Header-Wechsel: Lacroix aus aktuellem Anlass

Dieser Header-Wechsel musste sein, denn gestern schrieb die französische Nachrichtenagentur AFP, dass ĂŒber Lacroix das Insolvenz-Verfahren eröffnet worden ist. Sechs Monate hat das Modehaus nun, um wieder auf die Beine zu kommen. Ein externer Verwalter wurde mit der Aufgabe betraut, hoffentlich die Wende zu bringen.
Kurz zur Historie: Lacroix war bis 2005 unter dem Dach von LVMH. EigentĂŒmer Bernard Arnault verkaufte, weil sich langfristig keine Gewinne ergaben. Neu stiegen damals die Falic-BrĂŒder ein, die Duty-Free-LĂ€den in Amerika betreiben. Alles sah wunderbar aus. Die Mode wurde vom amerikanischen Publikum gut angenommen, die Haute Couture VerkĂ€ufe stiegen. Doch nun straucheln die Wirtschaft, die Duty-Free-LĂ€den und die Falic-Gruppe. Das Modehaus Christian Lacroix, das an sich noch nie ein Gewinnbringer war, droht an der Krise zugrunde zu gehen. Die langfristige Politik, das Modehaus auf rentable Beine zu stellen, wird in Frage gestellt, weil das Geld nun fĂŒr anderes benötigt wird.
Christian Lacroix, der selbst kein Angestellter des Modehauses ist, das seinen Namen trĂ€gt, habe schon lange fĂŒr umsonst, die Kollektionen designt, sagt er. Der Designer lĂ€sst auch sonst an seinen Investoren kaum ein gutes Haar. Von Missmanagement ist die Rede. Letzte Woche noch suchten die Investoren nach neuen AktionĂ€ren, nun also ist das Verfahren eröffnet. Der Designer selbst hofft, trotz der Irrungen und Wirrungen auf der kommenden Haute Couture Schau im Juli zu zeigen. Das ist in meinen Augen sĂŒdfranzösischer Optimismus. Man kann nur hoffen, dass sein Wunsch in ErfĂŒllung gehen wird.
Fotos: Modepilot/parisoffice
Photo Credit: false

Kommentare

  • Modepilot > Designer > Lacroix: Wo sind die Nelken??? sagt:

    [...] ist: Da ist immer noch kein Investor. Sache ist auch: Die Uhr tickt ĂŒber dem Insolvenzverfahren (wir berichteten) und, lĂ€uft die Frist ab ohne neuen Investor, schließen sich endgĂŒltig die Tore ĂŒber dem [...]