App Dir Deinen Verlobungsring

Zu unromantisch? Oder ist es vielleicht sogar stillos, sich einen Verlobungsring per iPhone-Application auszusuchen? Vielleicht, vielleicht aber auch nicht. Schlie├člich lernen sich viele Paare erst durch Smartphones (n├Ąher) kennen: Foto versenden, Facebook-Eintrag, SMS, etc. Die Schmuckmarke Tiffany & Co. bietet jetzt jedenfalls einen "Verlobungsring-Finder" an. Besonders hilfreich ist dabei der Ringgr├Â├čen-Ermittler...
App von Tiffany & Co.
Wie der Ringgr├Â├čenmesser funktioniert: Auf dem iPhone-Display werden originalgetreu Kreise dargestellt, auf die man einen vorhandenen Ring (der eventuell k├╝nftig Verlobten) legen und vergleichen kann ÔÇô das erm├Âglicht die exakte Bestimmung.
Die Darstellung der zur Auswahl stehenden Ringe findet auch in Originalgr├Â├če statt. Und man kann unter s├Ąmtlichen Designs, Edelmetallen und Diamanten in sechs verschiedenen Karatgr├Â├čen w├Ąhlen. Bei diesem Vorwissen wird manchem vielleicht die Angst vor der Boutiquen-Schwelle genommen. Preise sind nur in der englischen und japanischen Version ersichtlich. In der internationalen (in englischer Sprache) und der chinesischen Version gibt es keine Preisangaben. Die Unsicherheit bleibt allen, auch denen, die ihr Gl├╝ck mit einer Zigarren-Bauchbinde versuchen.
Foto: Tiffany & Co.
Photo Credit:
Modepilot ist Deutschlands erster Modeblog. Mit seiner Gr├╝ndung in 2007 war und ist er Vorreiter der unabh├Ąngigen Mode-Berichterstattung. Noch heute wird die Seite leidenschaftlich von Mitgr├╝nderin Kathrin Bierling gef├╝hrt. Sie ist eine ausgebildete und erfahrene Journalistin, die zun├Ąchst bei der Financial Times lernte und arbeitete und dann einige Jahre bei der WirtschaftsWoche besch├Ąftigt war, bevor sie die Seiten Harpersbazaar.de, Elle.de und InStyle.de verantwortete. An Modepilot liebt sie, dass sie die Seite immer wieder neu erfinden muss, um am Puls der Zeit zu bleiben. Worin sie und ihre Autoren sich stets treu bleiben: Den Leser ernst nehmen, nicht sich selbst.

Kommentare

  • Castlequeen sagt:

    Gestern wurde die App ja auch auf ihrer Facebook-Seite angeteasert, aber ich war ein wenig skeptisch...aber das mit der Ringgr├Â├če scheint wirklich praktisch zu sein.

    Jetzt fehlt nur noch die App, mit der man einen willigen Schenker findet ;-D


  • Sibel sagt:

    Verlobungsring von Tiffany? Wenn mein Mann mir damals mit einem solchen Massenst├╝ck gekommen w├Ąre, h├Ątte ich ihm die t├╝rkisfarbene Schachtel wortlos zur├╝ckgegeben.
  • Kathrin Bierling sagt:

    Kompliment an Deinen Mann!
    Hat der Ring gepasst?
  • malte sagt:

    App dir den zum Ring passenden Mann, nachdem du diesen bei Tiffany ausgesucht hast!
    Bedenklicher Trend in meinen Augen (wie der ganze Onlinedatingquatsch sowieso), dieser senkt leider Gottes massiv das Selbstbewusstsein bzw. den Mut in der Bev├Âlkerung Wesen des anderen Geschlechtes anzusprechen & mit ihnen zu interagieren. Schlu├čendlich sind alle unzufriedener, doch ├Ąndern tut sich nichts.
  • Kathrin Bierling sagt:

    malte, das klingt traurig. Ich dachte bei meinem wohl verungl├╝ckten Satz ├╝ber Paare und Smartphones nicht an Onlinedating-Portale, sondern an Flirts auf Smartphones, die nach einer kurzen Bekanntmachung (z.B. im Freundeskreis oder im Berufsleben), stattfinden. Heute leben halt nicht mehr alle an einem Ort und dann freue ich mich, wenn eine Freundin von ihrer Wochenend-Bekanntschaft eine MMS aus London bekommt. Der Verlobungsantrag sollte allerdings vor Ort stattfinden ­čśë
  • Sibel sagt:

    lieber malte,

    ich war am neulich auf einer hochzeit in schleswig holstein. und am 25. bin ich auf einer hochzeit in paris. und im august folgt eine in berlin. und wei├čt du was?


