Polemik um das Dior-Plakat am Justizpalast

Paris hat viele Denkmäler und die müssen ständig restauriert werden. Paris hat viele Luxusfirmen und die haben Geld. Dank eines neuen Gesetz dürfen nun die Firmen auf den Baugerüsten werben und die Werbeeinnahmen finanzieren die Restauration. So weit so gut. Doch nun wirbt Dior in monströser Größe just am Justizpalast, wo Ihr Ex-Designer John Galliano bald wegen seiner rassistischen Diffamierungen vorstellig werden muss. Wie findet man das? Unerhört, findet das Richard Samas-Santafe von der Gewerkschaft der Magistrate. Fragt bitte nicht, was das ist – anscheinend so eine Art Justizgewerkschaft). "Prinzipienlos und ein Zeichen für die marode Lage der französischen Justiz", echauffiert sich Samas. 200.000 Euro zahlt Dior angeblich dafür. 2 Mio. kostet die Fassaden-Restauration. Geworben werden darf von März bis Oktober.
Das Plakat ist übrigens wirklich wahnsinnig groß. Ich bin da noch ein Stück die Seine runter und noch immer beherrscht die J'adore-Werbung die Szenerie.
Auch beim Le Bon Marche sind derzeit ALLE Schaufenster mit Dior dekoriert. Auch das wurde sicherlich teuer bezahlt. Die Firma haut gerade das Geld raus. Um das Image weiter zu polieren nach dem Skandal? Ich finde, das ist eher kontraproduktiv. Die haben damals schnell und gut reagiert. Konsequenzen gezogen. Nun müssen sie eben damit leben und die Kollektion wird sich dennoch verkaufen. Das Parfum eh.
Fotos: Modepilot / parisoffice
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Kommentare

  • claudia sagt:

    Haha.... So langsam wundert mich in meinem geliebten F-Land so gar nix mehr , die französische Fussballmannschaft die in lächerlichen Trikots antreten und nun das... Da muss ich hin...und festhalten für 2012!:/)

    Welch ein Stadel!


  • Tina sagt:

    Ist doch egal. Werbung hängt ja mittlerweile überall. Und J’adore stinkt.