Die besten Shows zum Schluss: 2. Margiela

Beim Maison Martin Margiela muss ein bisschen auf alle gefasst sein: Eine Kollektion kann wie ein TheaterkostĂŒm wirken. wie ein Kunsthappening oder einfach wie eine Mode-Kollektion. Letzteres war diese Saison der Fall und es gab einige Neuerungen. 1. Man konnte alle Modelgesichter sehen. Normalerweise hatte Margiela seinen Mannequins immer Strumpfhosen oder sonstige Kopfbe- und verdeckungen ĂŒbergezogen.
Diesmal sah man, wer da lÀuft. Auch wenn man manchmal der Kragen arg hochgestellt war.
2. Kommen wir zur Kollektion. In Krisenzeiten ist oft Schluss mit lustig und so zeigte das Designteam von Margiela eine Eloge an die Schlichtheit und an den Hosenanzug. Purismus auf die Spitze getrieben und aufgemischt mit Margiela-Details von fehlenden Armen oder offenen Schultern oder zu hohen Kragen oder hinten offenen andersfarbigen Hosen. Uni dominierte in so strenger Form, dass es eine Freude war, wenn Tunika, Hose und Mantel der gleichen Farbe fröhnen. Lang und schmal wirkten die Silhouetten, streckende Mode fĂŒr jeden Frauenkörper.
Vor allem die MĂ€ntel haben es mir angetan. Die so streng wirken, dass sie am Ende zu allem passen.
Die Avantgarde, die Margiela aus macht, liegt im Detail und ist das SahnehÀubchen auf einer Basis aus Klassik, die Margiela gerne dekliniert.
Fotos: Parisoffice
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Kommentare

  • Jana sagt:

    Tolle, kreative Ideen. Auch wenn es mir ein kleines Grinsen auf die Lippen gezaubert hat. Auf der Straße kann ich mir solche ĂŒberzogenen Schnitte immer nicht vorstellen.