Lese-Tipp: Daily News zum Schlampenkrieg in NY

Was ist denn da los? Da beschimpft eine anonyme Bloggerin in NY ein Model als Hure (engl.: ho) und Schlampe (engl.: skank) und das Ganze entwächst zu einem waschechten Internetskandal, der eine Diskussion über die Meinungsfreiheit von Bloggern und die Achtung der Anonymität auslöst. Um diese zwei Damen, äh Zicken, geht es:
Links seht ihr Rosemary Port, Modestudentin und Ex-Bloggerin in Anonymität, nun entlarvt und auch keine Bloggerin mehr, deswegen gibt es auch keinen Link mehr zu ihrem Blog Skanks in NYC, weil der Blog längst stillgelegt wurde. Schade, angeblich sollen da sehr kompromittierende Bilder drauf gewesen sein von Rosemary selbst. Rechts daneben, das ist die als Schlampe beschimpfte Liskula Cohen, ein Model, Mitte 30, die gerne auf Parties geht und naja - wohl dabei auch ab und an in Begleitung den Abend verlässt.
Was war passiert? Alles en detail erklärt die Daily News unter diesem Link. Rosi beschimpfte Liski als Schlampe und Hure. Die bekam das gar nicht mit. Aber ein Freund las den Blog und informiere Liski, die darauf bestand, den Namen der Bloggerin zu wissen. Gerichtlich wurde Google, der Betreiber der Blogplattform gezwungen, den Namen frei zu geben und so wurde Rosi enttarnt. Die wiederum war entrüstet, dass Google so etwas tun darf und will nun Google auf 15 Mio. Dollar verklagen wegen Preisgabe ihrer Anonymität.
Geil, 15 Mio. - die spinnen die Amis. Ganz nach dem Motto: Ich habe Mist gebaut und schlage daraus Kapital.
Entschuldigen will sich die Rosi übrigens nicht bei Liski. Liski stänkert inzwischen gegen Rosis Ex-Boyfriend und hat sich aber gnädigst bereit erklärt, zu verzeihen, wenn sich Rosi denn mal entschuldigt. Mädel, da kannst mal drauf warten, sage ich. So könnte vielleicht in Zukunft es also doch noch eine Klage gegen Rosi geben wegen Verrleumdung. Mal sehen, wie der Zickenkrieg weiter geht, denn Rosi stänkert weiter und sagt, dass Cohen unbewusst zugegeben hätte, dass sie eine Schlampe sei...
Sache ist nun aber, dass diese beiden Zicken eine ganz andere Diskussion anstoßen, nämlich nicht, ob es in NY City Schlampen gibt oder nicht, sondern ob man anonym bloggen darf und wie weit einer Blogger in seinem Blog gehen darf? In Deutschland geht soweit ich informiert bin, ein anonymes Bloggen gar nicht. Ein Impressum ist Pflicht und muss die vollständigen Kontaktdaten des Bloggers beinhalten. Aber wie weit geht die Meinungsfreiheit in einem Blog? Darf man andere als Huren schimpfen? Wo sind die Grenzen? Was meint Ihr?
Fotos: via Screenshots von Daily News: Port fotografiert von Giancarli für News, Cohen fotografiert von Justin Macala
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Kommentare

  • susi sagt:

    wenn die leute sich zu benehmen wüssten gäbe es dieses problem nicht
    und promis sind auch kein freiwild
    aber alles über allem müssen leute, die in der offentlichkeit agieren (so entnehme ich jetzt dem text mal) , damit rechnen das ihre bilder kommentiert werden... ( muss im übrigen jeder der sich bei den ganzen partybilder communities ablichten läßt....
    die identität des bloggers preiszugeben halt ich aber für sehr grenzwertig ...

    gut das dieses problem bei uns erst garnicht auftritt weil ein entsprechendes impressum pflicht ist .....

    aber es gibt bei uns mit sicherheit auch nicht so interessanten blogs wie "münchener stadtschlampen" 🙂


  • Nama sagt:

    sorry, wenn ich hier jetzt den Wolf Schneider rauskehre: Aber heißt es nicht "kompromittierend"?
  • Barbara Markert sagt:

    Nama, völlig richtig. Ich verliere langsam mein Deutsch. Danke, ich korrigiere es.