Oh, Sole Mio!

New York. Muss das sein? Der Streit zwischen Schuhdesigner Christian Louboutin und Modemarke Yves Saint Laurent um die rote Sohle geht weiter. Das von Louboutin zu seinem Markenzeichen gemachte Stilmittel (in den USA eingetragen seit 1997) wurde jüngst auch von YSL verwendet – wie die Marke im Übrigen auch grüne, blaue oder violettfarbene Sohlen für entsprechende Schuhe verwendet.
Tribtoo-Pumps von YSL, über Bluefly, Net-a-porter und Saks Fifth Avenue (den Roten würde ich mir sichern!)
Louboutins Anwälte reichten im April diesen Jahres am Bundesgericht von Manhattan eine Klage gegen Yves Saint Laurent ein. Mit ihr soll ein Verkaufsstopp der roten-Sohlen-Schuhe von YSL und eine Million Dollar Schadensersatz erwirkt werden. Die Anwälte von Yves Saint Laurent hingegen argumentieren, dass rote Sohlen seit Jahren auch von anderen Marken verwendet werden. Außerdem seien sie ein altes Stilmerkmal, das man bereits von Dorothy in 'Der Zauberer von Oz' und von König Louis XIV kenne.
Ich frage mich nur, ob Louboutin gegen all die Billigmarken, die rote Sohlen für ihre Pumps verwenden, rechtlich vorgeht. Oder, ob er sich nur von einer Luxusmarke wie Yves Saint Laurent betrogen und bedroht fühlt.
Fotos: Bluefly (2), Net-a-porter, Saks Fifth Avenue
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Kommentare

  • Rene sagt:

    Vielleicht hätte man sich schwarze, braune und beige Sohlen mal patentieren lassen sollen, damit liese sich dann gleich die ganze Schuhindustrie verklagen.

    Logisch aber, dass Louboutin in den USA klagt. In Europa würden solche Blödsinnsklagen gleich abgeschmettert werden.


    Ich glaube ja, dass die Nummer für Herrn Louboutin sehr peinlich werden könnte. Nämlich dann, wenn andere Marken mal in den Archiven kramen und vielleicht Anzeichen dafür finden, dass er sich auch mal hier und da die ein oder andere 'Inspiration' geholt hat.
    Fazit: Sohlen, in welcher Farbe auch immer, sind ein Stilmittel und kein Markenzeichen, wie zum Beispiel ein Logo oder ein komplettes Design eines Schuhs. Die Klage ist weit weniger begründet als zum Beispiel die von Proenza Schouler gegen Primark, denn da geht's wirklich im eine platte Kopie.
  • maria sagt:

    schwache rechtschreibung! es heißt "manhattan" und "verkaufsstopp".
  • Mina sagt:

    und wenn man die Rechtschreibung ganz genau nimmt, liebe Maria dann hättest du die zwei Begrifflichkeiten, inklusive "Rechtschreibung" groß schreiben müssen..... so viel dazu.
  • Reiners sagt:

    Mädels ! Nicht streiten , macht nur Falten.
  • Daisydora sagt:

    Ich bin da eindeutig auf der Seite von Louboutin. Denn, welchen Sinn hätte der Schutz von originären Ideen sonst noch? Und sicher ist es für YSL einträglicher, einen Rote-Sohlen-Skandal vom Zaun zu brechen, als für irgendeinen der Billigheimer. Ich finde, alle Labels haben die Chance, sich gute Markenzeichen, etc. zu überlegen und müssen nicht bei den Innovatoren wildern gehen.
    @Rene
    Wenn du deine Ideen sauber und ganz nebenbei auch teuer bezahlt schützen lässt, dann sind rein rechtlich auch Rote Sohlen zu schützen. Der einzige Grund, weshalb YSL Rote Sohlen montiert, ist der, den Louboutin darin erkannt hat und sehr wahrscheinlich verhindern kann.
  • Mira sagt:

    Finde ich in dem Fall einfach unberechtigt... zb die HI Bekett Schuhe von Marant sind genial und in der Form bei den großen Labels bestimmt einzigartig! Eine Rote Sohle jedoch gab es schon vor Louboutin! Niemand ist nur bisher auf die Idee gekommen sie patentieren zu lassen, da es einfach selbstverständlich war!
  • Rene sagt:

    @Daisydora: Vielleicht sollten die Rechteinhaber vvon Elsa Schiaparelli auch mal darüber nachdenken Herrn Louboutin zu verklagen?
    http://www.internetprojekte-in-der-schule.de/projekte/kunstundmode/sites/dali-2/images/schuhhut.jpg
  • Daisydora sagt:

    @Rene
    Hätten sie diese Idee geschützt, so wäre diese Klage längst eingebracht ...
    ...die Frage kann nur lauten, wozu ist der Marken- und Ideenschutz da, wenn das dann mal so und mal anders ausgelegt wird ... Ich finde es müßig, über etwas zu streiten, das ohnehin rechtlich festgeschrieben ist ... aber man kann natürlich der Meinung sein, dass diese Art Ideenschutz abgeschafft werden sollte .....
  • Rene sagt:

    Vorteilhafter wäre, wenn sich die Beamten in den Behörden mit dem was sie zu patentieren oder markenrechtlich zu schützen haben auskennen würden.
  • Kathrin Bierling sagt:

    Das schützenswerte "Geschmacksmuster" muss neu und eigen sein. Was weiß ein Beamter schon von Stilettos? Da hat ein Patentanwalt vermutlich leichtes Spiel...
  • Daisydora sagt:

    Ich vermute auch, Mons. Louboutin ist nicht selbst mit seinem Prototyp, den Formularen und Skizzen auf das Pariser Patentamt getapert, hat das, wie modejournalistin konstatiert, einen Fachanwalt erledigen lassen. Das wird, so weit ich weiß, so gut verschlagwortet, kategorisiert und visuell dokumentiert, so dass ein Programm nach ählichen Gebrauchsmustern im Rechenzentrum suchen dann... und wenn sich da nix zeigt, ist man eben der Erste und bekommt die Idee geschützt.
    Meine Erfahrung ist die, dass heute selbst ein Zollbeamter in Bochum auf einen Blick sieht, ob eine Fendi Bagurette echt ist. Für doof halte ich die Beamten eher nicht. Schon gar nicht in Paris und New York, wo ja ab und an was von Luxusmarken kommt.
  • Entscheidung: Rote Sohlen für alle! > Schuhe > Modepilot sagt:

    [...] York. Die richterliche Entscheidung zum Streit um die rote Sohle ist gefallen: Yves Saint Laurent darf Schuhe mit roten Sohlen weiterhin verkaufen (andere auch). [...]
  • Horstson » Blog Archiv » Rote Sohlen Parvenu’s? sagt:

    [...] vom besten Modeblog Deutschlands, dem Modepilot, hatte das heikle Thema schon am 2.August in ihrem Bericht Oh, Sole Mio! zur Sprache gebracht und informierte darüber, dass Louboutins Anwälte im April diesen [...]