Elizabeth Taylor's Schmuck erzielt Rekorde

Die Versteigerung von Elizabeth Taylors Schmuck galt das DIE Versteigerung des Jahres und gilt als wichtigste Schmuckversteigerung in der Geschichte. Der Auktionär Christie's hat sich in dieser Werbung nicht geirrt. In zwei heißen Tagen wurden 137 Millionen Dollar erzielt. Wie kam das? Die Kollektion ist dermaßen wertvoll, alles wurde ausverkauft. Der größte Kampf ging über 15 Minuten um die Richard Burton Eheringe.
Ich zitiere mal aus der Pressemitteilung: “The spectacular results of the Evening Sale of Elizabeth Taylor’s iconic jewels sparked a surge of interest from collectors around the world. It took eight hours and three auctioneers to sell 189 more jewels from Elizabeth Taylor’s storied collection,” noted François Curiel, International Director of Jewelry at Christie’s. “The atmosphere was electric from the very first to the last lot, with collectors from Asia, the Middle East, Europe and America chasing each individual jewel with a tenacity never seen before. All the jewels offered greatly exceeded their estimates, sometimes by much as a hundred times. This brings the total value of Miss Taylor’s jewelry collection to $ 137.2 million and sets a new record for the largest jewelry sale ever presented at auction.”
Die Eheringe von Richard Burton waren zwar das umkämpfstete Objekt, aber lange nichts das teuerste. Alles übertraf eine antike Halskette aus dem Jahr 1860, die Burton seiner Liebsten 1968 schenkte und in der die historisch berühmte La Peregrina Perle verarbeitet ist. Diese Kette erbrachte 1,48 Mio.$. Unter uns, ich habe mal einen Artikel über diese eine Perle geschrieben und mit dieser Kette kauft man nicht nur Schmuck, sondern ein Stück Geschichte, die von tragischen Verlusten, großer Liebe und historischen Ereignissen zeugt. Der Preis ist mehr als gerechtfertigt.
“We are humbled and gratified by these results which are a testament to the public’s overwhelming affection for Elizabeth Taylor and her incredible legacy, said Marc Porter, Chairman of Christie’s Americas. “The sale of Miss Taylor and Richard Burton’s wedding bands for over $1 million after an epic 15-minute bidding war was a fitting grand finale to the live auction portion of this amazing jewelry collection. We look forward to more great results this week, as the auctions continue with sales of Elizabeth Taylor’s fashion, accessories, decorative arts and memorabilia collections.”
Die Auktion geht heute weiter mit  Mode und Accessoires von Elizabeth Taylor und morgen mit ihrer Kunstsammlung.
Abschließend noch eine kleine Information über die große Perle La Peregrina (Auszug aus einem Artikel der inzwischen eingestellten Zeitschrift Fivetonine):
Wohl um das Jahr 1515 fischt ein Sklave aus den Tiefen der Küste Panamas eine Perle. Sie ist so schön, dass sie direkt zum spanischen König Philipp II geschickt wird. Der nennt sie „La Peregrina“, die Pilgerin, und bestimmt mit diesem Namen ihr Schicksal. Denn bald wandert die Perle von einer königlichen Hand zur nächsten. Erst gehört sie Philipps zweiter Frau, der als Bloody Mary bekannte Maria Tudor, später Joseph Bonaparte, dann Queen Viktoria, noch später Kaiser Napoleon III. Im Februar 1969 liegt sie schließlich auf einem Samtkissen bei Sotheby’s. Es ist kurz vor dem Valentinstag und Richard Burton sucht noch ein Geschenk für seine „Amour fou“ mit Elizabeth Taylor. Er ersteigert die Peregrina für 37.000 Dollar und schenkt sie seiner heißgeliebten Hollywood-Diva. Die hat die Idee, sich um die Perle herum ein Kollier zaubern zu lassen, und trägt sie freudestrahlend zu Cartier. Wohin auch sonst!
Fotos: Scans Christies
Photo Credit: false

Kommentare

  • toni sagt:

    gut, das ist dann natürlich was anderes.

    hatte mir nur gedacht (man weiß ja wieviel der Schmuck ihr bedeutet hat) dann diese Erinnerungsstücke relativ schnell nach ihrem Tode zu verkaufen hat irgendwie ein Geschmäckle.

    aber wenn sie das selbst so verfügt hat ist ja alles ok.


  • parisoffice sagt:

    Ach ja und diese Perle muss weiter gereicht werden. Auf der Christies Website steht auch, ob das ein Privatmann oder ein Museum gekauft hat. Aber so viel Geld hat kein Museum.

    ich habe gerade mal meinen eigenen alten Text gesucht über Cartier und La Peregrina. Hier noch ein paar mehr Infos, eingefügt oben.


  • parisoffice sagt:

    Danke Frau Fritz. Das ist wie bei YSL. Christie's ist zu honorig, um komische Erbverkäufe zu machen.
  • FrauFritz sagt:

    PO hat recht:

    "Liz Taylor selbst hat es in ihrem Testament verfügt: All ihr Schmuck, die Kleider und Gemälde sollen zugunsten ihrer Aids Foundation unter den Hammer kommen."

    steht hier

    http://m.ftd.de/artikel/60139556.xml?v=2.0


  • parisoffice sagt:

    Toni, warum ist das denn makaber? Ein großer Teil der Erlöse geht an ihre Aids-Stiftung. Ich glaube sogar, dass sie das so testamentarisch bestimmt hat. Weiß das aber nicht genau.
  • toni sagt:

    hmm, finde ich ehrlich gesagt ein bisschen makaber.

    so nach dem Motto, jetzt ist die Alte tot, dann lasst uns mal schnell ihren schmuck verscherbeln.. naja, hat sich ja wohl ordentlich gelohnt.


  • Fräulein Mini sagt:

    Wow, den Schmuck einer Diva zu besitzen, ist wirklich kostspielig, aber auch etwas ganz Besonderes. Also wenn ich mal im Lotto gewinne... 😀