Die Reimanns weiter auf Einkaufstour: Belstaff

WWD hat gestern veröffentlicht, dass die schweizerische Labelux Grupp Belstaff gekauft hat. In dieser Meldung stecken zwei Fehler. Erstens ist Labelux österreichisch und gehört wie hier schon berichtet der deutschen Familie Reimann und zweitens ist der Kauf bereits Ende April über die Bühne gegangen, wie der Standard aus Österreich berichtete.
Die dünne Vanessa Friedman, die es eben auch erst jetzt von WWD erfuhr, wundert sich auf Style.com, was denn das nun soll und welchen Sinn das mache und zieht hier Vergleiche an zu LVMH, PPR und Richmont. Sie meine, die Gruppe wäre zu eklektisch. Naja, das kann man nun so sehen, aber wenn wir mal zurückdenken, wie Monsieur Arnaud anfing. Der kaufte Dior und hatte ansonsten nur so Schrott im Portfolio und alte Textilfirmen aus seiner Familie. Wer eine Luxusgruppe aufbauen will, muss halt am Anfang kleine Brötchen backen. Vielleicht passt Belstaff nicht perfekt zu Jimmy Choo und Bally, aber who cares? Die Reimanns scheinen Kohle zu haben und so kaufen sie halt, was schick und ein bisschen Heritage hat. Belstaff ist da nicht das Schlechteste und am allerbesten ist es doch, wenn Firmen in einer Gruppe ihre Identität wahren können und die Synergieeffekte durch gemeine Buchhaltung oder andere langweilige Management-Funktionen kommen. Bei LVMH ist auch jede Firma unabhängig und nur der Oberchef sagt an, wohin die Hasen laufen. Das kann auch bei Labelux funktionieren. Deren Schwesterfirma Coty macht es vor: Die haben vom billigsten Sängerinnen- und Werbesternchen-Parfum bis zu Balanciaga alles im Potfolio und das klappt ja auch.
Foto: Scan Website
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Kommentare

  • Daisydora sagt:

    Ihr habt einfach insgesamt Durchblick und seid mit Wissen am Werk, es ist für mich immer wieder ein Vergnügen, von euch informiert zu werden, ohne mir Nonsens reinzuziehen....
  • Barbara Markert sagt:

    Danke, Daisydora.