Diese Jeans ist luftgebleicht

Luftgebleicht. Dieses Wort klingt schwer nach blonden, strohigen Haaren aus den 70er Jahren, aber stopp – hier geht es nicht um Frisuren, sondern um Jeans und die Umwelt.
Die Waschung ist der Teil der Jeans-Herstellung, die am meisten die Umwelt belastet. Stonewashing und Sandwashing etc. verleihen die Jeans zwar einen coolen Used-Look, aber sind Gift für unsere Erde. Marithé + Francois Girbaud, Erfinder des Stonewashing, haben das als erste erkannt und benutzen zum Bleichen ihrer Jeans inzwischen eine Lasertechnik. Sein Konkurrent aus Marseille, Le Temps des Cerises, hat nun noch was anderes entdeckt. Das Ozon Treatment. Mit dieser Technik, bei der Luft aus der Umgebung angezogen und gefiltert wird, dann der Sauerstoff angereichert wird zu Ozon-Gas, wird die Jeans auf "natürliche Weise" gebleicht. Nach Beendigung der Behandlung wird das Gas wieder in Sauerstoff umgewandelt und die Luft abgegeben.
50% der neuen Kollektion der LTC-Jeans sind mit diesem Verfahren bearbeitet. Leider, leider sind aber diese etwas ökologischeren Jeans (Eine Jeans ist an sich eine Umweltsünde.) nicht also solche gekennzeichnet. Man muss also schon einen informierten Verkäufer fragen, welche Jeans nun luftgebleicht wurde und welche nicht. Dafür kosten die Jeans auch keinen Cent mehr, auch wenn das Verfahren viel teuere als eine herkömmliche Waschung ist.
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Kommentare

  • kumquats sagt:

    Waas, Jeans sind eine Umweltsünde??? Ich habe ein Paar (Levi's) seit über 20 Jahren, die waren mal dark-blue und sind mittlerweile washed und used und sun- und kneipen- und regenbleached, aber kein bißl kaputt, höchstens etwas abgewetzt. Eine Jeans - 20 Jahre, ich finde das super öko(nomisch)
  • alex sagt:

    Deswegen am besten unwashed Jeans kaufen (z.B. von Edwin) und dann eintragen. Dieser Prozess, der zwischen 6 Monate und quasi unendlich lange dauern kann - und in dem die Jeans auf keinen Fall in die Waschmaschine kommen darf! - ermöglicht es, dass die Jeans einzigartig wird, da sie sich genau den den Träger und dessen Lebensart anpasst.
    Hier kann man die Bilder der Hosen diverser Edwin-Träger sehen und bekommt mitgeteilt, was für eine Geschichte sich dahinter verbirgt. (Mein Highlight ist der Typ, der mit seiner Jeans ins Meer geht und sie danach mit Sand trocken reibt)
  • Barbara Markert sagt:

    Auch eine tiefblaue-indigo Jeans ist gewaschen. Der Stoff wäre ansonsten so hart, dass man sie gar nicht anziehen könnte.

    Und ich habe auch Jeans, die sich seit 15 Jahren habe, aber der Schnitt ist nun so daneben, dass ich die einfach nicht mehr anziehen mag.