Verlosung * EU-Verbot Plastiktüten * Buch-Tipp Stofftaschen

Spiegel Online meldete letzte Woche, dass wir alle pro Jahr 500 Plastiktüten verwenden. In Frankreich stimmt das alle mal, denn hier drängeln sie einem Tüten wahrlich auf. Die EU will nun die Tragetaschen besteuern oder ganz verbieten. Ich bin für ganz verbieten. Denn das mit der Besteuerung klappt nur, wenn die Steuer wirklich hoch ist. In Frankreich kostet eine Plastiktüte in der Regel 0,03 Euro. Lächerlich. Bei Monoprix, der Edel-Supermarkt-Kette von Galeries Lafayette hatte man vor einem halben Jahr Kassen, an denen man mit seiner eigenen Tasche kommen musste. Das Projekt scheiterte kläglich, nun gibt es wieder Tüten umsonst, die so eine schlechte Qualität haben, dass ich sie selbst als Windeltüte kaum hernehmen kann.
So kann es nicht weitergehen, deswegen rufe ich Euch auf, an der Umfrage der EU mitzumachen, die herausfinden will, ob besteuern oder verbieten. BITTE MITMACHEN: Hier gehts zur Umfrage.
Aber wir brauchen Alternativen für die Tüten und zwar Stylische. Weil Modepilot hier seinen Beitrag leisten möchte, verlose ich hier eine nicht mehr erhältliche Textiltasche mit schickem Libertymuster, die es bei NUR bei Monoprix in Paris und nur in limitierter Auflage gab.
Mal als Hinweis, Monoprix ist nicht irgendein Supermarkt. Dort kauft Inès de la Fressange ihre Wäsche und ihre Nachtwäsche und die offizielle Vogue-Korrespondentin und freie Vogue-Mitarbeiter wie  ich die Kinderklamotten. Cooler als die von H&M. Kurzum: Monoprix ist super und ich habe mir diese geile Einkaufstasche, die superklein in jede Handtasche passt, auch gesichert. Die ist absolut AUSVERKAUFT UND GIBT ES NUR BEI MODEPILOT ZU GEWINNEN!!
Ja, ich muss ein bisschen Werbung machen, weil natürlich ein doofer Textil-Supermarkt-Einkaufssack nicht mit Deisgner-Lippenstiften und den sonstigen Verlosungen von der Modejournalistin mithalten kann, aber Le Sac hier ist hübsch und wenn ihr  ihn immer bei Euch tragt und damit einkauft, helft ihr den Müllberg zu verringern. Und genau das wollen wir doch alle. So schaut das Ding ausgepackt aus. Da passt ein ganzer Single-Haushalt-Einkauf für eine Woche rein und zwar ohne Probleme:
Mitmachen kann jeder, der bei er EU Umfrage seine Stimme abgegeben hat und mir seine ökologische Gesinnung klar deutlich machen kann. Einsendeschluss ist Dienstag, 24.5.2011 um 23 Uhr.
Kommen wir zu den Alternativen für alle, die bei der Verlosung leer ausgehen. Eine der besten Einkaufstüten sind Jute-Stofftaschen. Die sind genial und klein zu falten, aber meistens hässlich. Auch hier könnte man es stylischer haben. Wahnsinnig viele gute Ideen zum Abkupfern, bzw. wo man schicke Jutetaschen bestellen kann, liefert das Buch "Coole Stofftaschen" von Jitesh Patel. Der Klappentitel ist selbst eine Stofftasche, designed von Londonerin Gemma Correll, die auch für Hermès arbeitet.
Das Buch mit Tasche kostet 19,95 Euro (erschienen im Knesebeck-Verlag) und ist sein Geld wert, vor allem dann, wenn wir alle für eine Abschaffung der Plastiktüten abgestimmt haben.  Also abstimmen und kaufen.
Denn ich zitiere aus dem Spiegel Online Artikel: Ein EU-Bürger verwende pro Jahr im Durchschnitt 500 Plastiktragetaschen - die meisten nur ein einziges Mal. Allein im Mittelmeer trieben derzeit rund 250 Milliarden Kunststoffteilchen mit einem Gesamtgewicht von 500 Tonnen. Und bis zu ihrer Zersetzung könne es Jahrhunderte dauern.
Fotos: parisoffice, Chez Clairette, PR
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Kommentare

  • Nama sagt:

