Modepilot-Reportage: Haare ab!

Oder ich könnte auch sagen: Ich war beim Friseur. Tja und nun sitze ich hier vor meinem Computer und sehe doch etwas anders aus. Wie angekündigt, gibt es diesmal einen Vorher-Nachher-Post.
Wenn ich schon mal zu so einem super schicken Friseur gehe, muss das für die Online-Ewigkeit festgehalten werden. Oder? Hier sehen wir das Maison de Beauté in der Fbg. St. Honoré und hier gibt es einen Blick in die Coiffeur-Abteilung im zweiten Stock des Schönheitspalastes.
Alles sehr schick, mit Blick auf die Einkaufsmeile, Parkettboden, natürliches Licht gemischt mit Kunstlicht, bei dem man GUT aussieht. Das ist ja eher eine Seltenheit beim Friseur. Meistens sieht man nach dem ersten Haarewaschen im Spiegel so furchtbar aus, dass man am liebsten mit den nassen Haaren gleich wieder weg rennen will. Nicht so bei Carita. Das war mein erster, schon mal positiver Eindruck. Dann kam Tom. Bzw. Tom Marcireau, Chef des Coiffeur-Etablissments und Schauenfriseur. Bei den letzten Schauen hat er sich um Limi Feu (siehe Bericht) und Issey Mijake gekümmert.
Es war mein Traum, mal von seinem Hair Artisten behandelt zu werden. It's done. Doch bevor es "done" war, dachte ich nur: "Die Haare wachsen eh wieder. Parigi, nun zicke nicht rum." Die mitgebrachten Beispielfrisuren habe ich in der Tasche gelassen (wäre ja auch peinlich gewesen, die zu zeigen) und dann habe ich einfach mal den Tom machen lassen. Meine einzige Bedingung: Ich muss danach noch die Haare zu einem Pferdeschwanz binden können.
Hier kehrt ein Kollege von Tom mein Haar zusammen. Das Schlimmste habe ich hinter mir. Tom schnitt und schnitt und schnitt nochmal und nochmal und ich dachte nur noch: "Ohhhhhh, doch nicht sooooo kurz. Also ein Pferdeschwanz ist da nicht mehr drinnen: Ne, ne, ne, das wollte ich nicht, och hätte ich nur was gesagt .... ach, halt Deinen Mund, die wachsen eh wieder."
Und hier sehen wir, wie Tom nun mit Aurélien Rocher, dem Coloristen, diskutiert, was sie mit meinen ganzen grauen Haaren machen und wie man auf meinem Kopf ein bisschen was Nettes reinzaubert.  Die wirken angespannt, oder? Die denken sich sicherlich: "Na, die Tusse hätte aber wirklich mal zum Friseur gehen können. Alles grau auf deren Kopf."
Wie Ihr seht, konnte ich zu diesem Zeitpunkt schon wieder Bilder machen. Ich hatte den ersten Schreck verdaut. Dann wurde gefärbt und dann gewaschen und dabei schaltete Aurélien die Massage-Funktion des Liegestuhles ein. Also, es lohnt sich allein zum Haarewaschen zu Carita zu gehen. Wie geil ist das denn? Man liegt da, einer massiert den Kopf und der Stuhl massiert Hintern und Rücken. Genial.
Dann kamen die Strähnen und Aurélien erklärte mir, dass die Methode des Farbe-Auftragens auf dem Handrücken von Carita entwickelt worden sei und einen besonders natürlichen Effekt erzeugt. Übrigens: 80% der Kundinnen bei Carita lassen sich die Haare blond färben. Tja, aber bei mir wollte Aurélien nicht. GRRRR! Er empfiehlt aber für den Herbst warme Erdtöne: Kupfer, warmes Braun und venezianisches Blond (ein helles Kupfer-Blond).
Und so sah ich dann aus mit meinen Handrücken-Strähnchen. Dann wurde wieder gewaschen. Aber ohne Massage. Schnief. Und dann durfte wieder Tom ran. Und er entschied: Brushing in alle Richtungen.
Ok, ich habe Euch nun lange genug auf die Folter gespannt, hier kommen die Vorher-Nachher-Bilder:
Vorher: viele graue Haare, kleine abstehende Haare, die nach Babyoffices Geburt nun wieder sprießen und doof ausgucken zu den restlichen langen Haaren, die ich meist hochbinde oder zum Pferdeschwanz verknote.
Nachher: Ein wildes Wirrwarr à la Meg Ryan, aber in Braun mit aufgehellten Strähnen. Ok, ein Bild gibt es  von vorne. AUSNAHMSWEISE:
Die beiden Kreateure waren wie man sieht auch von ihrem Werk angetan. Tom sagte: "Das sah vorher traurig aus und nun ist es lustig. Ich entschied mich für eine Frisur, die leicht selbst nachzumachen ist. Es erschien mir nicht so, als ob Sie viel Zeit in ihre Haare stecken." Recht hat.
Und ich? I love my haaaaaaaaiiiiiiiirrrr! Und: He, ich kann sogar einen kleinen wirren Pferdeschwanz machen.
Ach ja, wer es auch wagen sollte, zu Carita zu gehen,  ich kann es jetzt nur empfehlen! Die besten Tage, um bei Carita reinzuschneien, sind Mittwoch und Donnerstag. Dort ist wenig los und die ganzen Mitarbeiter (8 Friseure, 8 Kosmetikerinnen) haben Zeit und lassen sich Zeit. Wer sich was Gutes tun will, sollte einen ganzen Tag buchen. Dann wandert man von einer Etage zur nächsten und wird von Stunde zu Stunde schöner. So ein Rundum-Sorglos-Packet kann man sich auch mal schenken lassen. Schaut Euch mal die Preise an. Sie sind selbst für Sparstrümpfe wie mich nicht abschreckend. Wer bitte kommt heute noch bei einem 08/15 Friseur unter 100 Euro raus? Niemand. Also, dann eben noch einen drauflegen und zu Carita gehen. Vergesst nicht die Massagestühle und das Drumherum. Ach ja, Jungs zahlen nur 59 Euro.
Fotos: parisoffice / Modepilot
Photo Credit:

