Die H&M Werbung im Fenster

An den Bikini-Schönheiten von H&M kommt man ja derzeit nicht vorbei. Komme gerade aus Hamburg, wo die an jeder Bushaltestelle zu sehen sind. Kommt besonders gut bei St. Pauli, wo die Reeperbahn los geht.
Unsere Fotografin Claudia hat mal fest gehalten, wie sich die Werbung als Schaufenster-Deko macht.
Oh Mann, das erinnert doch nur daran, dass es nun WIRKLICH Zeit wird, was für seine Figur zu tun.
Fotos: Claudia Fessler
Photo Credit:
Modepilot ist Deutschlands erster Modeblog. Mit seiner Gründung in 2007 war und ist er Vorreiter der unabhängigen Mode-Berichterstattung. Noch heute wird die Seite leidenschaftlich von Mitgründerin Kathrin Bierling geführt. Sie ist eine ausgebildete und erfahrene Journalistin, die zunächst bei der Financial Times lernte und arbeitete und dann einige Jahre bei der WirtschaftsWoche beschäftigt war, bevor sie die Seiten Harpersbazaar.de, Elle.de und InStyle.de verantwortete. An Modepilot liebt sie, dass sie die Seite immer wieder neu erfinden muss, um am Puls der Zeit zu bleiben. Worin sie und ihre Autoren sich stets treu bleiben: Den Leser ernst nehmen, nicht sich selbst.

Kommentare

  • Zebulon sagt:

    In Erinnerung des geflügelten Worts "Ist Weibsvolk anwesend?" (Das Leben des Bryan) kommt uns in den Sinn: "Gibt es hier jemanden, der bei H&M kauft?"
  • mainlandoffice sagt:

    bei h&m kauft hier selbstverständlich keine(r), aber um die werbung kommt man trotzdem nicht herum.
  • Claudia sagt:

    🙂 sehe die Vitrinen ja tagsüber und eine Knipse weiss, dass es abends weniger Reflexionen im Schaufenster gibt und Kommunikationsbedürftige gibt die Dir ständig in die Linse grüssen! Also liebe ich es mich mît der meiner Kamera nebst einer Packung Kinder-Sckokolade auf Den Weg zumachen! Aber

    nach diesen Vitrinen will ich Leben grundlegend ändern!


  • Barbara Markert sagt:

    @Zebulon: Ich kaufe bei H&M ein. Ja, und? Was hat das mit der Werbung und dem Post zu tun? Oder wolltest Du einfach mal literarisch sein?
  • Zebulon sagt:

    Liebe PO, mir kommt der Verdacht, dass sich diese Plattform erst noch positionieren muss, oder zumindest eine gemeinsame redaktionelle Linie finden muss. Man kann z.B. ein Gastroblättchen auflegen und darin über die Auberge de l'Ill schreiben oder über Frittenbuden, aber schlecht über beides. Welche Zielgruppe soll denn hier erreicht werden? Menschen, die locker einen vierstelligen Betrag für irgendein pinkfarbenes Täschchen hinblättern, oder die, die sich für fünfzig Euro beim Ramschhöker einkleiden? Ich hoffe, die Antwort lautet nicht insgeheim: alle. P.S. Wenn ich literarisch sein will, sieht das anders aus.
  • Barbara Markert sagt:

    Lieber Zebulon, wenn die Frittenbude Eins-A-Fritten liefert, dann schafft sie es auch ins Gourmetblatt. So einfach ist das.

    Mach Dir keine Sorge um unsere Positionierung. Das haben wir unter Kontrolle.


  • auchmilan sagt:

    @ zebulon: apropos zielgruppe, wie kommt es eigentlich dass man so oft schicke mailänderinnen inklusive hermes-tasche bei zara shoppen sieht?
    @parisoffice: complètement d'accord!
  • Zebulon sagt:

