Proteste vor Dolce & Gabbana

Dolce & Gabbana, eigentlich ein Label, das sonst nur durch ihre Kollektionen auffällig wurde, kommt derzeit aus den Negativschlagzeilen nicht mehr heraus und immer ist es ihre eigene Schuld. Nun haben am Sonntag in Hongkong Tausende von Menschen vor dem Laden demonstriert, wie man in der australischen News und auch im britischen Telegraph lesen konnte. Der Grund: Einem Fotografen, der die Schaufenster fotografieren wollte, wurde das verboten.
Angeblich ist das noch nicht das Ende der Story, sondern wie der Blog Badcanto berichtet, ging es vor allem darum, dass der Fotograf, ein Hongkong-Chinese, abgewiesen wurde, während die Festland-Chinesen durchaus hätten fotografieren dürfen. Dolce & Gabbana wird nun Diskriminierung vorgeworfen.
Die Italiener selbst wollen sich dazu nicht äußern. Was  peinlich genug ist. Aber es passt zur derzeitigen Firmenpolitik. Denn die beiden Designer werden der Steuerhinterziehung beschuldigt – in dieser Sache ist noch lange nicht alles durchgestanden–  und auch in Sachen sozial korrekte und umweltfreundliche Fabrikation schaut es düster bei Dolce & Gabbana aus. Sie sind eines der wenigen Labels, die sich klar gegen das Verbot von Sandstrahlern bei der Jeansherstellung aussprechen. Aufgrund der Sandstrahlung sterben jedes Jahr immer wieder Arbeiter. Die beiden sollten mal wieder zu sich kommen und nachdenken.
Fotos: Scan Telegraph und News Australia
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Kommentare

  • Chris sagt:

    Danke, dass ihr über diesen Mißstand informiert!
  • Final Cover: Justin Bieber X V Magazine « La Liste des Desiderata sagt:

    [...] nicht minder erfreut dürfte Dolce&Gabbana sein, denn wie Modepilot zu berichten weiß, kämpft das italienische Label aktuell mit Protesten und [...]