Rykiel Ausstellung in Paris

Komme gerade aus der Rykiel Ausstellung in Paris. Die lÀuft ja schon lÀnger, aber ich hatte bis dato keine Zeit, sie anzugucken. Deswegen mit VerspÀtung nun die Ausstellungskritik:
Die rote Sonia feierte in 2008 FirmenjubilĂ€um, was mit großen Pomp wĂ€hrend der Modewoche (wir berichteten) gefeiert wurde. Die Ausstellung im MusĂ©e des Arts Decoratifs in Paris begann wenig spĂ€ter und lĂ€uft noch bis 19. April.
Wie ist sie, die Expo? Mit einem Wort: Dunkel. Mir zu dunkel. Nun ist Schwarz eine der Lieblingsfarben der Designerin, aber dass man kaum die Texte lesen kann, finde ich naja. Dabei sollte man sich darauf konzentrieren, denn die Aufbereitung ist gut gemacht, durchdacht, ihre Modethemen schön und intelligent zusammengestellt.
Doch von ĂŒberall dröhnen Stimmen aus Videos und Toneinspielungen entgegen. Ich hatte das Pech, auch noch neben mir eine FĂŒhrung zu haben, die ich nicht abschĂŒtteln konnte.
Also, das Fazit: Es gibt ein lustiges Wiedersehen mit Supermodels in jung. Es gibt schöne Modelle, auch wenn man daran sieht, dass Rykiel, die Königin des Stricks und der Streifen, anfangs nicht aus der Schneiderei kam, denn ich habe schon Ă€ltere und schönere Verarbeitungen gesehen. Die Ausstellung ist trotz des dunklen Lichts dank der Mode bunt und zeigt sehr gut, wie frĂŒh Rykiel mit vielen Modetrends dran war.
Ein interssantes, aber leider zu langes Video als Dokumentation ĂŒber sie selbst, zeigt eine sehr in sich gekehrte, sanfte und poetische Designerin, die Ă€ußerst reflektiert und ernst an die Arbeit herangeht. Dass sie so farbenfrohe Mode gestaltet, scheint wie ein Widerspruch. Auf alle FĂ€lle finde ich nach diesem Ausstellungsbesuch, der einem Sonia Rykiel wirklich nĂ€her bringt, es komisch, dass am Ende der Fashionshows bei Rykiel immer die Models barfuß durcheinander hĂŒpfen. Das mag daran liegen, dass es eine Idee von Rykiels Tochter war. Doch so recht zum Image der Namensgeberin will es nicht passen. Auch wenn es jede Saison mein Herz erfreut, dass sich 16-jĂ€hrige Models wie 16-JĂ€hrige benehmen können und dĂŒrfen.
Fotos: Arts Decoratifs, Dominique Issermann fĂŒr Sonia Rykiel via Pressestelle Museum
Photo Credit: false

Kommentare