Lese-Tipp: Stiftung Warentest

Wo kauft Ihr eigentlich Eure Basis? Bei H&M, Zara? Ich finde auch, dass T-Shirts und Longsleeves nicht von Yves Saint Laurent sein müssen. Ein gutes T-Shirt lässt sich so produzieren, dass man es für 20 Euro anbieten kann und da gibt es nicht nur erhebliche Qualitätsunterschiede…

Gutes Gewissen: T-Shirt von hessnatur, ca. 20 Euro

Gestern las ich „Stiftung Warentest“ (08/2010)– das ist meist interessanter und kaufanimierender als so manches Mode- und Lifestyle-Magazin. Beim Thema „T-Shirts für Frauen: wenig Qualität“ wurden 20 schwarze T-Shirts getragen und 20 mal gewaschen. Und auf den folgenden Seiten wurde zu den T-Shirts die Unternehmensverantwortung der jeweiligen Marken (H & M, Zara, Esprit, Kik, etc.) untersucht.

Ich habe das Heft jetzt leider nicht mehr vorliegen, aber was ich mir gemerkt habe: H&M liefert ordentliche Qualität, ließ sich aber als einer von wenigen nicht in die Karten blicken. Die Qualität von Zara ist bescheiden, kik ist der Diskussion nicht würdig (gehört verboten!). Großer Gewinner ist hessnatur: das einzige Unternehmen, das gute Qualität und Transparenz beim Anbau von Bio-Baumwolle und Arbeitsbedingungen liefern kann. Und da muss ich sagen, dass der T-Shirt-Preis von knapp 20 Euro sehr anständig ist. Ich kaufe T-Shirts jetzt bei hessnatur!

Foto: scrrenshot von hessnatur.com

21 Kommentare zu
“Lese-Tipp: Stiftung Warentest”
  • ….willst du mir jetzt allen ernstes erzählen, dass du der meinung bist, n shirt von zara oder esprit (eines von Hesse hatte ich noch nie in der hand und kann es somit auch nicht beurteilen) trägt sich genau so angenehm wie eines von acne oder velvet????

  • @fashionmaster: Die Shirts von Velvet tragen sich anfangs super, sind aber nach 20 Wäschen ein Fall für den Putzlappensack. Und unsere Perle versteht was vom Wäschewaschen, am falschen Handling kanns nicht liegen! Soviel zum Thema teurere T-Shirts lohnen sich.

    Von Hanes gibts eine Organcis-Cotton-Serie mit Crew Necks, davon hab ich mir im Juni fünf Stück gekauft. Wie das Form- und Material-Verhalten nach zig Wäschen aussieht, weiß ich noch nicht. Noch sind sie sehr gut in Form. Kostenpunkt pro Shirt: Etwa 7 Euro.

  • spannender post!

    wobei ich die h&m shirts trotzdem eine katasptrophe finde.

    übrigens gibts gerade bei cos basic shirts, die von der qualität her ganz gut sind.

    ansonst wundert es mich, dass so ne marke wie american apparell nich im test vorkommt.

    und ich schließe mich eine_r vorposter_in an, acne hat wirklich feine shirts.

  • Ja, aber die Acne Shirts kosten ab 50 Euro aufwärts. Da braucht man schon ein dickeres Portmonaie, und was die Herstellungsmethoden (Färben, Behandlung etc) betrifft, ist man da genauso ahnungslos wie beim Rest.

    Über American Apparel braucht test nicht zu berichten, ich weiss auch so, dass die Shirts bereits nach 2 Mal waschen ihre Fäden verlieren…

  • Hey, ein wirklich guter und interessanter Post! Ich habe bisher auch überwiegend meine Basics bei H&M gekauft und war mit der Qualität immer sehr zufrieden. Nur dass sie oft in der Länge einlaufen hasse ich wie die Pest! Aber ansonsten haben die meiner Meinung nach einen super Schnitt, was qualitativ gute Shirts leider nicht immer haben.
    Aber gut zu wissen, wie der Rest der Shirts so abgeschnitten hat … werd ich die anderen wohl auch mal ausprobieren. Vielen Dank!

  • Der Hype um hessnatur/H&M organic cotton (coop naturaplan in der CH) etc. hat doch wenig mit Mode als mit diesem diffusen Nachhaltigkeitsdogma unsere Zeit zu tun.

    Die Unterscheidung zwischen Basics und was? (Überflüssigem? Luxus?) habe ich noch nie begriffen. Ich finde, wenn man das Modedesign einer Marke wirklich mag, soll man auch T-shirts etc. davon kaufen. Oder man kombiniert halt, was gefällt. Das kann auch ein weisses Designer-Hemd unter einem billigen Rollkragenpulli sein. Andersrum erinnert es mich an all die geblendeten Damen, die sich für ein Hermes-carré ein Loch in den Bauch sparen um es dann mit Oviesse-basics zu tragen…

    American Apparel T-shirts sind klar die allerallerschlechtesten und James Perse macht die besten.

  • ich habe gerade bei hess natur die erstausstattung für mein baby besorgt – ist nicht zu teuer, nicht zu kitschig und mami hat ein sehr gutes gewissen.
    die damenmode finde ich aber echt arg bieder, weiss nicht, ob da etwas für mich dabei ist…dann lieber h&m für eine saison oder etwas richtig gutes und zeitloses für die ewigkeit (am besten aus dem sale!)

  • Dass die Qualität bei Zara nicht die beste ist, habe ich schon gemerkt. Aber H&M soll da besser sein?
    Zumindest ist H&M nochmal halb so teuer…

    Vielen Dank, die Stiftung Warentest Zeitschrift muss ich mir unbedingt kaufen.

