Cacharel hat wieder einen Designer

Und zwar einen aus der zweiten Reihe. Mit den großen, berĂŒhmten Namen will das Label aus Paris nach den AbgĂ€ngen der Designer-Paare Clements/Ribeiro und Eley/Kishimoto lieber nicht mehr kooperieren. Man setzt nun auf Unbekannte und baut die auf. CĂ©dric Charlier passt deshalb wunderbar, aber ganz so unbekannt ist er gar nicht.
Der 31-jĂ€hrige war zuletzt sechs Jahre lang Assistent von Alber Elbaz bei Lanvin und das ist fĂŒr uns Modepilotinnen, die bekanntlich Lanvin-Fans sind, schon mal das beste Zeugnis ĂŒberhaupt. Seine Karriere startete er bei CĂ©line, weiß die Vogue UK.
Seine erste Kollektion fĂŒr Cacharel zeigt er am 3. Oktober im Palais de Tokyo. Auch das ist eine Neuheit, denn Cacharel verlĂ€sst damit erstmalig das Carrousel du Louvre als Fashion-Show-Standort. Man darf also gespannt sein, was CĂ©dric sich ausgedacht hat, denn nach einer vom Design-Team gestalteten Inhouse-Winterkollektion, die doch arg altbacken daher kam, braucht das Label nun wieder eine klare Richtung.
Und hoffentlich auch ein Team, das lĂ€nger als zwei Saisons bleibt. Schließlich hat sich auch hinter den Designkulissen viel getan bei Cacharel: Alle eigenen LĂ€den wurden geschlossen, es gibt einen neuen Chef, Marc Ramanantsoa, neue Marketing und PR-Leute, die Traditionsfabrik in NĂźmes wurde dicht gemacht und angeblich sollen auch die Preise fĂŒr die Mode wieder sinken. Sprich: Es bleibt spannend.
Foto: modepilot/parisoffice, Sommerkollektion FS 2009
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