Hermès-Fest

Am Donnerstagabend feierte Hermès die Wiedereröffnung der Münchner Boutique. Das gipfelte erwartungsgemäß in einem Spektakel. Denn, wenn Hermès umgebaute Räumlichkeiten präsentiert, dann werden nicht nur Häppchen und kühle Getränke gereicht. Nein, dann wird man anschließend zu einem Fest entführt. Diesmal waren es Kutschen, die die Gäste an einen zu dem Zeitpunkt noch geheimen Ort brachten...
Die ausgestanzte Einladungskarte auf meinem Küchentisch
Unter dem Motto "Sommernachtstraum" (das war auch der "Dresscode") lud das französische Traditionshaus zu einem Champagnerempfang in die umgebaute Hermès-Boutique, Maximilianstraße 22. Dass es danach noch woanders hingeht, stand da nicht. Doch Hermès-Kunden ahnten es: im Oktober 2008 waren es die Düsseldorfer Kunden, die in alten, geschmückten VW-Bussen von der Kö-Boutique in eine indischen Traumwelt gefahren wurden. Wir berichteten: Indien-Express in Düseldorf.
In München wurde die Verlegung des Haupteingangs (jetzt an der Ecke) und die endlich lichtdurchfluteten Räume im ersten Stock gefeiert:
Durchbruch: alles hinter dem ersten Bogen ist neue Verkaufsfläche.
Das neue Fenster (im Bild) gehört zur geräumigen Umkleidekabine der Damen. Hier, im ersten Stock, wird künftig der französische Lederhandwerker Samuel Lefranc Taschen fertigen und reparieren. Zu den Hermès-Taschen "Made in Munich" in einem späteren Beitrag mehr!
Schickes Trio: Hermès-Familienmitglied und Kreativleitung Pascale Mussard (links) unterhält sich mit den Journalisten Charlotte Seeling (Ex-Vogue-Chefredakteurin, jetzt: Alps Magazine – habe mir die erste Ausgabe schon bestellt und bin sehr gespannt) und Tillmann Prüfer (Zeit Magazin, Neon- und FTD-Kolumnist), im neuen Erdgeschoss
Der neue Kassenbreich
Und zum Naschen gab es? Im Juli schrieb ich: "Der Gugl ist ein super leckeres, von Hand gefertigtes Kuchengebäck, das bald Macarons als Party-Snack ablösen könnte." Ich durfte Recht behalten und durfte zugreifen. Hier geht zu unserem Gugl-Bericht von damals: Sind die da, sind sie weg
Kutschen-Service: Mit diesen netten Herren wurden die Gäste dann in die nahe gelegene Residenz gebracht, wo das große Fest stieg.
Im Comitéhof der Münchner Residenz reichten am Eingang Männer mit Buchsbaumköpfen Hermès-Notizbücher, hübsche Frauen tanzten an der Seite (hinten im Bild und 2. Bild), Schauspieler sprachen Gäste mit den Worten von William Shakespeare an – besonders beeindruckend, weil sie in ihrer Sprache blieben, wenn man ihnen antwortete.
Charlotte Seeling mit Hermès-Blumenschmuck: Eine Hermès-Blumendekorateurin verschenkte Gebinde fürs Haar (mit Haarreif) oder fürs Handgelenk (mit Bändern).
Es wurde musiziert, Schnitzelchen mit getrüffeltem Kartoffelsalat, Fisch mit Mini-Kartoffelpuffern und zahlreiche Getränke gereicht. Es gab wohl auch noch einige Jahrmarktbuden-Highlights im ersten Stock der Residenz, die ich verpasst habe, weil ich viele Kollegen traf und mich verquatschte. Der ehemalige Fußballprofi Thomas Brdaric zeigte mir sein Hermès-Büchlein, in dem er Nummern von diesen Spielchen sammelte. Schade, es gab wohl eine Hermès-Tasche zu gewinnen.
Mal abgesehen von der verpatzten Taschen-Chance: Der Abend war ein Fest!
Fotos: modepilot/modejournalistin, Hermès (3), Uschka Pittroff für Modepilot (3)
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