  • MO: na dann ist ja alles gut! 😉
    Sibel:sorry, aber irgendwas kann dann bei dir trotzdem nicht stimmen. Benutzt du n Weichspühler oder n Feinwaschmittel? Ich habe n Shirt von Velvet, das ist ca 5 Jahre alt und ist fast wie neu.
    san: 100 Punkte!

  • Also, dass die T-Shirts von H&M gute Qualität haben sollen, kann mir niemand erzählen. Die sind spätestens nach 3 mal Waschen nur noch halb so lang und die Naht läuft statt an der Seite quer über den Bauch… Klasse

  • Hallo Fashionmaster,
    Weichspüler kommt uns nicht ins Haus, der Haut und der Umwelt zuliebe. Mein Stiefsohn hat Neurodermitis, Weichspüler machts schlimmer.
    Wir haben diverse Biowaschmittel (Fein/Bunt/Weiß), und manchmal frag ich mich in der Tat, ob die manchen Textilien nicht so gut tun. Andererseits hab ich aber auch Teile, die zigtausendfach gewaschen wurden, und noch top sind. Die Velvet-Longsleeves gehörten leider nicht dazu…

  • @ Sibel: Lass doch einfach mal das Feinwaschmittel weg. In der Regel haben die nämlich alle n Weichmacher dabei, der wiederum die Faser aufweicht und sie daher schneller leiern lässt.
    Welche Qualität hast du denn bei den Velvets? Die 100% BW oder die mit EA?

  • @FM Ich hab nur noch eines hier, das ist Schwarz und aus reiner Baumwolle und sieht noch ganz gut aus. Ich habs etwa ein Jahr lang, es dürfte rund 15 Wäschen mitgemacht haben. Die anderen hab ich leider ausmisten müssen, die waren irgendwie gleichzeitig eingelaufen UND ausgeleiert. Nach geschätzten 10 Wäschen. Das hat mich schon etwas geärgert.

    Noch mehr Verdruss hatte ich allerdings mit American Vintage. Die nehm ich nur noch zum Schlafen.

  • @Sibel: bei A. Vintage gebe ich dir Recht, dafür müsste das Wort Qualität neu erfunden werden.
    Bei Velvet gibt’s ja noch die Qualität „Gauzy Whisper“ = Bw/EA, die ist in jedem Fall zu 100 Prozent Formbeständig. Wie gesagt, bei der normalen BW-Ware habe ich keinerlei Probleme. Ok, es kann sich schon mal ne Naht n bisschen verziehen, aber schließlich sind die Dinger ja auch Vintage gewaschen. Evtl. liegt’s bei dir aber doch am Feinwaschmittel, oder die Velvets mögen dich einfach nicht. 😉

  • Vero Moda hab ich hier noch gar nicht gelesen. Sehr günstig und deutlich bessere Qualität als H&M, Longsleeves und Tops laufen kaum ein, leiern aber auch nicht besonders aus und die Nähte verziehen sich in der Regel auch nicht. Von Only hatte ich auch schon ordentliche Sachen, eine Alternative vom gleichen Hersteller wäre auch die preislich (und hoffentlich auch von der Qualität) ein bisschen weiter oben angesiedelte Marke Vila, die habe ich aber noch nicht ausprobiert.

    Ist zwar nicht gerade eine In-Marke, aber durchaus ordentliche Basic-Langarmshirts macht Street One.

    Sehr schön, weil cool geschnitten und aus tollem Material finde ich die COS-Basics. Allerdings haben sich bei meinen letzten Käufen die Nähte leicht verzogen – fällt aber kaum auf 😉

  • Also ich finde den Beitrag und die anschließende Diskussion wirklich toll. Zuerst möchte ich auf die Aussage zu den teueren Shirts angreifen. Viele Menschen meinen immer, ein teueres Shirt hat auch eine gute Qualität und wird total „sauber“ produziert! Leider ist das nicht so, die Shirts werden zum Teil in der selben Produktionslinie gefertigt, wie ein shirt von C&A, Kik oder ähnlichem. Hier kann man wirklich sagen, das oft, aber natürlich nicht immer, nur der Name bezahlt wird. Es gibt leider nur ein paar wenige Ausnahmen. Was ich persönlich nicht schön finde, ist die Tatsache, dass ein Designershirt für 50€ nichtmal in zumindest Europa gefertigt wird und vielleicht mit zertifizierten Stoffen usw.

    In dem Test wurden ja gerade die schwarzen T-Shirts bemängelt. Die Farbe schwarz ist in der Umwelt so nicht vorhanden und muss die weiße Baumwolle ohne Reste überdecken, desshalb ist bei Schwarz der größte Aufwand nötig. Nur wenige schaffen es, schwarz ohne Chemikalien zu färben.

    Manche schreiben auch, dass Sie sich „bessere“ Kleidung kaufen würden, wenn es ihr Geldbeutel zulassen würde. Natürlich kann ein biologisch und unter sozialen gesichtspunkte „sauber“ hergestelltes Shirt nicht 3€ Kosten, aber mittlerweile gibt es Bio-Shirts schon ab 7-10€. Das finde ich super toll und wenn man dann noch den eigens eingeredeten Wahn missachtet und wirklich nur das kauft, was man braucht, könnte man auch auf 4 Bio-Shirts kaufen, anstatt 14 konventionelle Shirts

    Richtige coole Sachen, zu angenehmen Preisen findet man z.B. unter http://www.alambio.de

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