Dior-Show in Moskau - das historische Ereignis

Modepilot-Dior-Moskau016
Doch die historische Bedeutung ist sogar noch grĂ¶ĂŸer zu werten angesichst der Tatsache, dass Dior das letzte Mal 1959 in Moskau eine Kollektion vorfĂŒhrte. Das Star-Model damals war die schöne Kouka. Hach, das waren die Zeiten, als Models nur einen Vornamen hatten und der so viel wert war wie ein ganzer Name.
Modepilot-Dior-Moskau019-Model Kouka-MOdeblog
Modepilot-Dior-Moskau019-Model Kouka-MOdeblog
Hier trĂ€gt sie bei der Show die Robe Espanola aus der Kollektion FrĂŒhjahr/Sommer 1959.
Modepilot-Dior-Moskau019-Model Kouka-MOdeblog
Modepilot-Dior-Moskau009
Und so die Show:
Modepilot-Dior-Moskau012
Modepilot-Dior-Moskau008
Heute dagegen ist das alles viel weniger spektakulÀr. Die Sowjetunion gibt es nicht mehr und in Russland haben einige Leute so viel Geld, dass sie sich Dior-Kleider en masse kaufen können. Auf dem roten Platz zu zeigen, macht vom Marketing her mehr Sinn, als in Berlin unter den Linden zu defilieren. Denn in Moskau sitzen heute die Kunden, nicht in Rom, nicht in Madrid oder Berlin.
Demenstprechend schick war denn aben auch das Aufgebot der russischen GĂ€ste. Eine schöne Dame nach der anderen. Alle hĂŒbsch anzusehen und in Dior. Schaut her:
Modepilot-Dior-Moskau018
Natalia Vodianova
Modepilot-Dior-Moskau015
Miroslava Duma, die heute ja auch fĂŒr das Kaufhaus GUM das Online-Business als Beraterin unterstĂŒtzt.
Modepilot-Dior-Moskau014
Modepilot-Dior-Moskau003
Modepilot-Dior-Moskau002
So zum Abschluss noch ein Panorama-Bild:
Modepilot-Dior-Moskau017
Ganz am Ende bleibt bei mir ein bisschen Nostalgie angesichts dieser wunderbaren Schwarz-Weiß-Bilder.
Fotos: PR Dior
Photo Credit: false

Kommentare

  • parisoffice sagt:

    Mal ehrlich: In Russland ist doch noch mehr schief als nur dieses Gesetz. Und es gibt Modefirmen, die sich von Reichen mit dunkler Geschichte aus dem Kasachstan unterstĂŒtzen lassen. Auch sehr unsauber. Wahrscheinlich könnten wir nun diese Liste ewig fortsetzen.

    Wie Frau Karg entschieden hatte, davor ziehe ich auch den Hut. Ich hatte den Skandal hier gar nicht mitbekommen. Aber zu Dior: Ich hĂ€tte die Modenschau auf alle FĂ€lle abgehalten, aber vielleicht hĂ€tte zusĂ€tzlich noch Toledano eine genau so bewegende Rede halten mĂŒssen, wie damals beim Galliano Skandal.

    https://www.modepilot.de/2011/03/05/dior-gallianos-letzter-triumph-ohne-ihn/


    • Rene sagt:

      Ich kann mich dem vorher gesagtem nur anschließen. Marken und Konzerne stehen in der Pflicht sich mit den politischen Gegebenheiten in den jeweiligen LĂ€ndern auseinanderzusetzen und zu schauen, ob da vielleicht grundlegend die Menschenrechte verletzt werden. Das gilt ĂŒbrigens nicht nur fĂŒr Russland, sondern auch fĂŒr China.

      Gerade Dior hat sich im Falle von Galliano als besonders tolerant und gegen Diskriminierung einstehend geben wollen, zeigt nun aber fröhlich Kleidchen in einem Land in dem nicht nur politische Gegner unter fadenscheinigen GrĂŒnden weggesperrt werden, sondern ganze Teile der Bevölkerung im GefĂ€ngnis landen, nur weil sie sind wie sie sind. Das ist nicht akzeptabel!

      Übrigens können auch Touristen mit einer bis zu 14-tĂ€gigen GefĂ€ngnisstrafe und der Ausweisung rechnen, wenn sie öffentlich das Thema HomosexualitĂ€t ansprechen. Die Ersten hat es jetzt auch schon getroffen, drei HollĂ€nder sitzen in Murmansk in GefĂ€ngnis und warten auf den Heimflug.


      • JĂ©rĂŽme sagt:

        Ebenso wie Neonbeige musste ich auch sofort an die aktuelle GesetzesÀnderungen gegen Homosexuelle denken.

        http://www.spiegel.de/politik/ausland/russland-putin-segnet-gesetz-gegen-homosexualitaet-ab-a-908624.html


        Ich finde es nicht gut, dass gerade ein Haus wie DIOR eine Modenschau in einem Land zeigt, das Homosexuelle auf schlimmste Art & Weise - nĂ€mlich anhand von "glaubwĂŒrdigen" Gesetzesverfassungen - diskriminiert.

        Ich wĂŒnsche mir mehr Leute wie Andrea Karg, die eine ganz klare Haltung in einer Ă€hnlichen Situation eingenommen hat.

        http://horstson.de/no-homo/2013/04/


        Gut wĂŒrde ich es finden, wenn DIOR das Geschehene diesbezĂŒglich nochmal ĂŒberdenkt und eine Pressemitteilung verfasst.
        Die Bilder sind - keine Frage - großartig. Aber leider sind die Rahmenbedingungen nicht gerade gĂŒnstig.
        • neonbeige sagt:

          Hm, ist so eine Modenschau nicht schon "schwule Propaganda"?
          • Dior-Show in Moskau – das historische Ereignis | Placedelamode sagt:

            [...] Dior-Show in Moskau – das historische Ereignis  » http:// http://www.modepilot.de [...]