Brigitte Bardot wird eine Modelinie

Die Frage stellt sich: Braucht Brigitte Bardot Geld, um aggressive Hunde zu retten, ihre angeschlagenes Image wieder aufzupolieren oder sich endlich von ihrem rechtsradikalen Lover frei zu kaufen? Die Sexikone mit dem einst schönsten Zahnlücken-Lächeln der Welt ist in den letzten Jahren nur durch negative Schlagzeilen aufgefallen. Zuletzt engagierte sie sich für einen Hund, der vorher ein kleines, vierjähriges Mädchen angegriffen und verstümmelt hatte mit dem Vorwurf, dass Eltern ihre Kinder ohne Aufsicht mit Hunden zusammenkommen lassen. Das war im August.
Mehr oder minder im gleichen Monat entstand das Bild dort oben auf der Pariser Modemesse Who's next. Nirgendswo auf der Messe war der Andrang größer als beim Stand der neuen Modelinie Brigitte Bardot. Die Einkäufer standen Schlange, um Vichykleidchen und kurze Jeans-Pants oder T-Shirt zu ordern, auf denen geschrieben steht: I love Brigitte. Hier gehts zu Website.
Was steckt da hinter? Dahinter stecht Sarah Wayne, die eine eigene Modelinie hat und mir ebenso unfreundlich, wie es die Schlagzeilen von Brigitte Bardot sind, Rede und Antwort stand. Also Sarah Wayne, Pariserin und geschätzte Anfang 30, Kind wohl aus dem Sentierviertel, wie ich denke (ich wohne hier und bin Sorgen gewöhnt was das Benehmen der hiesigen Herrschaften betrifft) hatte die Idee, Brigtte zu fragen, ob sie denn nicht eine Modelinie machen will und dabei was verdienen möchte. Die Ex-Sexikone sagte ja, man schloß zentimeterdicke Verträge (O-Ton Wayne: "es sind sehr große Verträge"), dann schaute man gemeinsam in die Mottenkiste in St. Tropez und suchte die alten Sachen raus. Brigitte nickte oder schüttelte den Kopf, so entstand langsam die Kollektion aus ihren Kultklamotten. "Sie ist stark involviert", sagt Wayne und freut sich, denn die Kollektion verkaufte sich auf der Messe wie warme Semmeln. "Wir haben Orders aus der ganzen Welt." Bestseller sind die Vichy-Karo-Sachen.
Es gibt vom Bikini bis zum  Kleid alles. Die Preise liegen bei T-Shirts um 40 Euro.
Die Idee zur Koop kam durch Lancel, gibt Wayne zu. Die hatten einen B.B. Sac gemacht. Wir hatten berichtet. Start der neuen Linie ist  im Sommer kommenden Jahres. Irgendwann werden die dann auch mal die Kollektion zeigen. Hier gibt es kleinen Vorgeschmack. Für die Bilder habe ich übrigens mein Leben riskiert. Gleich hätten sie die aggressiven Bullterrier von Bardots-Tierschutzstiftung auf mich los gelassen. Die Mitarbeiterin war kurz davor, mir die Kamera aus der Hand zu reißen. Ich konnte gerade noch flüchten und schrie die ganze Zeit: "Ich bin Journalistin." Doch das wirkte auch nicht. Die Infos habe ich dann wenige Monate später auf einer anderen Messe ergattert. Vorher habe ich eine Maske aufgesetzt, damit sie mich nicht wieder erkennen.
Fotos: Scan der website, Bild Whos Next, und parisoffice, inzwischen verletzt mit zerbissenen Arm durch einen Bardot-Terrier
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