Die Rückkehr des Claudine-Kragens

Ich habe mir letzte Woche einen Claudine-Kragen zu gelegt. Musste sein! Dringend. Nachdem Marc Jacobs für Louis Vuitton und seine eigene Linie das nun schon mehrere Saisons zeigt und welche sogar zum Dranknöpfen anbietet.
Die Geschichte des Claudine-Kragens oder auch Bubikragen geht ein bisschen auf Colette, die Schriftstellerin zurück. Ein Werk von ihr, bzw ihres Pseudonyms heißt "Claudine à ecole" und ist 1900 erschienen. Auf dem Titel war eine Zeichnung, die den braven Rundhalskragen mit der Bogenführung zeigte. Er wurde wenig später von Coco Chanel aufgegriffen, die ihn unter massenhaft Perlen trägt und so durchquert er die Zeit der Weltkriege.
Die Nouvelle Vage macht ihn wieder zum Trend und so sieht man ihn in Filmen von Truffaut, Bunuel oder Bresson. Berühmt ist Francoise Dorléac, Deneuves Schwester, und Jeanne Moreau in diesem Outfit. Sogar die damals noch wilde Marianna Faithful trug ihn und Audrey zeigt sie damit in Rot. Mit dem Hochkommen der Working Girls werden spitze Krägen in und der Claudine-Kragen wird dem kleinen Mädchen zugedacht und findet seinen festen Platz in der Kindermode. Eine der ersten, der ihn dort wieder rausholte, war Guillaume Henry für Carven und als Vinyle Version bei Louis Vuitton hat er jegliche Prüderie verloren. Emilio Pucci zeigte ihn auch in der Winter-Kollektion.
Es gibt übrigens günstig welche bei Zara.  Siehe Bild oben.
Fotos: parisoffice / Modepilot, Louis Vuitton (2), Carven (1)
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