    Liebe Frittenliebhaberin, bleiben wir mal beim Thema Bademode von H&M, um das es hier ja geht. H&M bewirbt da zum Beispiel Bikinioberteile zum Preis von 4,95. Was bekommt man dafür? Sicher nicht viel, wenn es nach der Ökonomie geht. Ein Euro landet erstmal als Mehrwertsteuer beim Finanzamt. Von den verbleibenden vier Euro geht mindestens die Hälfte an Werbe- und Vertriebskosten drauf. Bummelige zwei Euro reichen also für Design, Herstellung und Logistik. Dafür sollte man nicht allzu viel an Qualität und Liebe zum Detail erwarten dürfen, oder? Man kann es auch noch anders sehen: Der Gegenwert des besagten Bikinioberteils entspricht etwa einem Stück Käse, oder von mir aus einer Mahlzeit beim Schnellimbiss. Wer sich so einkleidet, mag sich in dem Gefühl sonnen, ein Schnäppchen geschlagen zu haben, sollte aber kaum auf die Idee kommen, dass dies etwas mit Mode zu tun habe. Wir erinnern uns an DIE REDE aus "Der Teufel trägt Prada", deren Kernbotschaft ungefähr lautet: Mit dem, womit wir uns kleiden, zeigen wir uns selbst und anderen, wer wir sind. Da gibt es also die H&M-Bademodenträgerin, die zeigt, dass ihr ihr Strandoutfit so viel Wert ist wie ein Big Mac mit Pommes und Cola. Und dann gibt es da andere, die in Klamotten herumlaufen, wo einem vor Begeisterung die Kinnlade runter fällt. Fazit: Junge Damen, schwört ab dem Tand, arbeitet härter und kauft Euch etwas wirklich Schönes. Etwas aus der Bademodenkollektion von Michael Kors zum Beispiel.
  • Blackcowboy sagt:

    So sehen also die Schaufenster am Rande der Reeperbahn aus? Hm ein Grund mal wieder hinzufahren 😉
    Okay 900 Kilometer für ein Schaufenster wären übertrieben, dann doch lieber Paris morgen früh
  • deike sagt:

    Oh Zebulon, vielen Dank, dann werde ich jetzt einfach bei jedem Einkauf versuchen, etwas zu finden, was noch 100€ teurer ist. Und ich dachte immer, es ginge darum, WIE man etwas trägt und es kombiniert. Pah -Pustekuchen - ab jetzt kaufe ich bei Gucci und Versace immer ganze Outfits. Dann kann ich mir sicher sein, perfekt gekleidet durch die Gegend zu laufen.
    Modepiloten, ihr könnt das Cockpit dicht machen! Zebulon hat das Geheimnis von Mode gelüftet. Ihr habt nun keine Funktion mehr!
  • Nama sagt:

    Unter einkaufsethischen Aspekten kann ich Zebulon nur zustimmen: bei fünf Euro für ein Top oder zehn für ein Kleid kann ich mich als Käuferin ziemlich sicher sein, dass diejeningen (meistens Frauen), die das zusammennähen nicht ordentlich bezahlt werden.
    Das Problem ist nur: Kann ich mir bei teuren Marken sicher sein, dass die keine chinesichen Näherinnen ausbeuten und ihre Fabriken in Billiglohnländer mit nicht vorhandenen Umweltstandards auslagern?
    Leider wird darüber wenig geschrieben bzw. berichtet. Ist wahrscheinlich zu kompliziert, politisch und unsexy. Schade, finde ich.
  • Barbara Markert sagt:

    @Nama: Genau: Die Bilanz bei einem weißen Tee-Shirt eines Designers schaut leider genauso schlecht aus. Denn ein Großteil des Preises entspricht dem Markenaufbau und -pflege, Marketing, Werbung etc. Und natürlich sind die Margen höher. Sprich: Du kannst Dir auch bei - sagen wir mal Michael Kors - nicht sicher sein, dass sein Bikini nicht auch in der gleichen chinesischen Fabrik wie der von H&M entstanden ist.
    Mal abgesehen, dass wir hier von Hölzchen auf Stöckchen kommen: Was muss schon bei einem poppeligen Bikini-Oberteil designt werden? 2 Dreiecke, drei Bändel durch - fertig ist die Sache. Kosten fallen doch nur bei den Näharbeiten wie beim Stoff an und der soll bei H&M einen Sommer halten. Mehr nicht.
    Wenn schon hier groß gefordert wird, politisch, öknomisch und ökologisch korrekt einzukaufen, dann bitte Chanel, Hermès und Gucci kaufen, die produzieren zum Großteil im eigenen Land, bzw. hauseigenen Fabriken. Oder eben bei den Öko-Labels. Zum Beispiel Commuun, wenn es denn Designerware sein soll.
  • Zebulon sagt:

