Schluss, aus, vorbei! Chanel beendet Mobile Art

Es passt nicht zur Finanzkrise - das ist das Statement, das Chanel abgab, um seine Kunst-Aktion Mobile Art abzublasen. Die Tour (wir berichteten), des von Zaha Hadid entworfenen Mode-Kunst-Ufo, das noch in London, Los Angeles, Moskau und Paris landen sollte, ist beendet.
Man wolle sich nun wieder mehr den Shoperöffnungen und der Produktentwicklung zuwenden. Strategische Investitionen sind gefragt statt Mäzenatentum.
OK, ich verstehe das. Die Firma muss Geld verdienen und ist kein Sozialverein. 95000 Besucher kamen in den Genuss dieser au√üergew√∂hnlichen Kunst-Aktion. Toll, nur leider nicht wir. Was passiert nun mit dem Kunstwerken? Was mit dem Geb√§ude? Bei der Er√∂ffnung sagte Lagerfeld: "Wir h√§tten f√ľr das Geld sehr viel Werbung schalten k√∂nnen." Das tut Chanel nun wieder und die Medien profitieren davon, doch die werden unter dem Siegel der Finanzkrise dennoch ihre Mitarbeiter rausschmei√üen. Das Nachsehen haben einmal wieder die Kultur und die kleinen Leute.
Bei meinem letzten Besuch bei Chanel sah ich einen mit einem weißen Nerz verkleideten Kinderwagen. Ich denke, diese Mutter hätte sich zwar den Flug nach NY zu Mobile Art leisten können, bloß das interessiert die gar nicht. Ich hätte es dagegen gerne gesehen und hatte mich schon gefreut, dass es 2009 in Paris landet. Eine Vorfreude weniger. Sorry Chanel, aber eine Station in Europa wird doch noch drin gewesen sein zu Weihnachten, oder?
Foto: Chanel
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Kommentare

  • Die Krise erreicht den Luxus: Chanel baut Stellen ab | Modepilot sagt:

    [...] die bereits zwei Sozialpl√§ne √ľber sich ergehen lassen musste. Nach der Absage von Mobile Art (Modepilot berichtete) ist das nun die zweite schlechte Nachricht aus dem Traditions-Modehaus innerhalb weniger Tage. Die [...]
  • Katharina de Groot sagt:

    Das ist wirklich sehr schade... ūüôĀ