Lese-Tipp: Was ist los bei Wunderkind?

Im aktuellen Spiegel gibt es einen Artikel mit Titel: Wunderkind in der Krise, in der von Umstrukturierungen bei dem Ex-Potsdamer und nun Neu-Berliner Label die Rede ist. Angeblich soll die Kollektion nur noch über eigene Läden vertrieben werden und ein paar Mitarbeiter mussten auch gehen. Ich habe leider den Spiegel Print-Artikel nicht vorliegen, nur den Online-Auszug.
Haben die denn so viele eigene Läden, frage ich mich da. Und hilft so was, um die Marke bekannter zu machen? Auf die Fashionshow in Paris soll angeblich auch verzichtet werden. Hm. Wolfgang Joop und das Investorenpaar Hans-Joachim und Gisa Sander seien sich wohl nicht immer einig und die Rendite stimme halt auch noch nicht. Ob man die Kollektion nun mag oder nicht, ich finde, hier zeigt sich mal wieder, dass die Deutschen in der Mode keine Geduld haben. Immer muss schnell, schnell die Rendite stimmen, manchmal dauert es eben, bis ein Stil seine Käufer findet. Und der von Joop ist halt auch schon ein bisschen gewöhnungsbedürftig. Obwohl ich wohl nie Wunderkind-Kunde werde, wäre es schade, wenn hier schon wieder ein Label kaputt saniert würde.
Foto: parisoffice / Modepilot
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Kommentare

  • Veyron Graves sagt:

    Den Kommentar kann ich voll und ganz unterschreiben.
  • Seraphine sagt:

    Ich frage mich auch was es bringt, die Sachen nur noch in eigenen Stors anzubieten. In andern Stors gehen Prozente ab und in eigenen Stors zahlt man Miete und Gehalt. Kommt wohl aufs Gleiche raus.

    Ich hätte schon gern ein Kleid von ihm, aber das ist einfach viel zu teuer.Es gibt eben nicht genug Klientel für diese Preisklasse.

    K. Lagerfeld macht es vielleicht demnächst besser, mal sehen.


  • H-C sagt:

    Das Label wurde 1999 gegründet und hatte 2004 die erste Show in New York. Wenn nach nun doch einigen Jahren die Rendite immer noch nicht stimmt, dann kann man das nicht auf mangelnde "deutsche Geduld" schieben. Dann hat man einfach das falsche Produkt oder falsch gewirtschaftet.
  • Nadine sagt:

    Stimme absolut mit H-C überein, denn wenn man sich einen Investor mit ins Boot holt, dann muss man auch auf gewisse wirtschaftliche Kennzahlen achten.
  • Claudia sagt:

    Es ist doch eindeutig, daß in Deutschland nur noch konsumiert wird ohne

    Stil - geiz ist geil - in jeder Beziehung und Mode hat schon lange verloren -

    die Figuren sind wie Hefeteige und laufen aus der Form - und wer einen

    guten Geschmack und eine gute Figur hat - darf es in Deutschland nicht

    zeigen - die Frauen gleichen sich immer mehr den männlichen Wesen an

    entweder biederer Anzug - Jeans und Parker. Wie bitte hat man da als

    Kreativer Modeschöpfer eine Perspektive. Investoren sollten vielleicht

    in Piercing- oder Nagelstudios investieren..................


  • Patricia sagt:

    Textil-Wirtschaft hatte auch einen Artikel zu Wunderkind. Den Text gibt es komplett online: http://www.textilwirtschaft.de/news/topnews/pages/Wunderkind-konzentriert-sich-auf-eigene-Laeden_67908.html
  • Seraphine sagt:

    Ohje, wie peinlich, ich habe meine "e" vergessen im STORE!
  • Kathrin Bierling sagt:

    Die schöne Wunderkind-Boutique am Gendarmenmarkt wird geschlossen. Und wer kommt rein? – Annette Görtz. Das ist Deutschland.
  • FashionMaster sagt:

    MJ: das sind ja übelste News!!! Ännette Görtz...das braucht die Menschheit ja wohl NICHT!!! ...für jeden Autobauer oder Großkonzern gibt's Staatshilfen...