    Alleine schon dafür, dass man den EU-Fragebogen ausgefüllt hat, verdient man einen Preis. Diese Behördensprache...Also Anforderung Nr. 1 erfüllt 🙂
    Ich habe zum Einkaufen immer ein paar Stoffbeutel dabei. Und eine groooße Tasche sowieso. So kann ich die beflissenen Verkäuferinnen davon abhalten, meine Einkäufe in Plastiktüten zu verpacken. Das erfordert Reaktionsvermögen, denn so schnell wie die Sachen eingepackt sind, kann ich manchmal gar nicht sagen: "Nein, danke. Ich brauche keine Tüte." Falls ich meine Beutel doch mal vergessen habe, kaufe ich Papiertaschen.
    Für den Lebensmittel-Großeinkauf benutze ich schon seit Jahren große und stabile Kunststoff-Tragetaschen, die ich mir beim französischen Supermarkt Champion gekauft habe: http://www.champion.be/wach/magasin/bag.jsp. Champion finanziert mit den Erlösen aus den Taschen Projekte des WWF.
    Außerdem beziehe ich eine Öko-Kiste vom regionalen Bio-Bauern, benutze meistens das Fahrrad, kaufe Second-Hand-Klamotten (vor allem fürs Kind), esse kein Fleisch und kaufe keine Klamotten und Schuhe aus Leder.
  • Steffi sagt:

    ich habs ausgefüllt, weil mich das ganze Eingetüte auch immer nervt (verwende die Plastiktüten allerdings auch mehrfach oder als Mülltüten dann) und versuche immer dran zu denken, eine Stofftasche dabei zu haben.. die ist allerdings nicht so chic wie die die hier verlost wird 😉
  • Trabita sagt:

    Wow,..Nama hat scheinbar den Öko-Dreh raus. Auf Leder und Fleisch kann ich leider nicht verzichten. Aber ich bin starker Verfechter von "Wo gespart werden kan, spare (und/oder verwende wieder)"...am Besten dann auch noch mit Stil! 😉
  • auchmilan sagt:

    hier in italien sind plastiktüten seit anfang des jahres verboten, erlaubt sind nur noch solche aus abbaubarem kunststoff oder papier... war ungewohnt als ich neulich bei h&m eine papiertüte bekommen habe.

    zum einkaufen nehme ich jetzt die baumwolltaschen von der tranoi 🙂 ....die sind super geräumig und robust


  • Nama sagt:

    @Trabita: Öko mit Stil finde ich gut. Verzicht muss ja nicht mit Stilverlust einhergehen. Habe mich seit der Geburt meines Sohnes viel mit nachhaltiger Lebensweise beschäftigt. Vieles kam nach und nach und hört sich aufgelistet immer so nach "Super-Loha" an. Aber wenn's die Welt ein bisschen besser macht...Und was tut man als Frau nicht alles für eine Tasche? 😉
  • simone sagt:

    Nama soll die Tasche gewinnen 🙂
  • Annike sagt:

    So, die Umfrage ist erledigt.
    Ich habe in jeder Handtasche einen so genannten "Hamsterbeutel", damit ich beim Einkaufen keine Plastiktüten brauche. Nur für meine neue Tasche habe ich noch keinen Beutel, die Verlosung kommt also gerade recht. Vielleicht habe ich ja Glück.
    Zum Großeinkauf habe ich im Auto eine Klappbox und mehrere Kühltüten für die Lebensmittel.

    Ich denke, mit ein bisschen gutem Willen kann auch jetzt schon jeder seinen Teil zum Umweltschutz leisten.

    Schade, dass es immer erst Gesetzte und Auflagen geben muß bis bei vielen ein Umdenken erfolgt.


    Grüne Grüße

    Silke


  • Johanna sagt:

    Wenn ich einkaufen gehe, also Lebensmittel, nehme ich immer eine bereits benutzte Plastiktüte mit, um nicht eine neue kaufen zu müssen - nicht wegen des Geldes, sonder aus ökologischen Gründen. Ich bin generell sehr ökologisch eingestellt: Ich fahre kaum Auto (so gut wie gar nicht), Licht und Wasser aus, Vegetarierin und so weiter...

    Aber wenn ich shoppen gehe, also Kleider, dann vergesse ich es meistens, Tüten mitzunehmen... Ein Verbot würde mich also auch in diesem Falle dazu zwingen, was ich nur begrüßen könnte.

    Und diesen schicken Beutel würde ich auch freiwillig mitnehmen!


  • Barbara Markert sagt:

    @Johanna, beim Klamottenkauf ist das meist ein Problem, wenn man die Tüte nicht will. Ich biete es immer wieder an, dass man die Sachen in die schon von mir mitgebrachte Tüte steckt (außer, wenn ich bei Dior einkaufe, was ja wöchentlich vorkommt) und immer stoße ich auf Verweigerung an der Kasse, weil die sagen, dass ich aufgrund der Sicherheitsmaßnahmen im Laden besser die Tüte nehmen soll. Nicht ideal.

