Fiac: Mode wird Kunst

Nach der Frieze, über die Milanoffice ausgiebig berichtete, nun die Fiac. Seit zwei Saisons schließen sich die Kunstmessen direkt an einander an. Das erleichtert den Sammlern den Besuch und spart ihnen die Flugkosten (heim nach USA, Rußland, Arabien).
Die Pariser Fiac hatte lange keine guten Ruf, hat sich aber gerade in den letzten Jahren gemausert. Dieses Jahr war es proppenvoll, so wie noch nie. Ich fand aber die 2007er Saison besser von den Werken her. Auffallend war jedoch, dass Mode als Kunstthema gleich mehrmals zu sehen war.
Mal abgesehen von solchen, wie ich finde, eher Naja-Werken
... gab es doch auch Wertvolles. Mathilde Rosier heißt eine Französin, die von der deutschen Galerie Iris Kadel ausgestellt wurde und diese Werke gemacht hat. Die 35jährige schafft Werke als Bausteine einer Geschichte. Das gezeigte Kleid und der Hut jedoch haben nichts miteinander zu tun.
Interessant fand ich auch dieses Werk, ein übermaltes Werbemotiv von Dior. Die Künstlerin heißt Sofie Birld Moller, ist Dänin, lebt in München. Vertreten wird sie von der Berliner Galerie Sassa Truelzsch. Wie mir Frau Truelzsch erzählte, geht es der Künstlerin nicht um einen Protest gegen Werbung, sondern um Harmonie. Und das sieht man.
Ein bisschen weiter stieß ich dann auf unser Lieblingsmodel Tanja:
Und eine Kollegin, ich denke, es handelt sich um Kinga
Erschaffer dieser Bilder ist Frank Perrin, seines Zeichens Art Direktor des Crash Magazines. Er beschäftigt sich seit Jahren mit der Welt des Luxus. Schön fand ich die Spiegelung der  Besucher in seinem Tanja-Bild.
Was mich allerdings nachdenklich stimmt, ist der Run auf dieses Bild. Da standen Massen sagten: "Oh" und "Ah" und "Wie Toll!" und "Super schön!".
Ich stand daneben und dachte nur: Ich, die poppelige Modepilotin, mache solche Bilder auch (und die sind nun NICHT bearbeitet und das ist nur eine kleine Auswahl, die ich mal kurz auf die Schnelle zusammengestellt habe):
Vielleicht sollte ich meinen Beruf wechseln. Ich werde mal bei der Galerie nachfragen, was die Bilder von Perrin denn so kosten. Danach muss ich ernsthaft über meine Karriere nachdenken.
Fotos: Modepilot/Parisoffice
Photo Credit:

Kommentare

  • modejournalistin sagt:

    🙂 Solange modepilot Exklusivrecht an Deiner Fotokunst behält, kannst Du überdimensionale Bildbände herausbringen so viele Du möchtest!
  • parisoffice sagt:

    Urheberrechte sind in Deutschland ja klar geklärt (auch wenn diverse Medien das immer wieder durch Verträge zu untergraben suchen), sprich das alles ist meins!
  • dejan sagt:

    ...so ist das in einer branche ...die auf ungerechtigkeit aufgebaut ist.es geht aber nie um"das kann ich auch"...sondern "ich mach es,und du nicht"

    grüße aus der hauptstadt


    ps;kenn frank übrigens persönlich,und denke er ist ein noch schlechterer fotograf als karl,aber ein ganz guter "fashionbrain"....aber so ist das nun mal....takeiteasy
  • frauenzimmer sagt:

    wenn du für mich ein bild mit der brünetten agyness zauberst, dann kauf ichs dir ab 😉
  • parisoffice sagt:

    Tatsächlich muss ich da passen. Agyness wird immer vor den Paris Schauen krank. Die läuft hier nie auf den Laufstegen. Ich habe sie noch kein einziges Mal live auf dem Catwalk gesehen.

    Mist, gute Einnahmequelle verpasst.