Dieses Label braucht Hilfe im Designteam!

Kookai Das französische Modelabel verlor in den letzten zehn Jahren zunehmend an Bedeutung. 1993 warb Kookai noch mit Supermodels wie Linda Evangelista und Cindy Crawford für seine Damenmode. Als Teenie fuhr ich gern ins französische Strasbourg, um neckische Röcke und gut geschnittene Tops von Kookai zu kaufen. Doch, was ist passiert?!? 2006 veröffentlichte Burda Community Network, dass von knapp 20.000 Befragten nur 1 Prozent in den letzten vier Jahren etwas von Kookai gekauft haben. Die aktuelle Frühjahr/Sommermode 2009 wirkt wieder einmal sehr uninspiriert...
Das kann sich heute jeder mit Fundstücken aus dem eigenen Kleiderschrank zusammen stellen und zwar besser. Und, was soll der untere Bildrand - ein Stilmerkmal? Ich glaube kaum, denn sonst wäre er auch auf den anderen Lookbook-Fotos.
Ohne Worte.
Das ist noch der beste Look!
Bottega-Veneta-Kopien kann ich nicht mehr sehen!!!
Fotos: Kookai
Photo Credit:
Modepilot ist Deutschlands erster Modeblog. Mit seiner Gründung in 2007 war und ist er Vorreiter der unabhängigen Mode-Berichterstattung. Noch heute wird die Seite leidenschaftlich von Mitgründerin Kathrin Bierling geführt. Sie ist eine ausgebildete und erfahrene Journalistin, die zunächst bei der Financial Times lernte und arbeitete und dann einige Jahre bei der WirtschaftsWoche beschäftigt war, bevor sie die Seiten Harpersbazaar.de, Elle.de und InStyle.de verantwortete. An Modepilot liebt sie, dass sie die Seite immer wieder neu erfinden muss, um am Puls der Zeit zu bleiben. Worin sie und ihre Autoren sich stets treu bleiben: Den Leser ernst nehmen, nicht sich selbst.

Kommentare

  • Julitta sagt:

    Da hast du vollkommen recht. Diese Mode ist so teuer und sieht doch aus wie H&M von 2006.
  • Kathrin Bierling sagt:

    Genau! Bild Zwei könnte auch von 1989 stammen.
  • Barbara Markert sagt:

    Mädels, auch wenn ihr mich steinigt. Sitze gerade vor dem Mac in einem Kookai-Pulli, gestern erstanden im Outlet - am Stammplatz im Sentier, wo das Label einmal seinen Anfang nahm. Inzwischen ist Kookai ja nun japanisch und ich gebe zu: Unglaublich viel Schrott, nur dazwischen gibt es echt gute Sachen. Vor allem aus Strick. Denn wenn ich zu der schrottigen Designerware was anfügen kann, ist, dann dass meine Pullis von Benetton und Kookai nach tausend Wäschen wie neu sind, während die ganzen teuren Sachen inzwischen trotz Handwäsche aussehen wie aus dem Müll gezogen. Bin inzwischen sowieso so drauf: Schuhe nur noch von einer Firma, die dort ihren Anfang nahm. Strick vom Stricker, Konfektion vom Schneider.
  • auchmilan sagt:

    @parisoffice: Diese Einstellung würde ich doch glatt als "voll im Trend" bezeichnen!
  • Kathrin Bierling sagt:

    Kookai ist japanisch? Versteh ich nicht...

    Eigentümer Vivarte ist doch französich.


  • Barbara Markert sagt:

    Liebe Modejournalistin, Du hast Recht. Vivarte ist Eigentümer, aber die sind inzwischen aufgekauft von einem Briten: Charterhouse. Somit ist Kookai nun britisch, wie ich gerade bei einer Recherche erfahren durfte. Wie komme ich auf die Japaner? Die hatten das wohl mal nach dem Gründer, so wie Princess Tam Tam und so einigen anderen Frenchie Labels. Ich glaube, ich habe beginnende Altersdemenz.
  • Kathrin Bierling sagt:

    Ach, auch egal. Morgen gehört es den Russen, übermorgen den Chinesen. Hauptsache Hermès bleibt französisch.
  • Natalya sagt:

    "2006 veröffentlichte Burda Community Network, dass von knapp 20.000 Befragten nur 1 Prozent in den letzten vier Jahren etwas von Kookai gekauft haben. " - das liegt daran, dass seit 2005 bis 2007 der Generalimporteur für Kookai in Deutschland gekündigt wurde und Kookai-Ware nicht verfügbar für die Händler war. Seit 2007 hat Großhandel 320 Kunden...und ein Store in Alexa Center in Berlin...
  • Kathrin Bierling sagt:

    @Natalya Okay, wenn Deutschland Kookai-Ware in den Jahren 2005 bis 2007 nicht importierte, dann liegt es vielleicht daran, dass 2002, 2003 und 2004 Kookai nur sehr schlecht verkauft wurde.