Next – die Newcomer-Show?
Was hat man gestern Abend verpasst, wenn man nicht zur Modenschau NEXT der Modeschule AMD München ging? – Zuerst einmal eine schöne Lichtinstallation auf dem Weg zum Catwalk im BMW-Museum (perfekte Location!). Das erste Semester bekam zur klassischen Rock-Aufgabe das Thema "Licht" genannt – lauter schöne Lampen für die Empfangshalle eines Modehauses!

Was gab es noch? Die Abschlusskollektionen der Absolventen: Designer Patrick Mohr, der neben mir saß, massierte sich einige Male zu oft die Stirn, um ihm unterstellen zu können, dass er begeistert gewesen sei. Lara Gonchorowski von der Bunten, einen Platz weiter, kam gerade von Jil Sander aus Mailand zurück und dürfte einen Kulturschock erlitten haben. Was man geboten bekam, unterbot jede Kreativität und Fertigungskunst der Großen. Leider. Dabei hatten die Studenten für ihre Abschlusskollektionen mehr Zeit und Freiheit als sie jemals wieder haben werden! Die souveränste Kollektion (Bild unten) gewann dann auch den Preis: Caroline Luisa Klein ist somit Jahrgangsbeste. >>> Hier gibt es mehr Bilder von ihrer Kollektion 'Shunyata'.

Ideale Location, tolle Lichtinstallation und alles top organisiert: Die Rahmenbedingungen stimmten.
Gehörte noch zu den besseren Kollektionen: Caroline Bauer
Wer meine Kritik als unfair empfindet, weil Designer beispielsweise nicht das nötige Geld für gute Stoffe haben, dem sei gesagt: Die Gedanken hatte ich auch. Doch ich sprach mit einer von mir sehr geschätzten Modedesign-Dozentin, die mir Recht geben musste. Ich finde auch, wer zum Motto seiner Kollektion eine Club-Party macht (nicht im Bild), bei der nur Dom Perignon getrunken wird (es gab ein Video dazu), der sollte eine entsprechend anspruchsvolle Kollektion abliefern, sonst ist es schnell peinlich oder auch pleinlich.
Ich freue mich jetzt einfach mal auf die Abschlussarbeiten der Lichtrock-Designer in zwei Jahren.
Fotos: modepilot/modejournalistin

