Kaputt gibt neu

Das ist spannend: Erst verschwinden alle deutschsprachigen Unisex-Luxusmagazine vom deutschen Markt (Park Avenue, Vanity Fair, Fivetonine) und jetzt verkĂŒndet Moritz von Laffert, GeschĂ€ftsfĂŒhrer des CondĂ© Nast Verlags, einen Neuversuch fĂŒr 2011. Dass es sich bei dem Magazin fĂŒr "Zielgruppen im oberen Ende des Spektrums" um eine monatlich erscheinende Vanity Fair handeln könnte, dementiert er nicht. Mehr dazu auf kress.de
Heute beim Branchendienst kress.de: Condé Nast plant neues Magazin
Jetzt gilt es, nicht die gleichen Fehler zu begehen wie VorgĂ€nger Runge. Er scheiterte am ehrgeizigen Versuch, Vanity Fair wöchentlich in Deutschland zu etablieren. Das Heft, eine eierlegende Wollmilchsau, bot schließlich vom allem (aktuelles Geschehen, Stars, Politik, Mode, Beauty) zu wenig oder zu oft. Jedenfalls standen die Kosten dafĂŒr in keinem VerhĂ€ltnis. 
Ich bin guter Hoffnung, dass ein intelligent gemachtes Monatsmagazin mit klarer Ausrichtung, auch in Deutschland ein Chance hat - vor allem, wenn ein Verlag wie CondĂ© Nast dahintersteht. Auf die Chefredakteurswahl bin ich besonders gespannt. Viele Kandidaten fallen mir dafĂŒr nicht ein: die eine lebt in Potsdam und möchte ihre Ruhe haben, die andere kann kein Deutsch. FĂŒr mich gibt es da nur eine/n innovative/n Blattmacher/in, der/die dafĂŒr geeignet wĂ€re. Wen meine ich?
Foto: screenshot von kress.de
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Modepilot ist Deutschlands erster Modeblog. Mit seiner GrĂŒndung in 2007 war und ist er Vorreiter der unabhĂ€ngigen Mode-Berichterstattung. Noch heute wird die Seite leidenschaftlich von MitgrĂŒnderin Kathrin Bierling gefĂŒhrt. Sie ist eine ausgebildete und erfahrene Journalistin, die zunĂ€chst bei der Financial Times lernte und arbeitete und dann einige Jahre bei der WirtschaftsWoche beschĂ€ftigt war, bevor sie die Seiten Harpersbazaar.de, Elle.de und InStyle.de verantwortete. An Modepilot liebt sie, dass sie die Seite immer wieder neu erfinden muss, um am Puls der Zeit zu bleiben. Worin sie und ihre Autoren sich stets treu bleiben: Den Leser ernst nehmen, nicht sich selbst.

Kommentare

  • goodtastina sagt:

    USCHKA-USCHKA-USCHKA-USCHKA-USCHKA-USCHKA-USCHKA-USCHKA-USCHKA-USCHKA-USCHKA-USCHKA-USCHKA-USCHKA-USCHKA-USCHKA-USCHKA-USCHKA-USCHKA-USCHKA-USCHKA-USCHKA-USCHKA-USCHKA-USCHKA-USCHKA-USCHKA-USCHKA-USCHKA-USCHKA-USCHKA-USCHKA-USCHKA-USCHKA-USCHKA-USCHKA-USCHKA-USCHKA-USCHKA-USCHKA-USCHKA-USCHKA-USCHKA-USCHKA-USCHKA-USCHKA-USCHKA-USCHKA-USCHKA-USCHKA-USCHKA-USCHKA-USCHKA-USCHKA-USCHKA-USCHKA-USCHKA-USCHKA-USCHKA-USCHKA-USCHKA-USCHKA-USCHKA-USCHKA-USCHKA-USCHKA-USCHKA-USCHKA-USCHKA-USCHKA-USCHKA-USCHKA-USCHKA-USCHKA-USCHKA-USCHKA-USCHKA-USCHKA-USCHKA-USCHKA-
  • Tessa sagt:

    Carine Roitfeld, wenn sie Deutsch lernt
  • Zebulon sagt:

    Luxusmagazine "am oberen Ende des Spektrums" beginnen mir langsam auf den Senkel zu gehen. Vorhin habe ich am Rande einer Hotelsauna erst ein ModeblĂ€ttchen durchgeblĂ€ttert, in dem zum Thema Schmuck Pretiosen zum Verkaufspreis von um die 400.000 Euro abgelichtet waren. Man kann Bling-Bling zuweilen schön finden, aber irgendwo gibt es fĂŒr alles eine Grenze. Hartz-IV-Debatte und Luxusmagazine, das scheint irgendwie zusammen zu gehören. Viel spannender fĂ€nde ich es, wenn ein seriöser Verlag mal versuchen wĂŒrde, Mode und Lebensstil den bereiteren Schichten schmackhaft zu machen.
  • Kathrin Bierling sagt:

