 2005 nach Paris, zwei Jahre sp√§ter gr√ľndete er sein Label und begann eine Unisex-Kollektion zu entwerfen. Dieser Thematik ist er bis heute treu geblieben. Er ist der erste Designer, der vom Chambre Syndicale eingeladen, auf der Haute Couture Woche eine Kollektion zeigt, die sowohl Frauen wie M√§nner anziehen k√∂nnen. Seine kleine delikate Show, die er in den Pr√§sentationsr√§umen der Kanadischen Botschaft zeigte, war komplett in Schwarz gehalten. Leider geben die Bilder nicht wirklich wieder, was Rad Hourani ausmacht: Er formt die Kleider wie Skulpturen um die K√∂rper herum und schafft Volumen, die wie Kunst aussehen. Vieles passiert auf der R√ľckseite der Modelle, die hier nun nicht zu sehen ist.
Die unglaubliche Raffinesse, wie und wo er Rei√üverschl√ľsse und N√§hte setzt, verbl√ľfft. Die Kleider wirken so chaotisch-verwickelt, die Stoffe sind gerafft, gezurrt, in B√§ndern geschnitten, die wiederum anders zusammengen√§ht werden, so dass man schnell mal den √úberblick bei einem Kleid verliert. Aber sie sind doch in ihrer G√§nze echte Meisterst√ľcke.
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Der Designer, gerade mal 32 Jahre alt.
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3. Vionnet: Hier haben wir wie berichtet einen neuen Designer. Der Zypriote und in Wahl-Londoner Hussein Chalayan hat dort die Art Direktion √ľbernommen. Nur wenige Woche vor der Schau wurde es bekannt, aber f√ľr die K√ľrze der Zeit lieferte Chalayan eine sehr gutes Ergebnis ab. Er nenne eine Semi-Couture und das finde ich recht bescheiden, aber irgendwie auch zutreffend formuliert. Auf alle F√§lle hat das die Elegant der Madeleine Vionnet und die Modernit√§t, die in meinen Augen eine Haute Courure haben muss.
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Fotos: Catwalkpictures
Photo Credit: false

Kommentare

  • vreeni sagt:

    ...ich w√ľrde so gern einfach mal eins dieser kleider anziehen. wozu - keinen plan - aber ich will. kann mich nicht satt sehen.

    groetjes

    vreeni von freak in you


  • Chael sagt:

    Totally in love with Rad Hourani's collection. Great constructivist approach!
  • Anouk sagt:

    Die von Yiqing Yin gefallen mir besonders gut.

    Ich hab dieses Jahr zum ersten mal Bilder von Zuhair Murad gesehen und die Outfits waren wundersch√∂n, das war f√ľr mich eine der besten Shows ‚ô•