Mini-Reportage: Harte Recherche in Frankreich

„Ah, das super Leben in Frankreich. Hast Du es gut…“ So was höre ich mir ständig an. Blabla, sage ich nur. So, und nun bekommt ihr mal Alltag einer Modejournalistin in Frankreich mit. Vorgestern höre ich, dass das von mir hochgeschätzte Öko-Label Les Fées des Bengales verkauft wurde.

Also maile ich der Pressestelle wegen genauen Infos. Dort dauert es einen halben Tag, dann bekomme ich eine Mail. „Wir haben das Budget des Labels nicht mehr und Gladys, die zuständig war, ist gegangen.“ Die neue PR-Frau gab mir eine Nummer, wo ich anrufen könnte, doch dort: „Kein Anschluss unter dieser Nummer!“

Ok, ich probiere es anders herum. Maile aber vorsorgshalber noch mal an die Firma direkt via der Mail auf der Website. Das war gestern morgen. Bis heute keine Antwort.

Inzwischen haben ich beim Aufkäufer angerufen. Bei Vivarte, das ist dieser Mammutkonzern, zu denen Naf Naf, André, Kookai etcetera gehört. Dort war gestern um 15.30 nachmittags die zuständige Dame nicht mehr im Haus und man bat mich, heute morgen anzurufen. Also dann klingele ich heute morgen durch und werde ohne Umschweife verwiesen: „Das sind nicht wir, sondern Kokoai. Rufen Sie da mal an!“ Gesagt, getan. Bei Kookai hieß es dann: „Ne, da sind Sie falsch. Sie müssen bei der Kookai Pressestelle anrufen!“ Gut, das habe ich nun auch gerade erledigt und dort? „Nein, da müssen Sie bei Vivarte anrufen!“ OK, da habe ich dann der guten Frau erklärt, dass ich das alles schon hinter mir habe. Sie rief dann bei Kookai an, ich konnte mithören: „Hallo, die Feen sitzen doch bei Euch im Hause! Wo kann die Journalistin nun anrufen?“ Antwort: „Öh, keine Ahnung. Bei Vivarte? Sie soll in einer Stunde dann wieder klingeln, dann ist vielleicht die Frau da, die sich auskennt.“

So, das ist Status Quo zur Stunde. Ob ich heute noch an die Infos kommen werde, bezweifele ich. Bis dahin zeige ich Bilder der aktuellen Kollektion und Fortsetzung folgt.

Ach ja, damit keine falschen Eindrücke aufkommen: So ist das IMMER! I M M E R! Dass ich diese Bilder oben besitze hat mich ungefähr 20 Mails gekostet – vor rund 3 Monaten.

Fotos: Les Fees des Bengales

2 Kommentare zu
“Mini-Reportage: Harte Recherche in Frankreich”
  • Schon mal im Voraus vielen Dank für’s Dranbleiben! Das interessiert mich nämlich auch sehr, wie es jetzt weitergeht mit den Feen. Was bedeutet es für dieses Label, das damit wirbt ein fairer Arbeitgeber für die Näherinnen in Indien zu sein, von einem großen Konzern gekauft zu werden?

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