Adieu, Christian Lacroix!

Gestern haben wir es angekĂŒndigt und heute ist es dann auch eingetroffen. Über dem Couture-Haus Christian Lacroix senkt sich der Vorhang. Keiner der potentiellen Investoren hat ein schlĂŒssiges Konzept mit Sicherheiten abgegeben, damit werden den ĂŒber 100 Mitarbeiter, vor allem denen des Haute Couture Ateliers, genannt "die Frauen mit den goldenen HĂ€nden", gekĂŒndigt.
Was bleibt vom einst glorreichen Haus, das erst im letzten Jahr 10 Mio. Euro Miese machte: die Lizenzen. Wie immer. So war das auch einst bei Lanvin, Rochas, Balenciaga, Chanel etc. Die Parfums ĂŒberleben, bei Lacroix auch die Herrenmode-Lizenz und – fĂŒr Hochzeiter interessant – die Hochzeitskleid-Lizenz. Alles andere - fini.
Der Designer selbst wollte sich heute nicht mehr dazu Ă€ußern. Er hat auch schon genug seinen Unwillen kund getan. Christian Lacroix himself war sowieso nur noch Angestellter in seinem eigenen Haus und ist finanziell nur noch bei XCLC involviert, wo seine außer-modischen AktivitĂ€ten angewickelt werden, wie z.B. die Ausstattung der französischen SchnellzĂŒge TGV.
Die doch sehr traurige Nachricht möchte ich zu einem kleinen Potpourri nutzen von Haute-Couture-Schauen, die ich persönlich von ihm gesehen habe: 2003, 2005, 2006, 2008 und 2009 und die ich bunt in diesen Post einbinde.
Adieu, Nelken, die am Ende des Defiles geworfen werden. Adieu, Folklore aus Arles, seiner Heimatstadt. Adieu, verrĂŒckte und knallbunte SchmuckstĂŒcke. Adieu, Christian Lacroix!
Fotos: modepilot / Parisoffice
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