Streetstyle: Lernprozesse einer Fashion-Mama

Ich war heute morgen auf dem Spielplatz und da sitz man so auf dem Kunstrasen mit seiner alter Cordhose und den Coverse am Fuß und der riesigen Tasche voll mit den üblichen Sachen: Windeln, Feuchttüchern, Mütze, Trinkbecher, Kekse, Autos und guckt, dass Babyoffice nicht unsozial rum rempelt, nicht von der Rutsche fällt, nicht auf die Idee kommt auf die Kletterstange für 4-Jährige zu steigen und und und …. und da entdecke ich diese Frau vor mir. Mit Zwillingen. Und High Heels Stiefeln und schicker Gerard Darel Tasche, Pelzjäckchen, schicker Sonnenbrille, gut gestyltes Haar mit Toupierung und Zöpfchen. Ja, da dachte ich nur: Oh, ist die aber schick und oh, was bin ich wieder unschick. Und dann dachte ich nur: Anfängerin. Ich bin anfangs auch immer mit High Heels in den Sandkasten und auf die Rutsche. Aber, liebe Mütter, schaut Euch an, wie es weiter geht:

Kurze Zeit später kullerte meiner der Frau direkt vor die Füße und statt locker über Babyoffice hinweg zuhüpfen, wurde die gute Dame ganz aufgeregt und wusste nicht wohin. Mit ihren High Heels konnte sie schlecht hüpfen, ihr eigenes Kind lag auf der anderen Seite ihrer langen Beine, die Tasche rutschte parallel von der Schulter und ihr zweites kleines Mädchen macht sie krabbelnd derweil auf den Weg in gefährliche Zonen. Nach diesem Schockerlebnis packte die Dame ihre Kinder ein und zog von dannen.

Fazit dieser kleinen Story: Auch wenn man es vorhat und besten Willens ist, dass man selbst auf dem Kinderspielplatz die schickste Mamie aller Zeiten sein will, die Realität holt einen ein. Der Ausweg ist das typische Bobo-Styling, sprich Understatement mit Pfiff. Kaschmirpulli und vielleicht eine stylische Cordhose. Chucks sind immer eine sehr gute Alternative, dazu eine coole Lederjacke, die kaum was übel nimmt. Und dann Augen zu und durch.

Fotos: Mamaoffice

15 Kommentare zu
“Streetstyle: Lernprozesse einer Fashion-Mama”
  • oh, ja, ich erinnere mich! ich wollte auch stylish und am liebsten in high heels auf den spielplatz gehen, jetzt trage ich auch chucks. ist lustig, wie man die „neuen“ so erkennt….

  • Wahrscheinlich sind die Einzigen, die das hinbekommen könnten, die Italienerinnen. Ich habe in Florenz Mamas auf 12 cm Absätzen Fußball mit ihren Söhnen spielen sehen.
    Ich selbst bin noch keine Mama, habe aber in meinem Au Pair Jahr auch die Entwicklung von Heels zu Turnschuhen mitgemacht 😉

  • @Manuela:
    Jack Wolfskin??? …das ist genau der Grund warum ich noch keine Kinder habe!!! Aus Angst die Hormone drehen mit meiner Frau durch und sie tauscht ihr schicke Pelzjacke gegen so ne …..-Jacke!
    Ich dachte immer diese Jacken sind nur dafür gemacht, dass man damit auf irgendwelche Berge steigen kann. Ist n Sandhaufen n Berg???

  • hmmm, genau miene Rede, ich frage mich die ganze Zeit, wie zum Henkel es Victoria Beckham mit 12 cm Absätzen und mit 3 Söhnen durch Rom schaffte???

  • @Milla: Man sagte mir, dass es ab einem bestimmten Alter besser werden würde. Ab wann? Bitte um Aufklärung.

    und @Manuela: Naja, Jack Wolfskin oder auch etwas schicker Moncler, Pyrenex, etc. Aber ich sag; Am besten Leder, kann man abwischen und je verkratzer und speckiger, desto besser sieht die Jacke aus.
    Meine Cordhose von 1990 kann ich auch bald teuer verkaufen, so wie die aussieht. Abgeschürft an den Knien und so. Derzeit sehr cool. Sogar meine Jeans sind so oft gewaschen und durch ständiges Hoppe, hoppe Reiter…. getragen, dass die nun Risse am Oberschenkel bekommen. Dafür muss man derzeit viel Geld hinlegen. Wenn man das ganz neu haben will.

  • Die Wahrheit aus eigener Erfahrung: Erst ab ca. 4 Jahren, wenn die Motorik richtig gut wird, nicht mehr ueberall Spucke und Essen verschmiert wird und der gesunde Menschenverstand bzw. die Kommunikation ganz gut funktioniert, kann man die High Heels wieder heraus holen (aber auch jetzt sind sie auf dem Spielplatz fehl am Platz) – und die Prada Roecke…Davor habe ich es mit Jeans, Leder (genau!) und Rick Owens (waschbar) ganz gut ausgehalten und der ewigen Wanderjackenfraktion getrotzt.

  • Jack Wolfskin? Das ist der Grund warum es so viele alleinerziehende Frauen gibt!

    Ich finde ja eher den Kunstrasen bedenklich. Macht es Kinder nicht mehr Spass sich durch Sand zu wühlen und auf Natur zu toben? Das sieht doch schon aus, als ob eben genau für Frauen wie die im Bild ausgelegt ist und nicht für die Kinder, die da eigentlich ihren Spass haben sollten.

  • @Rene: die Spielplätze im Paris sind klasse, glaube mir, die Kids haben Spaß ohne Ende, aber die Verleztungsgefahr ist durch die gummiartige Kiesimitation, oder was es immer sein mag, wesentlich geringer. Ah ja, und Sandkasten gibt es fast überall zusätzlich.

  • @Stena: Danke, also zwei Jahre muss ich noch aushalten.

    @Rene: Ich kann da Milla nur zustimmen. Es gibt auch kaum Rasen in Paris, den man betreten darf und wenn ja, dann sind sie voller Zigarettenstummel, Spritzen, Chipstüten etc. Die speziellen Kids-Plätze sind echt gut. Und ansonsten gehen alle ins Palais Royal und spielen im Kies-Staub. Das ist grenzwertig, aber die Kinder haben Spaß.
    Milla kennst du den Spielplatz im Marais mit dem super dicken Sand? Den kann ich empfehlen.

  • Meiner ist 8, ab ca. 3-4 Jahren wird es wirklich leichter. Aber warum willst Du denn auf dem Spielplatz Absätze? Zum Kinderwagenschieben – ja. Aber ansonsten hibts es so viele schöne und coole Boots. Damit bist Du die Spielplatzfashionista schlecht hin. Ach ja:Wedges als Alernative bzw. Kompromiss gehen im Sand wunderbar.

  • @ Jana, ich habe ganz wenige flache Schuhe für den Winter. Ich bin ja nicht so groß. Kurzum: Ich muss mir ein paar mehr flache Treter kaufen. Ich habe ständig die Chucks an und die Supergas.

  • Meiner ist 8, ab ca. 3-4 Jahren wird es wirklich leichter. Aber warum willst Du denn auf dem Spielplatz Absätze? Zum Kinderwagenschieben – ja. Aber ansonsten hibts es so viele schöne und coole Boots. Damit bist Du die Spielplatzfashionista schlecht hin. Ach ja:Wedges als Alernative bzw. Kompromiss gehen im Sand wunderbar.

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