Buch-Tipp: Geschichten rund ums Hermès-Tuch

Die Mutter einer Freundin von mir aus Paris ist eine echte Dame und als solche hat sie natürlich so einige Hermès-Tücher im Schrank. Eines gefiel ihr nicht mehr und sie ging zum Geschäft und wollte fragen, wieviel das noch wert ist, weil sie es verkaufen wollte. Im Second Hand oder so. Im Stammhaus von Hermès jedoch war man aus dem Häuschen. Das Tuch war eines, das im Firmen-Archiv fehlte und sie boten der Mutter meiner Freundin freudestrahlend an, sich umsonst ein neues Tuch auszusuchen. Das tat die denn auch.
So eine Geschichte könnte im Buch “Le Carré Hermès”stehen, aber sie steht da nicht, sondern nur auf Modepilot. Die Buch-Neuerscheinung, die nun gerade auf den Markt gekommen ist, erzählt andere Geschichten rund um das berühmte Seidencarré von Hermès. In Kurzgeschichten wird der Leser durch die farbenreiche Welt der Hermès Seide geführt. Die Autorinnen Nadine Coleno und Isabelle d’Hauteville erzählen von den Anfängen der Seidencarrés im Jahr 1937 bis zur Entwicklung der inzwischen 2.000 Designs. Die quadratischen Kunstwerke aus Seide werden in drei Kapiteln vorgeführt: das Haus Hermès und seine Begegnung mit der Seide, die Welt der Formen und Muster sowie die Philosophie der Farben.
Das Buch “Le Carré Hermès” kostet 84 Euro
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Kommentare

  • Abbey York sagt:

    Deine Denkweise ist, objektiv betrachtet, sehr subtil, weshalb das paradoxe Wesen in seiner Monumentalität überwiegt.

    Gut gelungen!


    http://fashionyork.blogspot.com/
  • Miltsch sagt:

    Ist es nicht ein offenes Geheimnis, dass man seine Hermes Tücher ein lebenlang umtauschen kann, solange man es pfleglich behandelt und es immer mit dem richtigen Knick in die Box legt?