Diese Journalistin sollte gefeuert werden. Zu gern wüsste ich den Namen dieser ach so geschätzten Modedesign-Dozentin. Diese sollte ebenso ihre Koffer packen.
fragt sich, was sich heutzutage alles Journalist nennen darf.
Schade, dass du weder Ahnung von Mode, Stoffen oder Fertigung hast, geschweigedenn was ein Modestudium bedeutet.
Hättest du aufmerksam zugeschaut, anstatt dich mit diversen "Promis" zu unterhalten oder dich ausgiebig mit der Location zu beschäftigen, hättest du bemerkt, wie viel Arbeit, Liebe und Zeitgeist in den Kollektionen steckt.
Nächstes mal besser informieren und die Dinge genauer betrachten...
@Stephie, MJ hat genau dort, an der AMD studiert.
Wir würden uns freuen, wenn uns hier – in der Kommentarleiste – jemand eine Abschlusskollektion näher bringen kann. Danke im Voraus!
Anscheinend hat die sogenannte Modejournalistin selbst zu tief ins Glas geschaut und nur noch den Lichtinstatllationen zugesehen. Hätte sie nicht soviel ihre Nachbarn beobachtet, sondern die Show verfolgt, hätte Sie auch die qualitativ hochwerigen Stoffe und aufwendigen Schnitte der 15 verschiedenen Kollektionen erkennen müssen.
Schade, dass so großartige Leistungen der Designer so schlecht gemacht werden.
Was ich nicht so ganz nachvollziehen kann, ist wie man den Studenten unterstellen kann, nicht kreativ genug zu sein – dann aber zwei recht tragbare, nicht ganz so ungewöhnliche und eher marktorientierte Kollektionen ins Rampenlicht zu stellen. Meiner Meinung nach gab es nämlich einige sehr kreative und ausgefallene Kollektionen, eine davon z.B. von Anastasia Smirnova. Wohl keine der besseren Kollektionen, da nicht aufgeführt. Schade.
Zudem würde ich noch gerne erwähnen, dass 5 Studenten dieses Abschlussjahrgangs im zweiten! Semester sämtliche Schnitte für Patrick Mohrs erste Show in Berlin erstellt haben und diesbezüglich keinerlei (fertigungs-)technische Schwierigkeiten hatten. Soviel zum Thema Kreativität und Fertigungskunst der großen, die unser Jahrgang so unterbietet. Hätte MJ Ahnung von Fertigungskunst, hätte sie auf den ersten Blick erkannt, wie viel technisches Können in so manchen unserer Schnitte steckt.
Du musst ja als "Journalistin" sehr von deiner Meinung und deinem Schreibstil überzeugt sein, wenn du anonym bleibst.
Wenn dir unsere Kollektionen nicht gefallen haben, dann ist das eben so. Aber jemand der so kritisch ist und öffentlich schreibt sollte wenigsens soviel Courrage haben und seinen Namen darunter setzten. Oder Kathrin Bierling?
liebe elena, diesen blog gibt es seit 2007, seitdem schreiben wir unter den namen modejournalistin, parisoffice und mainlandoffice - das hat sich von anfang an so ergeben. wer hier wer ist, findest Du, indem Du - gut sichtbar, rechte widget leiste - auf "Die Modepilotinnen" klickst. gruß, mainlandoffice (sabine tersteegen)
Zuallererst bin ich entsetzt darüber mit welch unprofessionellem Ton hier meine geschätzte Kollegin Kathrin Bierling angegangen wird. Und somit die so wichtige Basis dieser Branche, nämlich die professionelle Zusammenarbeit von Journalisten und Designern und deren enger Austausch erschüttert wird. Mit Kritik MUSS man sowohl als Designer als auch als Journalist in dieser Branche auf professionelle Art umgehen können. Wer das nicht lernen kann oder will, sollte sich ein weniger emotionales und rationaleres Berufsfeld suchen. Patrick Mohr etwa kann das. Mit ihm habe ich mich vor der NEXT-Show über seine im Januar in Berlin präsentierte Winterkollektion unterhalten und er konnte meine Kritikpunkte annehmen ohne meine Kompetenz als Journalistin in Frage zu stellen. Bei einer Kollektionskritik spielen auch Punkte wie Make-up, Models, Musik, Accessoires eine Rolle. Ein sehr gelungenes Beispiel dafür: Anastasia Smirnova - da passte von den Haaren, übers Makeup bis hin zu den Schuhen alles. Diese Punkte zumindest waren bis zu Ende gedacht (den Models hätte ein Lauftraining ganz gut getan). Bei einigen anderen nicht, da wurden Styling-Ideen von Häusern wie Louis Vuitton etwa abgeschaut, teilweise passten die Schuhe überhaupt nicht zu den Looks oder waren lieblos "aufgehübscht", vom Make-up ganz zu schweigen. Mir hat bei einigen Designern ihr Alleinstellungsmerkmal gefehlt, die Modernität und Internationalität - und ich lade hiermit jeden der Abschlussdesigner zum Dialog ein. Denn ich denken das wäre auch im Sinne der Studienleitung Modejournalismus in München, bei der ich mein Handwerk lernen durfte. Vielleicht kann man so in Zukunft solch unprofessionelle Angriffe wie sie hier zu lesen sind vermeiden.
Zuerst einmal: Ich bin kein Designer, ich bin ein Beobachter und Betroffener dieser Szene und habe mich sehr über die unprofessionelle Kritik geärgert, und wie man in den Wald hineinruft, so schallt es auch heraus. Bei diesem Medium hier hat man halt die Möglichkeit zurückzurufen. Das ist für Journalisten vielleicht auch ein neues Gefühl. In der Kritik der Journalistin wurde deren Meinung anscheindend von dem Eindruck einer Kolektion (von 15) geprägt, von der Party-Mode? Was die Stoffe betrifft waren diese sehr wohl ausgewählt und edel! Es wurden Leinen-Seiden Mischungen und andere Natur-Fasern benutzt. Zwei Kollektionen verwendeten ausschließlich Natur Produkte aus Umweltfreundlicher Herstellung ohne Chemikalien... usw. Vielleicht hätte man dazu auch mal mit den Designer sprechen sollen und nicht mit einer Dozentin. Die Kollektions-Themen wären auch in einem Interview gut zu erfahren gewesen. Wenn dieses mal geführt worden wäre.
Jetzt auch noch den Lauf der Models zu kritisieren ist schade. Die Models haben ganze zweimal den Lauf üben dürfen. Und das auch nur durch große Kämpfe und Einsatz der Designer selbst. Ein Blick hinter die Kulissen wäre auch für Modejournalisten ganz gut. Und was Jil Sander betrifft, vergessen Sie nicht, sie wird bald 70, aber hier kommen die Neuen.
Also bei aller Leidensfähigkeit: Wenn ich mir jede Kollektion, die mir nicht gefällt, näher betrachten und mit dem Designer die Gründe erörtern würde, dann hätte ich keine Zeit mehr für die schönen oder zumindest neugierig machenden Kollektionen.
Es gab eine tolle After-Show-Party. Da war genug Zeit für Interviews. Es hätte bestimmt gereicht, mit ein oder zwei Designern zu reden. Man kann auch mit Designer reden, deren Kollektion Sie gut gefunden haben oder besteht heute auch der Mode-Journalismus nur noch aus Negativ-Nachrichten?
Ich kenne einige Schreiber der SZ und MM. Da wird nicht mehr neutral berichtet sondern die sind wirklich nur noch auf negative Schlagzeilen aus. Die Leser sind anscheinend sonst nicht mehr zu locken, leider.
Aber das hat Moderjournalismus nicht nötig!
Ein Stück Mode, das nicht gefällt, wird auch dadurch nicht besser, dass der Designer erklärt, was er sich dabei gedacht hat. Zudem sollte man immer offen für Kritik sein, finde ich.