    Aber alle H&M-/Zara-/Mango-Tüten werden dann wie bei Dir fleißig wieder benützt. Unter uns: Papiertüten sind da auch keine wirkliche Alternative, auch wenn ich den Hinweis von Auchmilan sehr interessant finde. Denn die lassen sich nicht klein falten, reißen schnell aus, kann man nicht als Mülltüte wiederverwenden. Also wie verpacken die Läden dann künftig ihre Sachen?


  • Annike sagt:

    Da habe ich wohl meistens Glück bei den Verkäuferinnen, denn oft fragen sie: "Geht das noch mit in die Tasche rein?" Aufgedrängt werden mir die Tüten nicht. Aber auch wenn man bewußt mit der Tütenvergabe umgeht, sammelt sich eine ganze Menge an. Die Papiertüten nehme ich zum Altpapiersammeln, für getrocknetes Brot (Tierfutter) oder zum Basteln mit den Kindern. Die Plastiktüten kommen natürlich auch wieder zum Einsatz als Transportbeutel, Müllbeutel und Windelbeutel für Unterwegs. Ich denke, es ist sehr wichtig mit der Umwelt (Natur und Tiere) rücksichtsvoll umzugehen, denn es soll ja auch für die Kinder noch eine schöne Welt sein und auch Tiere haben Grundbedürfnisse, die wir achten sollten. Deshalb kaufe ich vorwiegend Bioprodukte und versuche meinen Kindern die Achtung vor der Natur und den Tieren beizubringen.
  • mike hagemann sagt:

    Hier ein Plastiktüten Buch, ist auch sein Preiswert!!!

    http://www.springer.com/architecture+%26+design/arts/book/978-3-7091-0478-1


  • Barbara Markert sagt:

    Gewinner des Monoprix-Einkaufssacks: Nama! Weil sie vorbildhaft lebt. Bravo!

    Sorry, die Gewinnmitteilung kommt verspätet. Bei uns ist gerade der Doppelkinderwagen kaputt und das Kind meiner Betreuung krank. Alles ein bisschen Chaos.

    Nama, bitte schreibe mir eine Mail mit Deiner Anschrift etc. an parisoffice@modepilot.de


  • Nama sagt:

    Die Freude ist groß. Danke!
  • CoolPlanet sagt:

    Nachhaltigkeit und damit u.a. das Reduzieren und Einsparen von Verpackungen ist sicher kein falscher Ansatz. Aber hier wird mit Kanonen auf Spatzen geschossen. Die Zahl der 500 Tüten pro Jahr im EU-Durchschnitt ist irreführend denn da treiben die in aller Regel kostenlos verteilten "Knistertüten" in den südeuropäischen Ländern den Schnitt nach oben. In Deutschland sind es durchschnittlich unter 100. Und die landen auch nicht am Strand oder gar im Ozean sondern werden recycelt oder thermisch verwertet. Da haben wir in Deutschland ein gutes System, das allerdings in vielen anderen Ländern (besonders in Südeuropa) nicht existiert.
    Trotzdem ist es natürlich völlig ok, unnötige Verpackung einzusparen. Aber bitte nicht zugusten mit Perstiziden versetzten Jutebeuteln, die der Bäcker oder Metzger gebraucht schon aus Gründen des Lebensmittelrechts nicht über die Theke heben darf.
    Und: ja, ich bin in dieser Branche beschäftigt und bin deshalb auch sicher nicht immer zu 100% objektiv obwohl ich mich darum bemühe.
    Und noch ein Wort zu den französischen Lebensmittelmultis: die haben's nämlich wirklich drauf. Die sparen 40 Millionen Euro/Jahr, indem sie die bisher kostenlos verteilten "Knistertüten" nicht mehr ausgeben. Stattdessen verkaufen sie die teuren "Longlife"-Taschen mit einer satten Rendite. Und oben drauf noch die Müllbeutel auf der Rolle weil man ja die Plastiktüten nicht mehr hat. Und die Krönung ist, dass die dann noch als Umweltpioniere gefeiert werden. Wow ...
  • Freiburger sagt:

    Hallo zusammen,
    ich finde, dass wir alle - egal wieviel Aufwand es verbunden ist, daran teilnehmen. die Verlosung ist doch zweitrangig.

    Und wenn mal mal über den CO2 Fußabdruck recherchiert, der läßt auch die Papiertüte liegen. Die ist nämlich noch schädlicher im Vergleich zu PE-Tüten.

    Und wenn auf http://www.coplare.de/app/download/4032949402/LocalBeach_GlobalGarbage_Statistik.pdf liest, dass unser deutscher Plastikmüll vor Brasilien auf Rang 5 liegt, wird´s höchste Zeit. Aber dort gehen unsere Politiker und Lobbyisten nicht baden.


    Also bitte noch bis 9. August abstimmen und alle Freunde, Bekannte und Arbeitskollegen zum mitmachen motivieren.

    Danke und beste Grüße

    Freiburger