Jean-Louis Scherrer wird abgewickelt

Ganz heimlich, still und leise hat der Eigentümer von Jean-Louis Scherrer, die Gruppe Alain Dumenil, den Laden in der Avenue Montaigne zugemacht. Die Produktion der aktuell neuen Sommerkollektion wurde gestoppt. Das bedeutet das Aus für die Marke, die bis 2005 zu den wichtigen Pariser Haute Couture Häusern zählte und ein fester Name in der französischen Prêt-à-Porter war. Der einstige Designer, Monsieur Scherrer, seit 1992 nicht mehr im Unternehmen, zeigte sich von den News geschockt. So wenigstens die Infos aus der kostenlosen Metro-Zeitung, die im Internet bestätigt werden.
Wie sah Scherrer früher aus? Ich habe nur einmal eine Haute Couture Show gesehen, das war 2005 und ich denke, damals war Stéphane Rolland Designer. Mir gefiel es, auch wenn schon damals mit sehr kleinen Brötchen gebacken wurde. Die Location war mini, die Models gingen in Greifnähe an mir vorbei.
Wie man an den Modellen sieht, wurden in der 1970 gegründeten Boutique vor allem reiche Araberinnen fündig wurden. Das Label war 8 Jahre  vorher gegründet worden. Sophia Loren und Raquel Welch waren einst wichtige Kundinnen. Nun also das Ende. Alain Dumenil, Besitzer auch von Féraud, der schon Stephane Kélian abwickelte, ging dabei klug vor. Er kündigte – so kann man es in einigen Medien nachlesen – peu à peu den Mitarbeitern, so dass am Ende nur noch zehn übrig waren. Für die einen Sozialplan zu erstellen, wird ein Leichtes sein. Adé, Jean-Louis Scherrer.
Fotos: Modepilot/parisoffice: HC Sommer 2005 Jean-Louis Scherrer
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