Sind Musiker die neuen Rolemodels?

H&M, so denke ich mal, hat damit angefangen und nun schappt die Welle über. Sänger sind die neuen Lieblinge der Werbetreibenden. Heute kam die Zeitschrift L'Officiel in meinen Briefkasten, drauf ist Lana del Rey.
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Ab Mai ist Beyonce das neue Rolemodel von H&M. Lana ist bei denen schon durch. Und das stand dazu in der Pressemitteilung:
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H&M ist stolz, die neue Kooperation mit dem weltweiten Superstar Beyoncé anzukündigen. Die Künstlerin, die am 15. April mit ihrer ausverkauften Mrs. Carter Show Welttournee startet, wird in Teilen der H&M Sommerkollektion zu sehen sein. Die Motive zeigen „Beyoncé als Mrs. Carter in H&M“, was zeigen soll, dass jede Frau alles sein kann: stark, verletzlich, sinnlich, mütterlich, lustig und kokett. [...] “H&Ms Sommerkampagne mit Beyoncé ist eine epische Fantasie, mit Glamour, Drama und auch einem Hauch von Paradies. Es war fantastisch, Beyoncé bei dem Shoot zu sehen und zu beobachten, wie sie alles so einfach und mühelos erscheinen ließ – eine Qualität die sie zu solch einer einzigartigen Frau macht, weltweit. Die Kampagne ist die Essenz von Beyoncé und auch von H&M in diesem Sommer“, so Donald Schneider, Creative Director bei H&M.
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Ăśber Saint Laurent mĂĽssen wir kaum noch ein Wort verlieren, denn neben Manson gab es auch Bilder mit Courtney Love, Kim Gordon und Ariel Pink.
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Und sogar Superga hat sich einen Musik-Superstar gesichert. Nach der sĂĽĂźen Alexa Chung modelt nun Rita Ora fĂĽr die Traditionssneakers. Warum und Wieso? Das ist hier das Statement aus der Pressemitteilung:
Rita Ora hat neben ihren drei Singles, die letztes Jahr allesamt direkt auf Platz Eins der Charts schossen, auch die Modewelt mit ihrem unverwechselbaren Street-Luxe-Style in Aufruhr versetzt. Rita Ora und Superga kamen für die Frühjahr-/Sommerkollektion 2013 zu einem exklusiven Shooting zusammen, bei dem Rita den neuen Modellen des begehrten italienischen Schuhlabels ihren coolen, edgy Style verlieh. Die Künstlerin, die zuerst von Jay-Z entdeckt und danach von Roc Nation/Columbia Records unter Vertrag genommen wurde, hat die Musikszene im vergangenen Jahr im Sturm erobert und so war die Wahl von Rita Ora als neues Gesicht für die neue Frühjahr-/Sommerkampagne eine einfache Entscheidung.
Eine einfache Entscheidung. Das sagt alles.
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Und damit der Edgy-Stil perfekt ist, wählte man sogar noch das Ambiente eines Musikstudios.
Nun muss ich sagen: Das ist tatsächlich eine einfache Methode, um Aufmerksamkeit zu erreichen. Vor allem bei der jüngeren Zielgruppe. Aber ich muss auch zugestehen, dass in kaum einer anderen Saison die "normalen" Model-Anzeigen" so langweilig waren wie in dieser. Doch dazu komme ich ein anderes Mal noch. So gesehen, sehe ich mir tatsächlich lieber die Rocker an und freue mich, dass Rita Ora nun so schlanke Photoshop-Beine hat.
Und ihr? Überzeugt Euch das? Findet ihr das gut? Fühlt Ihr Euch dadurch einem Label näher? Oder mag man auch eine Marke nicht, wenn einem die Musik eines Musikers nicht gefällt? Ich z.B. bin seit 30 Jahren Superga Fan und kann mit Rita Ora gar nichts anfangen. Courtney Love finde ich auch ganz schrecklich. Aber Rita ändert bei mir auch nichts daran, dass ich mich großer Freude im Sommer meine Supergas tagein tagaus trage. Und ich kann sie auf der Werbung ja auch nicht hören und das ist gut so.
Fotos: PR
Photo Credit: false

Kommentare

  • Lally sagt:

    Hi, ich werde davon auch nicht beeinflusst (sag ich einfach mal so), aber auffällig finde ich es schon. Ob es nun David Beckham ist oder eine der weiblichen Superstars. Ich finde auch, dass es das Image von beispielsweise H&M nicht unbedingt hebt, wenn man einen Superstar auf den Plakaten sieht. Aufmerksamkeit hingen schon.
  • StephKat sagt:

    Mir ist das total egal. Ich entscheide danach, ob ich in den Sachen gut aussehe.
    Mein Mann fand Lana del Rey in der H&M Kampagne wirklich heiß. Aber der gehört definitiv nicht zur Zielgruppe.
  • Annemarie sagt:

    Ja, es beeinflusst mich. Es sollte nicht so sein - denn eigentlich sollte ich danach gehen, ob mir das Produkt/die dargestellte Kleidung gefällt. Aber ja, so ein Promi drückt der Marke (s)ein Image auf. Und dieser Schuss kann gelegentlich auch nach hinten losgehen. Ich würde z.B. (auch wenn es albern ist, ich weiß) nicht mehr beim Mediamarkt einkaufen, seit Mario B. dort die Gallionsfigur gibt (tut er das eigentlich noch? ich schaue so selten TV). Weil ich den Kerl einfach partout nich "ab" kann...

    Lg, Annemarie