    Werte(r) Deike, ich glaube, Du hast da etwas falsch verstanden. Bei Mode geht es weder darum, "perfekt" durch die Gegend zu laufen (was sollte das wohl sein?), noch darum, möglichst viel Geld auszugeben. Wer die Qualitätsunterschiede zwischen H&M und den von Dir genannten Marken nicht erkennt, der begnügt sich halt mit Ramschware und ist zufrieden. Das macht Sinn. Man trägt dann halt "popelige" Sachen und lacht sich ins Fäustchen, wieder mal 200 Euro gespart zu haben. Jedem das Seine! Keinen Sinn macht es, dabei obendrein noch von Mode zu parlieren.
  • Claudia sagt:

    ... bin traurig, eigentlich wollt ich jà mît den H&M Vitrinen nur einen Aufhänger finden, um meine Kindersucht in den Griff zu bekommen! nun bin ich auch noch ne Frittenliebhaberin . Oh mon Dieu..
  • kelleroffice sagt:

    dear zebulon, hier geht es um mode demokratisierung.
  • Zebulon sagt:

    Claudia, kein Grund, traurig zu sein. Seit der Antike können wir unterscheiden zwischen dem Überbringer der schlechten Botschaft und ihrem Absender, somit auch zwischen der dokumentierenden Fotografin und dem, was aus dem an sich neutralem Bild gemacht wird. Mit Deiner rührenden Erklärung, das alles sowieso nur als Aufhänger zur Selbstkontrolle einer Kindersucht (was immer das sein mag) getan zu haben, erhälst Du Dispens und brauchst Dich nicht als Frittenliebhaberin gebrandmarkt zu sehen. Ich denke, wir gehen bei Gelegenheit einfach mal ins Trader Vic's auf 'ne Portion Cosmo Tidbits und sprechen da in aller Ruhe drüber.
  • kelleroffice sagt:

    zebulon who pays you?
  • Tina sagt:

    Oje, Zebulon geht mit weisser Gucci-Jeans ins Trader Vic's und wundert sich, dass er hier nicht auf Gleichgesinnte stösst. Was bringt es, sich selbst zu limitieren, indem man aus Prinzip nicht zu H&M geht? Meine 2.55 sieht super aus zu meinem Ledermini von H&M.
  • Claudia sagt:

    @zebulon Oder lieber mein Gott: ... Und an dem Ufer steh ich lange Tage, das Land der Griechen mit der Seele suchend...
  • Moyave23 sagt:

    Hmm...

    Diese H&M Bikini Werbung ist mindestens genauso penetrant wie der H&M Bikini es dann später im Jahr am Strand und im Schwimmbad ist.

    Was denken die von H&M sich eigentlich dabei? Das hat ja schon was von Mobbing - jeden Tag auf dem Weg zur Uni.

    Man möchte diesen Plakaten entgegenschreien: JA, is ja gut, ich hab noch nicht diese perfekte Bikinifigur, jetzt lass mich mal in Ruhe, es ist schließlich noch nicht warm!!!


    Was die Preise von den Bikinioberteilen angeht, ein Wort: Mischkalkulation.
  • Wollt Ihr wissen, woher es kommt? > -Mode-, Und sonst > Modepilot sagt:

    [...] es nicht hier letztens eine kleine H&M-Debatte, wo es irgendwann auch um faire Herstellung etc. ging? In dem Zusammenhang fand ich den Artikel [...]
  • leoleo sagt:

    @ zebulon: schade, dass jetzt niemand mehr modisch sein kann, der sich deinen weg nicht leisten kann.

    oder das trader vic's nicht mag !


  • Reiners sagt:

    Wer bei Hasi & Mausi einkauft sind die Dicken und Streitsüchtigen. Mausi streitet mit Hasi und Hasi mit Mausi und zum Scluß gehen beide mit einem bedruckten T-Shirt, froh über den tollen Einkauf nach Hause.