Wollt Ihr wissen, woher es kommt?

Gab es nicht hier letztens eine kleine H&M-Debatte, wo es irgendwann auch um faire Herstellung etc. ging? In dem Zusammenhang fand ich den Artikel interessant, der gestern bei TW online stand:
"Die Kennzeichnung „made in" soll nach EinschĂ€tzung des EU-Parlaments fĂŒr KleidungsstĂŒcke, die innerhalb der EU verkauft werden, kĂŒnftig verbindlich gelten. ... Ein harmonisierendes und bindendes System fĂŒr verpflichtende Angaben soll bald eingefĂŒhrt werden, erklĂ€rt das Europa-Parlament. Die verbindlichen Angaben zum genauen Ursprung der Erzeugnisse sollen Verbraucher vor irrefĂŒhrenden Angaben zum Herkunftsland schĂŒtzen. Damit soll deutlich werden, ob Textilien in einem EU-Mitgliedsland oder in einem Drittland wie China oder Pakistan hergestellt wurden. Bisher sind Angaben zum Herstellungsland freiwillig und die Anwendung von nationalen Gesetzen abhĂ€ngig. Die Rechtsvorschriften der EU zur Etikettierung beschrĂ€nken sich zurzeit auf die Harmonisierung von Textilfaserbezeichnungen und die Zusammensetzung von Textilerzeugnissen. Die EU ist nun aufgefordert, innerhalb der kommenden zwei Jahre einen Bericht und wenn nötig einen Gesetzentwurf zur Erhebung neuer EU-weiter Kennzeichnungsvorschriften vorzulegen. Dieser Bericht soll vereinheitlichte Vorschriften zum Etikettierungssystem untersuchen. Darin enthalten sein sollen Angaben fĂŒr die Pflege von Textilien, zu den GrĂ¶ĂŸen von Bekleidung und Schuhen sowie Gesundheits- und Sicherheitswarnungen, insbesondere zur Entflammbarkeit und potenziellen allergieauslösenden Stoffen, sowie zu den Sozialstandards."
Foto: via thermopress.de
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Kommentare

  • Sibel sagt:

    Ich kaufe selbst manchmal bei H+M, vor allem Kindersachen. Und bin immer irgendwie unschlĂŒssig, ob es scheiße ist, Klamotten zu kaufen, die möglicherweise unter unfairen Bedingungen entstanden sind. Oder ob man den Fabrikarbeiterinnen durch Boykott nicht den Lebensunterhalt entzieht.
    Allerdings ist es naiv zu glauben, dass nur Billigtextilien von unterbezahlten (minderjĂ€hrigen) ArbeitskrĂ€ften hergestellt werden. Bei Designerware dĂŒrfte die Grauzone Ă€hnlich hoch sein. Auch was die Gesundheitsstandards der Ware betrifft.
    Ein unerquickliches Thema. Ich fÀnde mehr Transparenz definitiv gut!