Das Colette-Phänomen

Ich weiß nicht, wie es Euch geht, aber ich bin mir nie sicher, was ich von Colette halten soll. Klar, die waren schon ein Concept Store, als andere das Wort nicht mal buchstabieren konnten. Und ich finde dort auch immer ein Kleinteil, das dann irgendwer zum Geburtstag geschenkt bekommt. Aber trotzdem eiere ich jedes Mal durchs Sortiment und käme niemals auf die Idee, etwas anzuprobieren oder gar zu kaufen - wir reden jetzt von der Klamotte, die ja irgendwie ganz untergeht, weil das Erdgeschoss so dominant den Eindruck eines Geschenkartikelladens vermittelt.
Das wundert mich immer, denn im Schaufenster gibt es oft Mode zu sehen. Und wie immer war auch diese Woche während der Herrenschauen und Haute Couture der Eingangsbereich gerammelt voll, ebenso wie die anderen Bereiche, aber gekauft werden nur Bücher und Krimskrams, so zumindest mein Eindruck. Der Sinn dieses Posts: Ich wollte das nur mal los geworden sein und fragen, ob hier irgendwer irgendwen kennt, der jemals etwas zum Anziehen bei Colette gekauft hat.
P.S. Im Laden zu fotografieren war strengstens untersagt.
Fotos: Mainlandoffice/Modepilot
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Kommentare

  • Milla sagt:

    Ich bin so erleitert, dass Du es sagst! Und nein, ich kenne auch niemanden, der dort je eingekauft hat, und die etage ist viel zu ungemütlich um etwas anzuprobieren. Obwohl die Idee zu funkionieren scheint, habe ich keine Ahnung, wie sie in der Straße mit Kleinkram die Miete zusammenbekommen, es muß ein Vermögen sein.
  • mainlandoffice sagt:

    angeblich kommen ab und an promis, kaufen dann eine latte komplett-outfits und lassen so auf einen schlag 100.000 euro im laden. ich weiß es auch nicht...

    und ich glaube, die idee des ladens ist eher die eines showrooms. vielleicht nehmen die das zeugs auch nur auf kommission.


  • san sagt:

    exakt das Gleiche denke ich mir seit Jahren bei CorsoComo10. Dort habe ich auch noch nie jemanden mehr als ein Stück Kleidung anprobieren oder kaufen gesehen. Vielleicht ist der online-store des Rätsel's Lösung?

    ich denke, das ist zum Teil nicht mal auf Kommission, sondern das geht direkt in die Brand-Boutique zurück, wenn nicht verkauft.


  • mainlandoffice sagt:

    ...oder dover street market. da kann ich auch nichts kaufen. sorry.
  • Maude sagt:

    Bei Colette habe ich auch noch nie was gekauft. Zu Corso Como 10 kann ich nichts sagen, aber bei Dover Street Market habe ich schon zugeschlagen. Zwar nur zwei Comme des garçons Geldbeutel, aber das zählt trotzdem?!
  • Barbara Markert sagt:

    Doch, doch. Dort wird gekauft. Diese Supermarkt-Designer-Koop-Linien aus Amerika gehen weg wie warme Semmeln und außerdem machen die Colettes ganz früh schon Soldes und so heftig, dass da alle hinrennen.
  • Fashiomaster sagt:

    Doch, es gibt da schon so n paar freaks! N ex-kollege von mir kauft sowohl bei Colette als auch bei Corso Como 10 bis die Karte glüht! Bei CC10 überwiegend Schuhe und Acc. und bei Colette dann die Klamotte. Ich sag's ja - Freak!
  • san sagt:

    mit concept stores ist es doch so, dass man nach Ankunft in den erwähnten Städt schnurstracks dorthingeht, sich halt-, scham-, und skrupellos querbeet durch das Angebot probiert und den Rest des Aufenthalts dann so plant, dass man in all die Markenläden kann, von welchen einem Teile gefallen haben. Im Grunde nichts anderes als ein kleines Styling-Nirwana mit Schein-Bedienung. Ich würde mal die These wagen, dass sich Stillosigkeit und Concept-Store-Konsum umgekehrt proportional verhalten...
  • Natalya sagt:

    Doch, ich habe einmal Schuhe von Marc Jacobs dort gekauft...so ca. vor 6 Jahren.
  • kathrin sagt:

    Ist Colette nicht wie ein Museumshop? Mode anschauen und Geldbeutel aus dem gleiche Stoff kaufen! xoK