Ist das noch Cacharel?

Während meine beiden Mitstreiterinnen bereits in den Best-Of-Kategorien denken, würde ich dennoch gerne ein paar Pariser Schauen abarbeiten. Keine Angst, es sind nicht mehr viele. Aber Cacharel muss noch sein. Denn meine Frage lautet: Ist das noch Cacharel?
Ich zeige noch ein paar mehr Bilder, damit es deutlicher wird. Und wer will, kann ja mal hier klicken, dann bekommt er den Vergleich, was das Label sonst immer so ablieferte.
Der neue Designer will also alles anders machen. Er heißt Cédric Charlier (siehe unten) und ist in der Branche noch weitgehend unbekannt (Wir berichteten).
Dazu kommen ein neuer Vorstandschef, ein neues Marketing, neue PR etc. Sprich alles ist neu bei Cacharel und vor allem die Mode, wie wir nun wissen.
Letztes Jahr feierte das Label Geburtstag und legte die Liberty-Prints wieder auf, die sich in Frankreich auch gar nicht schlecht verkauften. Das da ist diese Saison von Prints übrig geblieben.
Zum Abschluss, als die eigentliche Show vorbei war, gab es dann noch diese Kleider. Die sind schon mehr im Sinne der Marke, aber wie man sieht, sollen sie nur als Hommage gesehen werden. Alle Models stürzten gleichzeitig damit auf die Bühne.
Ja, meine Frage bleibt. Wo will Cacharel hin? Die Sachen sind schön, keine Frage. Aber Minimalismus bekomme ich woanders unter einem stärkeren Label, mit einem größeren Namen und vielleicht auch besser. Gerade das Weibliche, Feminine war das, was bei Cacharel überzeugte. Nun habe ich eine Kollektion, die auch von irgendeinem anderen anderen Label stammen könnte (Chloé, Céline, Jil Sander). In meinen Augen kann das nun nur laufen, wenn die radikal die Kosten runterschrauben und diese minimalistische Designermode zu bezahlbaren Preisen anbieten. Dann würde ich zugreifen, aber wenn ich so viel zahlen wie bei Jil Sander oder Lagerfeld, dann kaufe ich lieber diese Firmen.
Fotos: Catwalkpictures (5), Modepilot/parisoffice (2)
Photo Credit: false

Kommentare