Net-a-porter-Übernahme: Was denn nun?

Ihr habt es sicherlich schon gehört oder gelesen: Der Luxuskonzern Richemont aus der Schweiz hat ein Angebot unterbreitet bezĂŒglich net-a-porter. Ich drĂŒcke es extra so gespreizt aus, denn in der Presse kursieren nun unterschiedliche Angaben zu Höhe der möglichen Übernahme: Die französische Tageszeitung Le Figaro und auch die deutsche TextilWirtschaft sprechen davon, dass Richemont den ganzen Kuchen haben will. 100% also. Die Handelszeitung Online redet von erstmal 80% (die seien schon zugesichert) und dann sollen die anderen Anteile auch noch aufgekauft werden. Nur da mĂŒssen natĂŒrlich auch erstmal die AktionĂ€re mitspielen. Nun komme ich gerade vom Essen mit meiner Freundin, die in der PR Agentur arbeitet, die net-a-porter betreut und die sagte mir was von 61%. Ginge es nach dem englischen Guardian, wĂ€re die ganze Sache schon erledigt und Madame Massanet hĂ€tte seit dem 1. April bereits 50 Mio. Pfund mehr. Nun bin ich verwirrt: Was denn nun? Bis dato ist ja noch nichts unter Dach und Fach oder war das alles nun ein Aprilscherz? Sicher ist: Massanet bleibt auf dem Posten der Chefin und egal, wieviel nun Richemont kauft, es ist der erste Luxuskonzern, der dicke ins Online-Shopping einsteigt. Warten wir also ab, wenn und wann das Ding ĂŒber die BĂŒhne gegangen ist.
Foto: Screenshot net-a-porter
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Kommentare

  • Anja sagt:

    Ich kenne nicht das französische Gesellschaftsrecht. Aber wenn Frau Massanet

    in Deutschland mehr als 51 % verkauft, hat Sie bereits die einfache Mehrheit

    verloren. Viele gesellschaftlich relevante BeschlĂŒsse kann Sie dann nur noch

    mit Ihrem MehrheitsaktionÀr fassen.

    Mein Herz schlĂ€gt fĂŒr Menschen wie Frau Massanet. Großkonzerne denken

    im FĂŒnfjahresrhytmus und Manager meist an Ihre eigenen GeldsĂ€ckel.


  • MetroF sagt:

    wobei's ja eigentlich ziemlich wurscht ist.
  • Nadine sagt:

    Wow da bin ich mal gespannt wieviele Anteile letztendlich an Richemont gehen.