Kommentare

  • Maria sagt:

    sehr toller artikel!!!
    http://palimpalimblog.blogspot.com/
  • Bonna sagt:

    Vielen Dank, dass Du uns an Deinem "Experiment" hast teilhaben lassen. Fand ich amüsant und spannend zu lesen - welche Frau hat nicht schon einmal solch spannende Momente gehabt, wenn beim Friseur der schlußendliche Blick in den Spiegel kommt... Und - soweit wie ich beurteilen kann, siehts doch ganz gut aus, oder? 😉
  • sylvie sagt:

    schön! und natürlich! danke für den artikel!!

    und das ist eine sehr schöne lippenstiftfarbe!!


  • julie sagt:

    ..die Haarfarbe sieht schön natürlich mit etwas Pepp aus und der Schnitt ist auch schön....danke fürs zeigen! 🙂
  • auchmilan sagt:

    na das ist doch ein super resultat! kompliment
  • jonas sagt:

    das ergebnis ist wirklich super! fast beeindruckender ist nur, dass du so lange mit grauen haaren rumgelaufen bist.
    sprechen die leute bei carita eigtl. englisch?
  • Barbara Markert sagt:

    @Jonas: Habe extra gefragt und ja, alle sprechen Englisch.

    Und: Hast Du Kinder? Heute morgen musste ich mal wieder meine Dusche unterbrechen, weil sich Babyoffice an die Klobürste ranrobbte und sie gerade in den Mund stecken wollte.

    Ich bin froh, wenn ich als working mum täglich zum Duschen und Zähneputzen komme. Da sind dann die grauen Haare nicht mehr so wichtig.