Karl Lagerfeld's Shop-Offensive

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Los geht's mit Berlin: Eröffnung am 1. Juli, zur Bread & Butter Messe, 100 qm in der Schönhauser Str. 8. Das ist schon sehr, sehr bald. So schaut der Laden von außen aus:
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Ich habe ja nicht umsonst wie eine Wilde geknipst. Damals im März.
Denn: Diese Karl Lagerfeld Läden sind schon was ganz Besonderes. Sie sind vollgestopft mit Technik, vor allem von Apple, so dass man sich fast fragen muss, ob die das gesponsert haben. Karl Lagerfeld zeigt uns wie ein Laden der Gegenwart auszusehen hat. Ich sage bewusst Gegenwart, denn Experten im Ladendesign gehen davon aus, dass wir in Zukunft genug von zuviel Technik haben und die alte Zeit mit Verkäufern und Service à la der 1950er Jahre etc. zurückkehren werden. Doch wir leben im Hier und Jetzt und da treffen Lagerfelds Shop-Ideen genau den aktuellen Zeitgeist der – vor allem jungen –  technisch verliebten Kunden, die mindestens einen Account in einem sozialen Netzwerk ihr Eigen nennen.
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Also: Über all sind im Laden daher i-Pads installiert, in denen wir die gesamte Kollektion durchducken können, wenn sie nicht schon eh uns vor der Nase an der Kleiderstange hängt. Und wir erhalten Background-Informationen.
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Dort entdecken wir die Looks, Stylingideen, sehen, wie die Sachen angezogen an Models aussehen. Das erleichtert schon mal die Vorauswahl.
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Einmal in der Umkleidekabine dürfen die Freunde mit gucken. Und mit entscheiden.  Wir probieren an, machen eine Bild von uns (via das Foto-i-Pads am Spiegel) und schicken es an unsere beliebtesten Social Media Dienste, damit hoffentlich schnell die Freunde beim Einkauf helfen, indem sie den Daumen hoch und runter zeigen.
Lagerfeld Store
Haben die Freunde genickt und man selbst auch, wird gekauft, Erstmal was zum Anziehen. Für alles andere braucht man die externe Meinung weniger. Denn der rest des Ladens ist voller Mitnahme-Produkte: Schuhe, Taschen, Bücher und Accessoires soweit das Auge reicht. Oder unser Geldbeutel mithält.
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Was ihr hier seht, ist schon die Winterkollektion und da muss ich doch noch etwas tiefer einsteigen. Denn zum Winter wird die komplizierte Unterscheidung der Kollektion Karl, Karl Lagerfeld, Karl Lagerfeld Paris aufgegeben zugunsten einer einzigen Kollektion, die dann schlicht "Karl Lagerfeld" heißt. Danke an die Manager, denn mich brachte das vorher total durcheinander. Und in dieser Neuausrichtung gibt es eben dann Sachen von Einstiegspreis bis teuer.
Jackets von Lagerfeld liegen bei rund 300 Euro - das finde ich, geht noch. Ist in Ordnung. Hier komme ich aber dann auf diese zwei Modelle, die es mir sehr angetan haben:
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Und vor allem das hier:
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Leider sind die nicht für 300 zu haben, denn sonst hätte ich schon zugeschlagen. Ich glaube mich zu erinnern, dass die bei 600 Euro lagen. Hm. Auf alle Fälle ist es nun nicht furchtbar abgehoben und wer sich sehnlichst was von Meister Karl wünscht, wird fündig. Wenn dann eben bei den Accessoires. Auch die Uhren sind ja nicht super teuer. Man findet schon was.
Die Läden, die natürlich in Schwarz und Weiß gehalten sind, sind schon lustig an sich. Überall gibt es Sitzplätze, Nischen, i-Pads und das Spielchen in der Umkleide ist auf jeden Fall einen Versuch wert. Also Berliner, freut Euch auf diesen Neuzugang in zwei Wochen.
Fotos: PR (2), pariosffice / Modepilot (14)
Photo Credit:

Kommentare

  • Linda sagt:

    Wirklich wahnsinnig viel Technik in einem Laden. Kann man sich da überhaupt noch auf die Kleidungsstücke konzentrieren? 😉 Aber der gute Karl machts wie immer vor und wahrscheinlich ziehen in den nächsten Jahren etliche Läden nach.
    Heute ebenfalls ein schwarz/weiß Look auf meinem NEUEN BLOG:
    http://www.voguence.com
    http://www.facebook.com/thevoguence
  • konsumkaiser sagt:

    Wow, da werde ich nächsten Monat aber auch mal auftauchen, toll! Die viele Apple-Technik ist tatsächlich ein klein wenig strange, aber was solls. Sieht auf jeden Fall super aus. Und ein paar Schlüsselanhänger sind immer schöne, kleine Mitbringsel. Nur die Finger von den Taschen mit Spruch lassen, auch wenn mal wieder nur "Karl" draufsteht, nicht wahr? 😉