Viel los bei Kering, Ex-PPR!

Kaum ist man ein paar Tage weg, passieren massenhaft außergewöhnliche Sachen in der Modeindustrie. Dolce & Gabbana sollen 440 Mio. Euro nachzahlen und gehen noch einmal in Berufung (Mann Jungs, nun kapiert es halt mal und zahlt endlich die Kohle. Italien hat diese Steuergelder dringend nötig! Steuerhinterziehung ist KEIN Kavaliersdelikt)). Und aus PPR wird Kering.
Nun haben wir uns gerade an dieses sperrige PPR gewöhnt gehabt und nun das. Ab Juni hat der Konzern einen neuen Namen. Man muss zugestehen, das Ganze macht auch irgendwie Sinn: PPR, das bedeutete Printemps, Pinault, Redoute. PPR trennte sich aber peu à peu von seinem Handelsunternehmen und setzt klar auf die Luxusschiene. Le Printemps wurde verkauft und La Redoute ist im Verkauf. Die beiden Kinderhandelsunternehmen Vertbaudet und Cyrillus hat PPR wurden gestern verkauft (an einen Investmentfonds), statt dessen kauft PPR nun andere Sachen ein. Im Stil von Chanel wurde letzte Woche eine Spezialist in Krokodilleder-Färbung erworben. Hier werden ganz klar neue Weichen gestellt.
Hier seht Ihr welche Ideen sich Ex-PPR fĂĽr sein neues Image vorstellt.
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Solche Imagefilme werden in Europa in Frankreich, Italien und England zu sehen sein. Nicht in Deutschland, weil: "PPR n’y est pas connu en tant que tel. Et le luxe n’y est pas très présent". Übersetzt: PPR ist dort weniger bekannt und der Luxus ist dort nicht wirklich präsent. So wird Konzernchef Pinault in einem Fachblatt zitiert. Danke für die Blumen, Monsieur. Haben die schon mal gehört davon, dass unser Wirtschaftswachstum weit höher liegt als in diesen drei Ländern, die gerade dermaßen unter der Krise leiden, dass sie vielleicht den Luxus kennen mögen, aber ihn nicht mehr bezahlen können???? Und dass Puma, ein wichtigster Baustein in Ihrer, Monsieur Pinault, neuen Ausrichtung im Ursprung deutsch ist???? Hach, da könnte ich mich schon wieder aufregen drüber! Und dann soll auch noch Garance Doré Filmchen drehen für die Social Media Gemeinde. Dabei sind deren Interviews ja immer so langweilig, dass ich nach halben Minute auf den Video-Pausenknopf drücken muss.
OK, wir sind hier ja professionell und bringen die volle Information. Hier erklärt der Konzerneigentümer und CEO Francois-Henri Pinault, woher der Name kommt, was er soll und wo die Reise hingehen soll.
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Und ich muss abschließend sagen: Ich mag das neue Logo sehr. Die Eule wurde angeblich gewählt, weil sie das Lieblingstier des Firmengründers Francois Pinault sei. Wenn die neue Konzernspitze nun noch ein bisschen offener bezüglich deutscher Belange und eine realistischere Einschätzung unseres Landes einnehmen würde, gebe auch ich meinen Segen.
Videos: via Clarisson Le Herrisson und Logo als Screenshot Website
Photo Credit: false

Kommentare

  • Stilwolke sagt:

    Das Logo finde ich super, eine sowohl die Wort- als auch die Bildmarke.
    • Lina sagt:

      Man könnte bei dem Namen ja fast an ein deutsches Unternehmen denken...

      und was die Feder eines Mäusebussards (in dem Imagefilm) mit einer Eule zu tun hat ist mir auch schleierhaft. Aber das Logo gefällt mir trotzdem... 🙂