Jimmy Choo wird deutsch

Bei der Bemerkung, dass die "deutsch" werden, habe ich mich ein bisschen aus dem Fenster gehängt. Genau genommen wird das berühmte Schuhlabel nun erstmal österreichisch. Denn: Der Fonds Labelux, der in Wien sitzt, der aber der Beauty-Marke Coty gehört, die wiederum im Besitz der sehr diskreten deutschen Familie Reimann ist, hat Jimmy Choo gekauft. Angeblich für 600 Mio. Euro, so Le Figaro. Das wäre dreimal mehr als der Vorbesitzer bezahlt hätte, denn Jimmy Choo wandert auf High Heels von einem neuen Eigentümer zum nächsten.
Bei Labellux ist der Neuankömmling nicht die einzige Schuhmarke. Der Fonds besitzt bereits Bally, aber auch Derek Lam, Solange Azagury und Zagliani. Neben den ganzen geilen Parfumlinzenzen, die Coty hält, ist das nun schon ein ansehnliches Packet. Jimmy Choo Managerin und Chefin Tamara Mellon behält übrigens ihre 15% Beteiligung und bleibt auch weiter auf ihrem Posten.
Immer mehr steigen also die Beauty-Firmen in die Mode ein. Erst vor kurzem sicherte sich Puig aus Spanien die Mehrheit an Gaultier. Scheinbar wollen die Firmen den Luxusmarkt nicht mehr allein den beiden Riesen PPR und LVMH überlassen.
Foto: Scan Website Jimmy Choo
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Kommentare

  • Die Reimanns weiter auf Einkaufstour: Belstaff > -Mode- > Modepilot sagt:

    [...] gekauft hat. In dieser Meldung stecken zwei Fehler. Erstens ist Labelux österreichisch und gehört wie hier schon berichtet der deutschen Familie Reimann und zweitens ist der Kauf bereits Ende April über die Bühne gegangen, wie der Standard aus [...]
  • Tamara Mellon verlässt Jimmy Choo « Modepilot sagt:

    [...] Jahres hatte der schweizer-österreichisch-deutsche Luxusfonds Labelux das Unternehmen übernommen (wir berichteten).  Die Nachfolge im kreativen Part werden in der Schuhfirma wohl Sandra Choi und Simon Holloway, [...]