Pinaults Kunstsammlung: Venedig, die Zweite

Am Wochende hat Francois Pinault, der einstige Chef des Mode-Luxus-Konzerns PPR, Schwiegerpapa von Selma Hayek, Opa von Hayeks Tochter und nun im Hauptberuf eifriger Kunstsammler, seinen zweiten Museums-Standort in Venedig eingeweiht, die Punta della Dogana.
Auch wenn das nun nur am Rand mit Mode zu tun hat, will ich nicht vers├Ąumen, wenigstens ein bisschen diesen neuen Kunstort vorzustellen. Um die ehemalige Zollspitze gab es ein hei├čes Ringen. Auch die Guggenheims h├Ątten dort gerne Kunst gezeigt, doch Pinault, der schon den Palazzo Grassi gepachtet und best├╝ckt hat, hat sich dieses Sahnest├╝ckchen Venedigs nicht mehr nehmen lassen. Umgebaut hat es wie immer Pinaults Lieblingsarchitekt Tadao Ando, auch wenn ich mich angesichts der R├Ąumlichkeiten frage, was er denn da nun gestaltet hat. Schaut doch alles sehr rustikal und alt aus. Das bisschen Renovierung ist doch nicht der Rede wert.
Das Pferd an der Wand ist ├╝brigens von Maurizio Cattelan.
Dieses Werk stammt von Huang Yong Ping.
Dieses von Paul McCarty.
Und dieser Saal vereint Cindy Sherman und Jeff Koons. Und der J├╝ngling ganz oben, der in die Ferne siegt, stammt von Charles Ray. Die Ausstellung ist ├╝brigens in einen Parcours mit dem Palazzo Grassi eingebunden. Also, wenn schon, denn schon. Nur eines anzugucken, macht keinen Sinn.
Die Reise in den n├Ąchsten Wochen lohnt sich umso mehr, weil ja auch noch Biennale in Venedig ist. Ach ja, ├╝brigens, wer es noch nicht mitbekommen haben sollte: Im deutschen Pavillon steht eine Einbauk├╝che, geschaffen von einem englischen K├╝nstler. Verstehe das, wer mag.
Fotos: PR Pinault Fondation, ORCH, orsenigo_chemollo
Photo Credit: false

Kommentare

  • batcat sagt:

    venEdig vielleicht?
  • parisoffice sagt:

    Immer gut, Korrekturleser zu haben, die Tippfehler sehen.