    @Zebulon Wer sagt denn das "Zielgruppen im oberen Ende des Spektrums" mit Meldungen ĂŒber 400.000-Euro-Schmuck bedient werden wollen? Bei "Edelzeitschrift" denke ich an guten Journalismus (Recherche, Schreibstil, Hintergrundgeschichten, etc.), an relevante Themen. Und, ja, Du hast Recht: auch an Mode und Produkte, die gut UND bezahlbar sind UND Laune machen.
  • Sibel sagt:

    Dass VF nach zweijĂ€hriger Pause wieder auferstehen soll, wurde ja schon letzten MĂ€rz gemunkelt. Es wĂ€re schön, wenn diesmal an die Spitze ein Mensch kĂ€me, der in erster Linie ein Intellektueller und ein Blattmacher ist. Die Art- und Mode-Direktion dĂŒrfen dann gern in Hedonistenhand fallen.
    Ja! zu Artikeln mit ĂŒber 15.000 Zeichen, ungern eine Optik, die an die Neunziger anzuknĂŒpfen versucht.
  • Sibel sagt:

    PS: Soooo schlecht sind Uschkas Deutschkenntnisse nun auch wieder nicht! Die mittĂ€gliche Bestellung fĂŒr den Nizza-Salat und die gelbe Witwe hat sie doch bislang immer verstĂ€ndlich rĂŒberbringen können!
  • Kathrin Bierling sagt:

    @Sibel zweijĂ€hrige Pause? VF wurde vor einem Jahr eingestellt. Und zwei Wochen spĂ€ter soll ĂŒber eine Auferstehung gemunkelt worden sein?!?
    In allen anderen Punkten gebe ich Dir Recht. Ich wĂŒrde sogar behaupten, dass Uschkas Deutschkenntnisse außerordentlich gut sind und weit ĂŒber kulinarische GenĂŒsse hinaus gehen!
  • Sabine sagt:

    Faende es super wenn die deutsche Vanity Fair zurueck kommt, finde sie fehlt in Deutschland und ich denke and ein ausgezeichnetes Schreiber Team das passen wuerde dieses Heft an die Spitze zu bringen!!! 🙂
    und JA, JA JA zu USHKA!!!!!!! she is born to do that job!!!!!!!
  • Sibel sagt:

    Modejournalistin: Ja, das GerĂŒcht, dass "CN den Titel 2-3 Jahre aufs Eis legen will, um die Krise abzuwarten", mĂŒsste irgendwo bei Winterbauer im Archiv stehen. Oder wars chez Turi? Irgendwo stands letztes Jahr auf jeden Fall.
    Ich persönlich bin eher gespannt, ob das Aust-Blatt kommt!
  • Rene Schaller sagt:

    es fehlt eine zeitschrift die qualitÀt und gossip gut vereint. die park av. habe ich geliebt, und die vf irgendwann dann auch immer gekauft...

    wĂ€re schön wenn ich wieder was im zeitschriftenstand fĂ€nde, was auch interessant ist und nicht die ĂŒblichen gesichter auf dem cover rotieren lĂ€sst.


  • Kathrin Bierling sagt:

    @Sibel Danke, jetzt habe ich es verstanden.
  • Zebulon sagt:

    @mj, ich ziehe meine SchlĂŒsse aus meinen bescheidenen Erfahrungen in der Werbebranche und denke mir: Solche vollmundigen Positionierungen sind nicht an die potenzielle Leserschaft gerichtet, sondern an die, die den Zirkus bezahlen -- will sagen: an die potenziellen Anzeigenkunden. Was die unter Luxus und oberes Ende des Spektrums verstehen, ist schwer zu erraten. Drum herum braucht es dann halt noch ein paar kurzweilige Reportagen und hĂŒbsche Fotos, um den imaginierten Nerv des zahlungskrĂ€ftigen Publikums zu treffen. Ich fĂŒrchte, dass da eine recht sterile und freudlose Geschichte bei raus kommt, lasse mich aber gern eines besseren belehren. FrĂŒher war die US-VF ja allein schon wegen der fantastischen Fotos den Kauf wert. Viele davon stehen bei mir im Regal, in dem schönen Band "Portraits aus VF" oder wie der heißt.
  • Kathrin Bierling sagt:

    @Zebulon Du hast Recht. Es wĂ€re nur lĂ€cherlich, wenn man es tatsĂ€chlich wieder auf diese Tour versuchen wĂŒrde: Unsere Leser verdienen viel und geben fast alles fĂŒr LuxusgĂŒter aus. Welchen Anzeigenkunden möchte man damit locken? Dolce & Gabbana verschenkt lieber einen Pelzmantel an Bryanboy - das ist billiger, hat mehr Reichweite und erreicht die Leute, die bei Dolce & Gabbana auch kaufen oder kaufen werden.

    Ne, so einfach lĂ€uft es jetzt in der Print-Branche halt nicht mehr. Ohne Leser (und die Anzeigenkunden können auch lesen), nicht genĂŒgend Anzeigen.