    1 der 3 hochzeitspaare kennt sich aus einem onlineportal. eines kennt sich ├╝ber facebook. und das dritte paar kennt sich ├╝ber freunde, die ├╝ber ein datingportal zueinander gefunden haben. sachen gibts!
    ich glaube, die bullshit-erfahrungs-quote ist bei web-partner-b├Ârsen nicht h├Âher als bei caf├ę/urlaubs/party-bekanntschaften. ├╝berall trifft man potentielle partner, wo etwas nach kurzer zeit schief gehen kann. der typ k├Ânnte ein mieser casanova sein, die neue damenbekanntschaft k├Ânnte eine verr├╝ckte stalkerin sein. das kann doch ├╝berall passieren.
    blo├č trifft man beim daten ├╝bers web wohl mehr menschen in kurzer zeit, weswegen es auch mehr bullshit-momente gibt. (├Ą├Ąhhh. dr├╝cke ich mich logisch aus!?)
    also, ich kenne meinen mann noch aus zeiten, in denen das internet dem milit├Ąr vorbehalten war. aber wenn er mich zum beispiel morgen mit einem tiffany-ring beschenken w├╝rde, und ich ihn zur strafe verlassen m├╝sste... dann w├╝rde ich mich (nach angemessener Rekonvaleszenz) m├Âglicherweise im netz nach einem netten ersatz umsehen. ist nicht unromantischer oder pragmatischer als aufgebrezelt mit nem white russian an einer verrauchten theke kleine skandinavier abzuscannen.
  • Tina sagt:

    Ich hab gar keinen Verlobungsring von meinem Mann bekommen, und ich habe auch keinen Ehering. Trotzdem bin ich gl├╝cklich verheiratet. Diese Traditionen tragen nicht zur Senkung der Scheidungsrate bei, ich finde sie vollkommen ├╝berfl├╝ssig.
  • Sibel sagt:

    Tina, ich stimm dir zu!

    Ich habe zwar einen Ring bekommen (ein altes Familienst├╝ck von der Gro├čmutter meines Mannes), aber ohne V-Ring w├Ąre ich nicht ungl├╝cklich gewesen. Und dass mein Mann seinen Ehering ein Jahr nach der Hochzeit am Strand verloren hat, habe ich ihm nur eine halbe Stunde lang ├╝bel genommen. Eine Beziehung hat so oder so ihre Hochs und Tiefs, das darf man nicht an Symbolen festmachen. Er tr├Ągt seitdem eben keinen Ring mehr, ich trage meinen meistens.


  • StephanieKatharina sagt:

    Sibel, was hast du gegen Tiffany? Massenst├╝ck hin oder her, ich komme nicht umhin, die Teile klassisch sch├Ân zu finden.
    Ich h├Ątte mich also dar├╝ber gefreut, bekam dann aber zur Verlobung statt eines Ringes wundersch├Âne Schuhe, die ich bei der Hochzeit trug. Stiefeletten, nat├╝rlich Highheels. Nein, niemand hat jemandem einen Pfennig gegeben und ja, wir sind immer noch gl├╝cklich verheiratet.
  • Sibel sagt:

    Ich habe per se gar nix gegen Schmuckst├╝cke, die aus einer Massenfabrikation stammen. Es gibt tollen Modeschmuck. Hab ich selbst, mag ich gern. Sch├Ânes darf gerne mal billig und verwechselbar sein.
    Ich finde aber, dass Schmuck, wenn er echt und teuer ist, etwas besonderes sein sollte. Wenn ich f├╝r ein Schmuckst├╝ck viel Geld ausgebe, sollte es ein Unikat sein. Oder zumindest ein St├╝ck, dass es nicht tausendfach gibt und inzwischen sogar ├╝ber Onlinestores verh├Âkert wird. Das hat f├╝r mich mit Luxus und Stil wenig zu tun.