Haute Couture: die Avantgardisten

Ich wei√ü gar nicht, ob Avantgardisten das richtige Wort ist. Oder ob wir eher von zeitgen√∂ssischen K√ľnstlern sprechen sollen. Haute Couture ist nat√ľrlich immer irgendwie Kunst: Kunst des Handwerks, der Schneiderkunst-. Aber diese Gruppe st√∂√üt die Grenzen noch ein bisschen weiter, zeigt Mode, die mehr f√ľr Sammlungen und Museen gedacht sind, denn f√ľr einen Galaabend. Mode, die auf Rockkonzerten Aufmerksamkeit erzielen k√∂nnte und die sich einfach auch gut als Teil eines Kunsthappening eignet.
Die Holl√§nderin hatte diesmal das Thema Voltage, das sie zusammen mit dem neuseel√§ndischen K√ľnstler Carlos van Camp ausarbeitete: Stromspannung und die Show war extremst spektakul√§r, weil eben am Anfang eine Frau auf einem Sockel inmitten den Raumes stand und aus ihrem Spezialanzug Stromblitze in die Luft wirbelten.
Modepilot-Iris van Herpen-Haute Couture-Sommer 2013-Mode-Fashion-blog
Die fast schon panzerartigen Gew√§nder, f√ľr die Van Herpen bekannt ist, gewannen in dieser Saison und unter diesem Thema etwas an Leichtigkeit durch die Wahl neuer Materialien. Van Herpen hatte schon Haute Couture aus Holz geschnitzt und verwendet auch gerne Plexiglass, verwendete diesmal viel Plastik und wie auch mehr Stoff als sonst. Die Absolventin der Arnheim Schule wird im √ľbrigen im M√§rz 2013 zum ersten Mal auch eine Pr√™t-√†-Porter Linie zeigen. Es wird hoch spannend, wie ihre Arbeit f√ľr den normalen Alltagsgebrauch aussehen wird. Die neue Kollektion wird in Paris gezeigt von ihrer Muse und K√ľnstlerin Grimes.
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Das aus der T√ľrkei stammende und in Antwertpen dilomierte Serkan Cura liebt es mit Federn zu arbeiten und Haute Couture zu schaffen, die auf Fotobildern wunderbar spektakul√§r aussieht. Seine Passage bei Jean-Paul Gaultier hat auch seine klar erkennbaren Spuren hinterlassen (siehe Korsetts).
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Doch auch seine Roben werden es schwer haben, zu einem Cocktailabend eingeladen zu werden. Aber sie sind ein Schmaus f√ľrs Auge.
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Über das Recycling-Konzept der Margiela Artisanal Kollekton brauche ich hier wohl keine Worte mehr verlieren. Als großer Fan dieser Idee und ihrer Umsetzung habe ich das auf diesem Blog schon mehrmals erklärt. Nach der wahnsinnigen Schau im vergangenen Sommer, wurden diesmal vor allem Stoffe und alte Kleider aus den 20er Jahren verwendet, deren Restaurierung klar deutlich sichtbar bleiben sollte. Wer sich fragt, woher Margiela die alten Stoffe hat, dem sei ein Besuch auf dem Flohmarkt von Saint-Ouen empfohlen.
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Die letzten drei Modelle bestehen aus Bonbonpapier. Von heute. Nicht von 1920.
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Das Haus blieb bei den Schnitten sehr und in meinen Augen zuviel den Originalen treu. Ich h√§tte mir mehr Verwandlung und auch Couture gew√ľnscht. Seitdem ich nun die Artisanal Shows sehe und das ist schon einige Zeit, denn ich war wohl seit einer ersten Pr√§sentationen dabei, hat mich diese Saison am wenigsten √ľberzeugt. Ich hoffe also auf das n√§chste Mal. Hier noch mal alle Modelle im Anschlusslauf.
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Fotos: Catwalkpictures, Parisoffice / Modepilot
Videos: Modepilot
Photo Credit: false

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