"Pariser Missgeschicke" oder "Es gibt keinen Anstand mehr"

Mal abgesehen, dass in Paris alle Schauen immer ewig zu spät anfangen und die nachfolgenden Schauenorte immer am anderen Ende der Stadt liegen, so sollte man doch die Contenance wahren. Meine ich. Ok, das ist alles ein bisschen chaotisch hier. Wenn man hier lebt, gewöhnt man sich daran, aber die ganzen eingeflogenen Fashionistas (vor allem die aus NY) können sich nur schwer auf das Pariser Chaos einstellen. Und dann passierte das gestern bei Margiela: Während die Models den Abschlusslauf liefen, stand die gesamte Front Row auf und stürmte nach draußen. Die Model wussten gar nicht, wie ihnen geschah. Die verstanden das gar nicht. Der Grund war einfach: Danach war Lanvin und das wollte niemand verpassen. Die brav auf ihren Stühlen saßen und danach den offiziellen Schauenbus nahmen, hatten das Nachsehen. Die kamen an, als die Lanvin Show sich ihrem Ende neigte.
Vielleicht dennoch ein Hinweis an Margiela: Bei einem solchen Schauenort (13.Arrondissement) und einem solch langen Laufsteg, muss man die Zahl der Passagen (40 an der Zahl) minimieren oder wenigstens pünktlicher anfangen.
Ach und bei Balenciaga, wo nur die Creme de la Creme der Journalie eingeladen wird, krachten die Bänke zusammen und die Gäste mussten die Schau im Stehen verfolgen.
Foto: parisoffice / Modepilot
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Kommentare

  • sylvie sagt:

    danke für diese nette story..:))
  • Kathrin Bierling sagt:

    Während der Schau über den Laufsteg? Da ist wie nackig während eines Länderspiels übers Fußballfeld rennen!